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Mit dem symbolischen Durchschneiden des rot-weißen Flatterbands wurde die Lahnbrücke Aumenau gestern wiedereröffnet.

Lahnbrücke in Aumenau wieder frei

Verkehr kann wieder frei fließen

  • Rolf Goeckel
    vonRolf Goeckel
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Sanierung nach sechs Monaten Bauzeit abgeschlossen - Kosten von 850 000 Euro

Aumenau -Nach sechsmonatiger Sanierungszeit ist gestern die Lahnbrücke in Aumenau offiziell für den Verkehr freigegeben worden. Die Brücke war während der Bauzeit voll gesperrt. Die Arbeiten begannen Ende April 2020 und wurden jetzt in einer terminlichen Punktlandung beendet, freute sich Landrat Michael Köberle (CDU), bevor er gemeinsam mit Vertretern der Baufirmen, des Regionalen Verkehrsdienstes und des Kreisstraßen-Managements das symbolische Flatterband durchschnitt.

"Was lange währt, wird endlich gut", sagte Köberle und erinnerte daran, dass die Sanierung eigentlich schon für 2018/19 geplant gewesen sei. Der Kreischef lobte, dass mit Hilfe von heimischen Firmen eine "gute, wirtschaftliche Lösung" für die Brückensanierung gefunden worden sei. Er dankte der Limburger Baufirma Albert Weil und dem Ingenieurbüro Ruffert+Partner für den zügigen Bauverlauf, aber auch den Anwohnern und Verkehrsteilnehmern, die während der Bauzeit unter nicht unerheblichen Beeinträchtigungen gelitten hätten.

Der Landkreis Limburg-Weilburg hat 850 000 Euro in die Brückensanierung gesteckt. Das Geld stammt aus dem Kommunalinvestitionsprogramms des Landes Hessen und wurde als Darlehen gewährt. 80 Prozent tilgt das Land, 20 Prozent die Kommune. Die Aumenauer Lahnquerung wurde 1929 erbaut und zuletzt im Jahr 1994 ertüchtigt, vor 26 Jahren also. Köberle hoffte, dass sie nun sogar bis 2050 hält. Auf jeden Fall habe sich die Sanierung gelohnte habe - für Aumenau, Villmar und den Landkreis. Denn die Brücke habe eine große Bedeutung sowohl für den örtlichen als auch den überörtlichen Verkehr.

Der Landrat betonte auch, wie wichtig es dem Landkreis sei, sein 235 Kilometer langes Straßennetz gut in Schuss zu halten. "Alle 25 Jahre wird alles einmal umgewälzt", sagte er. Dass Köberles Hoffnung auf eine lange Lebensdauer der Brücke berechtigt ist, unterstrich der Vorstandsvorsitzende der Albert Weil AG Klaus Rohletter. Bewährt hat sich aus seiner Sicht auch, dass der Landkreis schon vor mehr als zwei Jahrzehnten die Straßenunterhaltung in private Hände gegeben hat. Seit zweieinhalb Jahren erledige dies sein Unternehmen gemeinsam mit anderen Firmen der Region in einer Arbeitsgemeinschaft. Diese soll nun für weitere zweieinhalb Jahre fortgeführt werden, sagte Rohletter. Das Ergebnis könne sich sehen lassen: Laut Hessen Mobil sind die Kreisstraßen in Limburg-Weilburg im besten Zustand von ganz Hessen.

"Das war eine hervorragende Arbeit", lobte auch Villmar Bürgermeister Matthias Rubröder (CDU). Es habe zwar manche Beschwerden seitens der Bürger gegeben; diese seien aber alle gut gelöst worden. Rolf Goeckel

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