Den Startschuss für die Glasfaserverlegung gaben am Aumenauer Hauptverteiler Bürgermeister Matthias Rubröder, Projektmanager Alexander Afshar sowie Bauleiter Marcos Villalba Garrido und Alexandros Volf vom Generalunternehmer Egnata.
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Den Startschuss für die Glasfaserverlegung gaben am Aumenauer Hauptverteiler Bürgermeister Matthias Rubröder, Projektmanager Alexander Afshar sowie Bauleiter Marcos Villalba Garrido und Alexandros Volf vom Generalunternehmer Egnata.

Schnelles Internet

Glasfaser-Ausbau in Villmar hat begonnen

  • Rolf Goeckel
    VonRolf Goeckel
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Vier Ortsteile sollen im Laufe der nächsten zwölf Monate schnelles Internet erhalten

Aumenau -Spaten hatten sie zum symbolischen "Ersten Spatenstich" zwar keine mitgebracht, dennoch gaben Bürgermeister Matthias Rubröder (CDU) und Vertreter der Deutschen Glasfaser sowie der von ihr beauftragten Bauunternehmen am Donnerstag offiziell den Startschuss für den Aufbau eines Glasfasernetzes in den vier Villmarer Ortsteilen Villmar, Aumenau, Weyer und Seelbach.

Dazu trafen sich Bürgermeister und Firmenvertreter an einem wichtigen Ort: dem Glasfaserhauptverteiler in der Nähe der Eichelberghalle in Aumenau. Von hier aus werden die Glasfaserstränge in die Unterverteiler für jeweils 44 Haushalte des Ortsteils verlegt. Zwei weitere Hauptverteiler, sogenannte Pops, sind außerdem in Weyer und Villmar vorgesehen; die Seelbacher Unterverteiler werden von Aumenau aus mitversorgt.

Etwa 2800 Haushalte haben nach Angaben von Projektmanager Alexander Afshar die Möglichkeit, sich kostenlos einen Glasfaseranschluss bis ins Haus legen zu lassen. Gut 40 Prozent der Mieter und Hauseigentümer haben während der seit dem Frühjahr laufenden "Bündelungsphase" bereits einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser geschlossen - diese Quote war Voraussetzung dafür, dass das Unternehmen die schnellen Internetleitungen verlegt. Privatleuten werden Surf-Geschwindigkeiten von bis 1000 Mbit/s angeboten, für gewerbliche Kunden sind auch zehn mal so hohe Übertragungsraten von bis zu zehn GBit/s möglich, erklärte Afshar.

Begonnen haben die Verlegungsarbeiten im Ortsteil Seelbach, in Kürze soll Aumenau folgen. Im kommenden Jahr werden die Glasfaserleitungen auch in Villmar und Weyer verlegt. Keine Lösung ist laut Bürgermeister Rubröder für die beiden kleinsten Villmarer Ortsteile Langhecke und Falkenbach in Sicht. Beide sind zu klein und liegen zu weit abseits, um Glasfaserleitungen wirtschaftlich zu betreiben, erläuterte Afshar. "Das wäre ein enormer Mehraufwand", sagte Rubröder, der davon ausgeht, dass beide Ortsteile wohl nicht von Villmar, sondern über das Laubustal erschlossen werden müssten. Kleiner Trost: Die bestehenden Netze sind laut Afshar erweiterbar, um auch Langhecke und Falkenbach mitzuversorgen.

Erste Anschlüsse ab Mitte 2022

Die jetzt begonnenen Anschlussarbeiten sollen zügig vonstatten gehen, bekräftigte der Projektmanager. "Bis etwa in einem Jahr soll der letzte Kunde angeschlossen sein." Das heiße aber nicht, dass die übrigen Kunden solange warten müssen, sagte Afshar. Im Gegenteil: Schon Mitte 2022 sollen die ersten Anschlüsse "scharf" geschaltet werden. Um zügig voran zu kommen, plane die Deutsche Glasfaser mit zwei verschiedenen Bautrupps: Der eine verlegt die Leitungen innerhalb der Ortsteile und sorgt für die Hausanschlüsse, der zweite Bautrupp verbindet die Ortsteile miteinander.

Bürgermeister Rubröder zeigte sich "froh, dass es endlich losgeht". Bereits im Frühjahr 2020 habe die Gemeinde Villmar einen Vertrag über den Aufbau des Glasfasernetzes mit der Deutschen Glasfaser geschlossen. Während der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie wichtig ein leistungsfähiges Internet ist. Insbesondere das Homeoffice, in dem auch viele Bürger des Marktfleckens Villmar arbeiteten, benötige hohe Bandbreiten. Zumal viele Beschäftigte auch nach dem Ende der Pandemie weiter von zu Hause aus arbeiten werden. Alexander Afshar versicherte, dass die Schäden beim Aufreißen von Straßen und Gehwegen so gering wie möglich gehalten werden sollen. Zustände wie in Runkel soll es in Villmar nicht geben: In der Nachbarstadt hatten sich viele Bürger über zum Teil erhebliche Mängel beschwert, mit deren Beseitigung das beauftragte Bauunternehmen noch eine Weile beschäftigt sein dürfte. Gute Nachricht für die Villmarer: In ihrer Gemeinde ist ein anderer Bautrupp tätig.

Vertragsschlüsse sind noch möglich

Solange die Glasfaserverlegung in den jeweiligen Straßen noch nicht abgeschlossen ist, können weiterhin Verträge ohne Zuzahlung abgeschlossen werden unter www.deutsche-glasfaser.de oder unter der Bestellhotline (0 28 61) 8 13 34 00. Erst dann, wenn ein Straßenzug komplett angeschlossen ist, werden Anschlussgebühren fällig, erläuterte Afshar. Interessenten können sich persönlich im Baubüro der Deutschen Glasfaser in Aumenau, Lahnstraße 14, beraten lassen. Es ist ab dem 17. November immer mittwochs besetzt; die Öffnungszeiten sind auf der Website https://www.deutsche-glasfaser.de/netzausbau/gebiete/villmar/. zu finden. Bauschäden können über folgendes Formular gemeldet werden: https://www.deutsche- glasfaser.de/service/bauschaden-melden/.

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