Pfarrer und Kirmesjugend beim Einzug in den Pfarrgarten.
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Pfarrer und Kirmesjugend beim Einzug in den Pfarrgarten.

Corona-Programm

Villmar: Das grüne Herz schlägt kräftig zur Kirchweih

250 Besucher erinnern sich beim Gottesdienst im Pfarrgarten an die abgesagte Kirmes.

Villmar -Wegen der Corona-Pandemie ist im gesellschaftlichen Leben in diesem Jahr vieles anders. Das betrifft auch die traditionelle Kirmes im Marktflecken Villmar, die eigentlich am vergangenen Wochenende stattfinden sollte, aber wie in vielen anderen Orten auch abgesagt wurde.

Nachdem am Vormittag des Kirmessonntags in zwei Gottesdiensten in der Kirche jeweils sieben und fünf Kinder ihre Erstkommunion mit ihren Familien gefeiert hatten, hatten für den Nachmittag Pfarrer Michael Vogt, der Ortsausschuss der katholischen Kirchengemeinde und die Kirmesburschen und -mädchen zum Kirchweihgottesdienst in den Pfarrgarten eingeladen. Im wunderschönen Ambiente des grünen Herzens des Marktfleckens Villmar bereiteten die Kirmesburschen gemeinsam mit Pfarrer Michael Vogt rund 250 Besuchern ein schönes Erlebnis.

Die musikalische Gestaltung übernahmen das Bläserensemble unter Leitung von Ullrich Schmidt, und auch mehrere Mitglieder des Villmarer Kirchenchores bereicherten den Gottesdienst mit Liedbeiträgen. Pfarrer Michael Vogt zeigte sich "erleichtert und froh", dass der Gottesdienst bei schönem Sommerwetter über die Bühne gehen konnte. "Bei schlechtem Wetter hätten wir in die Kirche ausweichen müssen und dort nur einen Bruchteil Besucher einlassen dürfen", sagte Vogt. Der Andrang in den Pfarrgarten war so groß, dass Sandra Scheu am Eingang zum Pfarrgarten mit der Registrierung der Besucher alle Hände voll zu tun hatte und der Gottesdienst erst mit wenigen Minuten Verspätung beginnen konnte. Doch dafür hatten die Besucher volles Verständnis, denn die Einhaltung der Sicherheits-, Abstands-, und Hygieneregeln hatten bei dem Kirchweihgottesdienst oberste Priorität.

Zur Eröffnung erhoben sich alle Besucher von ihren Plätzen, als Pfarrer Michel Vogt, angeführt von den Kirmesburschen, in den Pfarrgarten einzog. Das Thema Sicherheit zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. Schon bei der Aufstellung der Stühle hatten die Verantwortlichen auf die Hygiene- und Abstandsregeln geachtet.

viel Verständnis

Natürlich war die Absage der traditionellen Villmarer Kirmes ein harter Schlag für alle Kirmesfreunde und ganz besonders für die Kirmesburschen und -mädchen, die sich seit einem Jahr auf ihre Kirmes gefreut hatten. Immerhin bedeutete es für sie einen kleinen Trost, dass sie mit Pfarrer Vogt den Kirchweihgottesdienst gestalten und die Fürbitten verlesen durften. Natürlich bedauerten sie die Absage "ihrer" Kirmes, zeigten aber auch großes Verständnis für diesen Schritt.

Zumal sich nahezu alle Besucher positiv über den Kirchweihgottesdienst im Freien äußerten. Alle Befragten betonten, dass die Gesundheit absoluten Vorrang vor einer Feier im Zelt mit Tausenden von Besuchern hat. Dies sah auch Bürgermeister Matthias Rubröder (CDU), der es sich nicht hatte nehmen lassen, den Kirchweihgottesdienst zu besuchen. Er bedauerte zwar die Absage der Villmarer Kirmes, unterstrich aber, dass diese Entscheidung unumgänglich gewesen sei. "Die Gesundheit hat absolute Priorität", sagte er. Nach dem Gottesdienst bestand für die Besucher die Möglichkeit, in dem herrlichen Pfarrgarten-Ambiente noch ein wenig zu verweilen, ehe der Kirmes-sonntag zu Ende ging. hvo

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