Die König-Konrad-Halle bleibt nach dem Brand weiterhin gesperrt. Die Sanierung könnte eine Million Euro kosten.
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Die König-Konrad-Halle bleibt nach dem Brand weiterhin gesperrt. Die Sanierung könnte eine Million Euro kosten.

Erste Schätzungen überholt

König-Konrad-Halle in Villmar: Sanierung wird deutlich teurer

  • vonRobin Klöppel
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Bürgermeister rechnet nach dem Brand mit Kosten von rund einer Million Euro. Auch Hochbehälter in Weyer soll saniert werden.

Villmar -Die Sanierung der Villmarer König-Konrad-Halle nach dem Brand Ende März wird deutlich teurer, als die zunächst angenommenen 200 000 Euro. Dies hat Bürgermeister Matthias Rubröder (CDU) in der Gemeindevertretersitzung mitgeteilt. Der Rathauschef hat zwar bisher noch keine konkreten Zahlen, doch seiner Einschätzung nach ist es durchaus möglich, dass die Maßnahme alles in allem rund eine Million Euro kosten wird.

Die Halle bleibe im Gegensatz zur vom Brand nicht betroffenen Gaststätte "Klickermill" weiterhin geschlossen, berichtete der Bürgermeister. Die Limburger Architektin Gisela Schwarz sei mit der Sanierungsplanung beauftragt worden. So sollten Vereinsräumlichkeiten, eine Pächterwohnung sowie ein bis zwei Toiletten für den Wohnmobilstellplatz geschaffen werden.

Versicherung hat

Abschlag bezahlt

"Der komplette Bühnenbereich, die Technik und das Parkett in den Sälen ist in Mitleidenschaft gezogen worden", sagte Rubröder. Das Foyer der Halle mit seinem Marmorboden sei unbeschädigt geblieben. Jedoch könnten Tische und Stühle aufgrund des eingezogenen Rauches nicht mehr verwendet werden. "Von unserer Gebäudeversicherung haben wir bereits eine Abschlagszahlung von 200 000 Euro erhalten", teilte der Rathauschef der Gemeindevertretung mit.

Angegangen werden muss auch bald die Sanierung des Hochbehälters Weyer, wie Rubröder mitteilte. Dafür sind im Haushalt 190 000 Euro eingeplant. Der Bürgermeister sieht langsam Handlungsbedarf,, weil sich bereits die Bodenfliesen ablösten und Hohlstellen bildeten. Rubröder sagte: "Es ist ein hygienisches Problem, da sich an dieser Stelle Standwasser bildet, was zu Keimen führen kann." Die vorhandene UV-Anlage entferne zwar Keime, sei aber dieser Zustand im Hochbehälter nicht zielführend.

"Außerdem sind auch die Wände teilweise nicht mehr in Ordnung und auch die Decke", sagte der Bürgermeister. Ein weiterer Aspekt der Sanierung sei die Vorkammer. Dort sollten alle in die Jahre gekommenen Gussrohre durch Edelstahlrohre ersetzt werden.

Mobile Tempoanzeigen

anschaffen

Die Villmarer CDU-Fraktion hat in der Gemeindevertretung beantragt, zwei weitere mobile Geschwindigkeitsanzeigen anzuschaffen. Das Thema wurde zur weiteren Beratung in den Haupt- und Finanzausschuss (HFA) verwiesen. Die CDU begründet ihre Initiative damit, dass sich in letzter Zeit Beschwerden von Bürgern über die zunehmend hohen Geschwindigkeit von Fahrzeugen in allen Ortsteilen des Marktfleckens mehrten.

Mit den Geschwindigkeitsanzeigen sei es möglich, die Fahrzeugführer auf ihre erhöhte Geschwindigkeit hinzuweisen und sie somit zur Reduzierung ihrer Geschwindigkeit zu bewegen. Durch ihre Mobilität seien sie schnell umzubauen und könnten an unterschiedlichen Gefahrenpunkten wie Schulen, Schulwegen und Ortsdurchfahrten eingesetzt werden. Die immer wechselnden Standorte verhinderten einen Gewöhnungseffekt. "Im Hinblick auf den beantragten Ausstieg aus dem Ordnungsbezirk können wir so einen günstigen Beitrag zur Sicherheit auf unseren Straßen liefern, ohne in die Gefahr einer Abzocke des Bürgers zu kommen", so die CDU. Der Kostenpunkt für beide Tafeln zusammen beläuft sich auf 5000 Euro.

CDU beantragt

einen Friedwald

Ebenfalls in den HFA verwiesen wurde ein CDU-Antrag, in Villmar einen Friedwald für Bestattungen einzurichten. In der Erläuterung heißt es: "Ein Friedwald bietet einen Bestattungsort, an dem viele Menschen sich schon zu Lebzeiten wohlfühlen. Bei einer Baumbestattung wird die Asche eines Verstorbenen beigesetzt. Diese wird zwischen den Wurzeln eines ausgewählten Baums vergeben." Nach der Beisetzung wird der Baum mit einer Plakette versehen, die einen Namen, einen Spruch oder ein Symbolbild abbilden kann.

Die CDU meint: "Diese Bestattungsform wird immer beliebter." Darum solle auch in Villmar über die Möglichkeit einer letzten Ruhestätte unter einem Baum nachgedacht werden. "Ob diese Bestattungsform durch Pflanzen von Bäumen auf den vorhandenen Friedhöfen - in Villmar wäre eine größere Fläche rechts vom Haupteingang vorhanden - oder durch Ausweisung eines Teilstückes des Villmarer Waldes erfolgt, soll bei den Beratungen diskutiert werden", so die Christdemokraten.

In den Sozialausschuss ging ein AAV-Antrag, zu prüfen, ob die Beteiligung an dem Programm Gemeindeschwester 2.0 des Hessischen Sozialministeriums für Villmar Sinn ergibt. Fraktionsvorsitzender Axel Paul erläuterte, dass die hessische Landesregierung damit Menschen, die Hilfe benötigten, sich diese aber nicht selbst organisieren könnten, mit einem Beratungsangebot durch Gemeindeschwestern unterstützen wolle. Ziel ist, diese Menschen in ihrer persönlichen Lebenssituation zu stärken und zu stabilisieren, eine Vereinsamung im Alter zu vermeiden und für eine möglichst langwährende Selbständigkeit zu sorgen. Dabei geht es auch darum, den Eintritt von Pflegebedürftigkeit solange wie möglich zu vermeiden.

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