Während der Jahreshauptversammlung wurden Vorstandsmitglieder neu gewählt und Mitglieder der Villmarer Peter-Paul-Garde geehrt. foto: Robin klöppel
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Während der Jahreshauptversammlung wurden Vorstandsmitglieder neu gewählt und Mitglieder der Villmarer Peter-Paul-Garde geehrt. foto: Robin klöppel

Versammlung

Villmar: Die Peter-Paul-Garde spart für einen Unterstand

  • vonRobin Klöppel
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Verein erhöht seine Mitgliedsbeiträge - Ehrungen und Wahlen

Die Peter-Paul-Garde Villmar sucht eine neue Unterstellmöglichkeit für ihre Gerätschaften. Bisher sind die in einem maroden Schiffscontainer auf dem Gelände des Villmarer Gemeindebauhofs untergebracht. Dies berichtete Vorsitzender Rainer Philipp in der Jahreshauptversammlung im Vereinszelt auf dem Gelände des Tennis-Clubs.

Philipp lobte die intakte Villmarer Vereinsgemeinschaft. So hilft die Peter-Paul-Garde beispielsweise immer mit einer Abordnung bei der Kirmes und dem Oktoberfest der Feuerwehr, überlässt dem Blasorchester der Wehr auch für seine Aktivitäten gerne den Garderaum sowie den Ortsvereinen leihweise sein Equipment für Veranstaltungen. Dafür dankte Philipp im Gegenzug dem Tennis-Club, dass er während der Schließungszeit der König-Konrad-Halle den anderen Vereinen auf seinem Gelände ein Obdach gewähre - und auch der Wehr für das Verleihen der Stühle für die Versammlung. Der Erste Beigeordnete des Marktfleckens sagte, in Corona-Zeiten gehöre es dazu, auch mal auf etwas zu verzichten. Der Garde-Vorstand müsse da mit gutem Beispiel vorangehen.

Sehr gute Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes bezeichnete Rainer Philipp als sehr gut. Der Erste Vorsitzende sprach von einem guten Jahr 2019 und davon, dass sich der Verein weiter auf einem positiven Weg befinde. Das Herzstück des Vereins bleibe die Garde, die sich immer über neue Aktive freue. Ansonsten geht Philipp nicht davon aus, dass dieses Jahr in Villmar noch groß etwas stattfinden werde. "Der Weihnachtsmarkt wird zu 99 Prozent abgesagt, ebenso die Fastnachtsveranstaltungen", meinte Philipp.

Eine Weihnachtsmarktabsage wäre schade für die Garde, für die diese Veranstaltung die größte Einnahmequelle vor dem eigenen Peter-Paul-Fest ist, wie Kassierer Stefan Rosbach sagte. Philipp nannte ebenso das Schlachtfest der Garde eine immer noch für den Verein erfolgreiche Veranstaltung, auch wenn die Resonanz leicht rückläufig sei. Axel Paul meinte, was die Tradition betreffe, sei das Patronatsfest trotzdem die wichtigere Veranstaltung für die Garde als der Weihnachtsmarkt. Zumal bei einer anderen Witterung als beim letzten Mal sicher auch wieder mehr Gewinn erzielt werden könne. Philipp versicherte, das Gardefest im Nikolaus-Homm-Park mit Aufmarsch der Garde werde immer ein zentraler Punkt im Leben der Garde bleiben. Während der Corona-Zeit habe der Vorstand Zeit, sich über Aktivitäten für die Zeit danach Gedanken zu machen.

Alternative zum Weihnachtsmarkt

Paul brachte eine Alternativveranstaltung zum Weihnachtsmarkt, ein Event unter Beteiligung der Vereine mit weihnachtlichem Flair, ins Gespräch. Philipp sieht es eher skeptisch und glaubt nicht an "einen Weihnachtsmarkt, der kein Weihnachtsmarkt ist". Der Vorsitzende hofft, dass die Garde 2021 wieder etwas veranstalten kann. Da der Verein aber nicht davon ausgehen kann, dass dies der Fall ist und weiter so großzügige Spenden wie letztes Jahr 1000 Euro von der Max-Stillger-Stiftung fließen, empfahl der Vorstand eine Beitragserhöhung von fünf auf sieben Euro im Jahr, die ohne große Diskussionen einstimmig beschlossen wurde. Denn der Verein möchte für die neue Unterstellmöglichkeit für sein Equipment eine Rücklage von 5000 Euro bilden. Philipp erläuterte, bisher sei der Verein bei seiner Finanzierung sehr von Veranstaltungen und Spenden abhängig.

Geehrt wurden für 25-jährige Mitgliedschaft Thomas Kiepert, Volker Laux, Sandra Speier-Schmidt und Sascha Schmidt. Bei den Wahlen zum erweiterten Vorstand wurden Zweiter Kassierer Sebastian Werner, Zeugwart Winfried Meuser, Ralf Dill als Vertreter der Passiven sowie die Beisitzer Andreas und Bernd Scheu wiedergewählt. Neu im Vorstand als Beisitzer ist Fabian Fluck.

Geehrt wurden auch die Vereinsmeister des Schießens im Freiendiezer Schützenhaus mit insgesamt 16 Teilnehmern. Mit dem Gewehr Kaliber 22 aus 50 Meter Entfernung siegte René Kissel vor Sebastian Werner und Stefan Rosbach, mit der Pistole Kaliber 22 aus 25 Metern Oliver Konrad vor René Kissel und Matthias Laux. Bei den Frauen darf sich als einzige weibliche Teilnehmerin in beiden Wettbewerben Mandy Otto nun zweifache Vereinsmeisterin nennen. Im Gewehr Kaliber 98 aus 25 Metern gewann Matthias Laux vor Michele Ritter und Julius Behr. Robin Klöppel

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