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„Ohne Ehrenamt geht das alles nicht“

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Die Geehrten (von links): Dieter Scheu, Philipp Alban, Katrin Kremer, Gerold Alban, Werner Stockmann, Rudolf Conrads, Hermann Korschinsky, Ursula Alban, Hermann Hepp, Wolfgang Schön, Thomas Meuser, Bernd Dresen, Konstanze Dresen, Raimund Friedrich, Elke Fehr, Gerhard Höhler, Maria Höhler. foto: Bernd-Rainer
Die Geehrten (von links): Dieter Scheu, Philipp Alban, Katrin Kremer, Gerold Alban, Werner Stockmann, Rudolf Conrads, Hermann Korschinsky, Ursula Alban, Hermann Hepp, Wolfgang Schön, Thomas Meuser, Bernd Dresen, Konstanze Dresen, Raimund Friedrich, Elke Fehr, Gerhard Höhler, Maria Höhler. foto: Bernd-Rainer © Volz

Verein Lahn-Marmor-Museum zieht Bilanz

Villmar -Der Verein Lahn-Marmor-Museum hat während seiner Jahreshauptversammlung auf 25 Jahre Vereinsgeschichte zurückgeblickt. Die Zusammenkunft in dem Museum wurde mit einer Führung durch die Sonderausstellung „Die drei Leben des Unica“, die von Irmgard Rado und Dr. Bernold Feuerstein geleitet wurde, bereichert. Zunächst hatte die Gruppe das Ziel, ein Lahn-Marmor-Museum zu errichten. Heute sieht der Verein seine vorrangige Aufgabe darin, die Stiftung des Museums zu unterstützen.

„Das Museum bestand im letzten Jahr fünf Jahre“, sagte Ursula Alban, Vorsitzende des Vereins, in ihren Jahresbericht. Dies habe man in einer gemeinsamen Sitzung aller Gremien gewürdigt. Dabei habe Professor Otto Volk einen Vortrag zur Industriekultur Mittelhessen präsentiert. Der Tag des Geotops im September 2021 sei von den Besuchern, verteilt auf drei Führungen, gut angenommen worden.

Ausstellung zeigt Marmor-Entstehung

Irmgard Rado hatte die Idee zur aktuell laufenden Sonderausstellung „Die drei Leben des Unica“, die in den Wintermonaten von Irmgard Rado, Angelika Meuser, Dr. Bernold Feuerstein und Ursula Alban konzipiert wurde. Thematisch wird die erdgeschichtliche Entstehung des Lahn-Marmors mit dessen Ursprung vor 380 Millionen Jahren aufgezeigt. Das zweite Kapitel berichtet von den Menschen und deren handwerklicher Kunst, die aus dem eigentlich unscheinbaren und verwitterten Gestein wahre Kunstwerke schufen. Abschließend kommen die Forscher zu Wort, die das Naturerbe vor mehr als 25 Jahren in den Fokus der Wissenschaft und somit auch der Region geholt haben. Es entstand in der Folge der Wunsch, den Unica-Bruch für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Studenten, die damals dieses Projekt unterstützt haben, sind heute anerkannte Wissenschaftler“, so Ursula Alban.

Im Laufe des Jahres habe man die Geschichte des Unica-Bruchs auch in Erzähl-Cafés näher betrachtet. Während der Veranstaltung „Der Weg von Verein und Museum“ sei anschaulich berichtet worden, wie die Gemeinde mit dem Verein den steinigen Weg zum Museum beschritten und erfolgreich bewältigt habe.

Vereinsausflug nach Koblenz

Ursula Alban berichtete vom Bau von Gabionen im vergangenen Winter. Wände aus Drahtkörben, gefüllt mit Kalksteinen der Firma Schäfer-Kalk, seien im Eingangsbereich des Museums errichtet worden. Im Mai führte der Vereinsausflug nach Koblenz. Unter der Leitung von Willi Wabel, Rudolf Conrads, Ulrich Belz und Gerold Alban wurde Lahn-Marmor in der Koblenzer Architektur aufgezeigt. Sibylle Kahnt, die eine Datenbank zu Kunstwerken aus Lahn-Marmor erstellt hat und pflegt, führte zum Altar der Pfarrkirche St. Joseph in Neuhäusel.

Kahnt und Angelika Meuser bauen derzeit ein Museumsarchiv auf. Irmgard Rado und Rudolf Conrads erstellten eine Festschrift, die den anwesenden Vereinsmitgliedern überreicht wurde und von Interessierten im Museums-Shop erworben werden kann. Ursula Alban berichtete von der Kooperation des Museums mit Ragnar Feickert, der den Schupbach Steinbrüche für die Öffentlichkeit zugänglich macht und die damalige Industriekultur präsentiert. Sie wies darauf hin, dass am 3. Oktober in Schupbach eine fachkundige Führung mit Ragnar Feickert, Eigentümer einiger Schupbacher Marmorbrüche, stattfindet. Der Lahn-Marmor-Tag findet am 30. Oktober statt. Er ist gleichzeitig der letzte Tag des Museumsbetriebs in diesem Jahr. In einem Appell an den anwesenden Bürgermeister Matthias Rubröder regte die Vorsitzende nochmals an, sich zeitnah um die Errichtung der von den zuständigen Behörden bereits genehmigten touristischen Informationstafel „Villmar - Lahn-Marmor-Museum“ an der Bundesstraße 49 zu bemühen. Auch an der A 3 aus Richtung Köln kommend sollte geworben werden. „Wir machen es auch für Villmar“, sagte Alban.

Die Vorsitzende hob besonders den Einsatz der Vereinsmitglieder bei allen durchgeführten Aktionen und vor allem bei den Führungen durch den Unica-Bruch und durch das Museum hervor. „Ohne Ehrenamt geht das alles nicht.“ Aktuell hat der Förderverein übrigens 212 Mitglieder.

Die Vorsitzende ehrte gemeinsam mit Ulrich Belz, Zweiter Vorsitzender des Vereins, die Personen und Institutionen, die dem Verein seit der Gründung treu zu Seite stehen. Es handelt sich dabei um Alexander Alban, Gerold Alban, Philipp Alban, Ursula Alban, Hubert Aumüller, Axel Becker, Wolfgang Behr, Axel Belke, Claus Conrads, Rudolf Conrads, Bernd Dresen, Konstanze Dresen, Raimund Friedrich, Edith Gruhn, Walter Haas, Hermann Hepp, Alfons Heun, Gerhard Höhler, Maria Höhler, Prof. Dr. Thomas Kirnbauer, Matthias Klingebiel, Katrin Kremer, Dieter Laux, Arnold-Richard Lenz, Marion Meuser, Thomas Meuser, Hans-Jürgen Paul, Rainer Philipp, Dieter Scheu, Ursula Scheu, Wolfgang Schön, Burkhard Seyffert, Werner Stockmann, Prof. Dr. Heinrich Zankl, den Landkreis Limburg-Weilburg und den Nassauischen Verein für Naturkunde. Im Laufe des Gründungsjahres traten zudem Dr. Stephan Oetken, Hermann Korschinsky, Reinhard Kullmann sowie die Gemeinde Beselich dem Verein bei.

Hermann Hepp und Bernold Feuerstein vom Stiftungsvorstand informierten über die aktuelle Situation rund um das Lahn-Marmor-Museum. „Nach derzeitiger Einschätzung werden in der laufenden Museumssaison die Besucherzahlen aus 2019 erreicht“, so Feuerstein. „Auch die Zahl der externen Führungen mit aktuell 55 geführten Besuchergruppen in Frühjahr und Sommer sprechen für eine Erholung des Museumsbetriebs nach dem pandemiebedingten Einbruch.“ Hepp bestätigte, dass die Stiftung finanziell auf stabilen Säulen stehe. Rudolf Conrads, Vorsitzender des Stiftungsbeirates der Stiftung Lahn-Marmor-Museum, blickte anschließend anlässlich des 25-jährigen Gründungsjubiläums des Vereins in einem Festvortrag auf die Vereinsgeschichte zurück. bernd-Rainer volz

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