Sie planen die Villmarer Fleckenkirmes am übernächsten Wochenende im Pfarrgarten: (von links) Dieter Scheu, Dr. Bernold Feuerstein, Gerd Hundeborn und Bürgermeister Matthias Rubröder.
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Sie planen die Villmarer Fleckenkirmes am übernächsten Wochenende im Pfarrgarten: (von links) Dieter Scheu, Dr. Bernold Feuerstein, Gerd Hundeborn und Bürgermeister Matthias Rubröder.

Kirmes in abgespeckter Form

Villmar: Flecken hält an Kirmestradition fest

  • Rolf Goeckel
    VonRolf Goeckel
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Am zweiten September-Wochenende wird im Pfarrgarten zünftig gefeiert

Villmar -Die Corona-Pandemie macht es den heimischen Kirmesveranstaltern schwer. Viele haben die Traditionsfeiern bereits abgesagt, einige halten trotz Risiken daran fest. So wie Villmar, das seine traditionelle Kirmes am zweiten September-Wochenende in reduzierter Form und an anderer Stelle als sonst feiern wird.

Vom 10. bis 12. September ist unter dem Motto "Die Villmarer Fleckenkirmes" eine Open-Air-Kirmes mit Bierzeltgarnituren und Marktschirmen im Villmarer Pfarrgarten geplant. Veranstalterin ist die Gemeinde, Ausrichter sind der MGV "Teutonia" und die Kirmesburschen. Partner ist die Katholische Kirchengemeinde.

Nachdem die Kirmes im vergangenen Jahr der Pandemie zum Opfer fiel, wäre es aus Sicht der Veranstalter fatal, sie erneut ausfallen zu lassen. "Es wäre sehr schwer, diese Tradition wieder aufzubauen", zeigte sich der Zweite Vorsitzende der "Teutonia" bei einem Pressetermin im Pfarrgarten überzeugt. "Immerhin ist die Kirmes für Villmar ein Kulturfaktor." Das sehen auch Bürgermeister Matthias Rubröder (CDU), der Beigeordnete Dieter Scheu (CDU) und der Vorsitzende des Ortsausschusses der katholischen Kirchengemeinde, Dr. Bernold Feuerstein, genauso.

Den Erfordernissen der Corona-Pandemie wollen Ausrichter und Veranstalter gleichwohl umfangreich Tribut zollen. So ist die Zahl der Kirmesgäste auf dem Gelände an allen drei Tagen auf 800 Personen begrenzt. Und dies, obwohl auf dem rund 3500 Quadratmeter großen Pfarrgarten, der sich seit einiger Zeit im Eigentum der Gemeinde Villmar befindet, Platz genug für 1500 Personen wäre. Aber Sicherheit, so sehen es alle Beteiligten, habe angesichts von Corona Vorrang.

Und dafür sei gesorgt. Einlass haben nur Personen, die geimpft, genesen oder negativ getestet wurden; dies gilt nicht am Kirmessonntag für Kinder unter zwölf Jahre. Überwacht wird der Zutritt von einer Security-Firma aus dem Westerwald, die sich am Tor zur Peter-Paul-Straße hin postiert, und auch den neu geschaffenen Ausgang zum "Ho-Chi-Minh-Pfad" hin im Auge behalten wird. Damit, so Hundeborn, soll gewährleistet sein, dass die Höchstzahl an Besuchern nicht überschritten wird. Auf dem Gelände selbst gelten die üblichen Abstands- und Maskenregeln am Getränkestand und in den sanitären Anlagen im benachbarten Pfarrsaal der katholischen Kirchengemeinde. Der ursprüngliche Plan, die Kirmes auf dem Brunnenplatz auszurichten, habe man fallen gelassen, weil auf dem Pfarrhof die besseren Kontrollmöglichkeiten bestehen, erläuterten Hundeborn und Rubröder. Ganz abgesehen davon, dass der Pfarrhof als "Herzstück" von Villmar ein wunderschönes Ambiente biete.

Vor steigenden Inzidenzzahlen ist den Kirmesveranstaltern nicht bange. "Selbst bei einer Inzidenz von über 100, wäre die Kirmes vom Gesundheitsamt noch zugelassen", stellte Bürgermeister Matthias Rubröder klar. Eine Einschränkung gäbe es dann lediglich bei den negativ Getesteten: Ihre Zahl würde auf maximal 200 Personen begrenzt. Die übrigen 600 Kirmesbesucher müssten dann geimpft oder genesen sein.

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