Der Präsenzunterricht läuft in den meisten Klassen im Landkreis Limburg-Weilburg. Auch eine Maskenpflicht gilt nur in Ausnahmefällen. Nach den Herbstferien wird das aber wieder zwei Wochen lang anders sein.
+
Der Präsenzunterricht läuft in den meisten Klassen im Landkreis Limburg-Weilburg. Auch eine Maskenpflicht gilt nur in Ausnahmefällen. Nach den Herbstferien wird das aber wieder zwei Wochen lang anders sein.

150 Luftreinigungsanlagen im Kreis Limburg-Weilburg im Einsatz

Unterrichtsstart: Schulamt zieht positives Fazit

  • Tobias Ketter
    VonTobias Ketter
    schließen

Präventionswochen nach den Herbstferien

Corona-Tests für Schüler und Lehrer, Maskenpflicht in den Gebäuden sowie Luftreinigungsanlagen in den Klassenzimmern. Seit mehr als drei Wochen läuft wieder der Präsenzunterricht an den hessischen Schulen. Der Alltag der Heranwachsenden und Lehrer wird dabei allerdings auch weiterhin stark von der Pandemie beeinflusst. Das Staatliche Schulamt für den Lahn-Dill-Kreis und den Kreis Limburg-Weilburg ist dennoch zufrieden mit dem Beginn des neue Schuljahrs.

"Die Schulen im Landkreis Limburg-Weilburg sind gut gestartet", sagt Schulamtssprecher Dirk Fredl. Das gelte sowohl für die Lehrerversorgung und damit für die vollständige Abdeckung des Pflichtunterrichts als auch für die nach wie vor andauernde Corona-Lage. Während der ersten beiden Präventionswochen mussten auch im Unterricht Schutzmasken getragen werden und drei Tests pro Woche waren Pflicht. "Dadurch konnten umfangreichere Quarantänemaßnahmen verhindert werden", berichtet Fredl.

Etliche Schüler

positiv getestet

"Wie es zu befürchten war, sind aber etliche Schülerinnen und Schüler in den ersten beiden Wochen positiv getestet worden", so der Schulamtssprecher weiter. Da diese jedoch durchgehend Schutzmasken getragen hätten und die Räume gemäß dem Hygienekonzept gut gelüftet worden seien, habe das Gesundheitsamt in den ersten beiden Wochen in nahezu allen Fällen keine Quarantänemaßnahmen für die Mitschüler anordnen müssen. In den beiden Wochen nach den bevorstehenden Herbstferien wird es an allen Schulen im Landkreis Limburg-Weilburg übrigens erneut Präventionswochen geben.

Mit der neuen Coronavirus-Schutzverordnung besteht nun im Regelfall jedoch vorerst keine Maskenpflicht mehr im Unterricht. "Dies hat in den vergangenen Tagen bereits dazu geführt, dass Quarantänemaßnahmen in Schulen umgesetzt werden mussten", sagt Fredl. Zudem habe das Gesundheitsamt bislang in drei Einrichtungen im Landkreis Limburg-Weilburg ein Ausbruchsgeschehen, also eine erhöhte Anzahl an Infektionen, festgestellt. Es handele sich dabei um die Leo-Sternberg-Schule und die Erich-Kästner-Schule in Limburg sowie um Teile der Erlenbachschule in Elz.

Eine Testpflicht gibt es an den Schulen derzeit grundsätzlich immer noch. "Zweimal wöchentlich nehmen alle Schüler, die nicht geimpft oder genesen sind, an den Selbsttests teil oder sie legen eine Testbescheinigung vor", erklärt Fredl. Darüber hinaus müssen Schüler sowie Lehrer in den Gängen und Treppenhäusern der Schulgebäude auch weiterhin eine Schutzmaske tragen.

Wenn ein Schüler nach einem positiven Schnelltest eine entsprechende Bestätigung durch einen PCR-Test erhält, werden die Sitznachbarn und alle engen Kontaktpersonen umgehend vom Unterricht freigestellt, bis das Gesundheitsamt über eine Quarantäne entschieden hat. Aus dieser Quarantäne könne man sich frühestens nach fünf Tagen freitesten, berichtet das Staatliche Schulamt.

Alle Mädchen und Jungen einer Klasse, in der ein solcher Fall auftritt, müssen sich den Angaben von Fredl zufolge über zwei Wochen hinweg täglich testen. "Außerdem sind während dieser Zeit auch am Platz Schutzmasken zu tragen." Häufen sich die Fälle in einer Schule, könne das Gesundheitsamt feststellen, dass ein Ausbruchsgeschehen vorliege. Dann müssen alle Schüler der betroffenen Einrichtung für 14 Tage auch am Sitzplatz einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen.

Um das Infektionsrisiko an den Schulen weiter zu minimieren, setzt die Kreisverwaltung seit dem Beginn des aktuellen Schuljahres auch auf den Einsatz von Luftreinigungsanlagen. "Der Kreis hat bereits 600 Geräte gekauft. Davon wurden bisher 500 Geräte angeliefert", sagt Kreissprecherin Nadine Welcker. Die Lieferung der restlichen 100 Geräte erwarte man in der kommenden Woche. Derzeit seien 140 Luftreinigungsanlagen im Einsatz. Diese Zahl variiere jedoch aufgrund der pandemischen Entwicklung täglich.

"Die Geräte werden nach unterschiedlichen Kriterien eingesetzt. Die Entscheidung obliegt dem Gesundheitsamt", so die Sprecherin. Beispielsweise setze man Anlagen in Räumen ein, die nicht ausreichend belüftet werden können. "Auch nachdem ein mittels PCR-Test nachgewiesenes Infektionsgeschehen in einer Klasse aufgetreten ist, werden die Geräte an Ort und Stelle genutzt." Die Kreisverwaltung überprüfe und optimiere den Einsatz fortlaufend, damit die maximale Anzahl an Geräten eingesetzt werden könne. Gleichzeitig bestehe immer eine Reserve, um jederzeit schnellstmöglich reagieren zu können. tobias ketter

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare