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Villmar: SG Münster/Oberbrechen siegt beim Benefizturnier

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Von: Tobias Ketter

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Beim Schmetterschlag kommt es auf das richtige Timing und die Sprungkraft an.
Beim Schmetterschlag kommt es auf das richtige Timing und die Sprungkraft an. © Tobias Ketter

Volleyballer spielen für den guten Zweck - Summerfield Kids Foundation erhält 2000 Euro

Villmar -Spannende Duelle und spektakuläre Ballwechsel konnten die Zuschauer des Benefiz-Beachvolleyballturniers in Villmar am vergangenen Samstag bestaunen. Bereits zum vierten Mal hatten Conny Döring, Jugend- und Schulsozialarbeiterin der Gemeinde, und die Leichtathletikfreunde Mannschaften aus nah und fern zum Baggern und Pritschen für den guten Zweck eingeladen. Insgesamt kamen durch die Startgebühren der sieben teilnehmenden Teams, durch den Getränke- und Essensverkauf und durch Spenden von sechs regionalen Firmen 2000 Euro zusammen, die nun an die Summerfield Kids Foundation übergeben werden.

"Die Stiftung setzt sich für sozialschwache Kinder ein, und sie unterstützt derzeit auch Geflüchtete aus der Ukraine", sagte Döring. Man habe sich, wie schon in den vergangenen Jahren, dazu entschlossen, den Erlös einer Organisation zu spenden, die sich um die Belange der jüngste Generation kümmere.

Die Jugend- und Schulsozialarbeiterin freute sich sichtlich über den Verlauf der kurzweiligen Veranstaltung. "Alles hat reibungslos geklappt. Das Organisationsteam ist mittlerweile eingespielt. Allerdings hätten es ein paar Teams mehr sein können", berichtete sie. Döring freute besonders, dass viele Mannschaften bereits zum vierten Mal dabei waren. "Sie scheinen sich bei uns wohlzufühlen und sie kommen gerne Jahr für Jahr wieder", so die Organisatorin. Aber auch einige neue Gruppen gingen am vergangenen Wochenende an den Start. So spielte unter anderem ein Quartett aus der Ukraine mit.

"Obwohl einige Teams mit viel Ehrgeiz bei der Sache sind, gehen sie wirklich fair miteinander um", sagte Döring. Dies werde besonders dadurch deutlich, dass man für das Turnier keine offiziellen Schiedsrichter brauche. "Mannschaften, die gerade nicht auf dem Spielfeld stehen, übernehmen das Schiedsgericht", erklärte die Jugend- und Schulsozialarbeiterin. Sie möchte auch in 2023 das Benefizturnier veranstalten. Dann allerdings außerhalb der Ferienzeit. "Ich mache das Jahr für Jahr, weil es mir Freude bereitet, wenn andere Menschen Spaß haben", betonte Döring.

Zum dritten Mal den Titel gewonnen

Letztlich durften die Volleyballer der SG Münster/Oberbrechen den Siegerpokal in die Höhe stemmen. Sie verloren während des Turniers, das im Modus jeder gegen jeden ausgetragen wurde, kein einziges Duell. Das Team aus dem Goldenen Grund machte damit den Titel-Hattrick perfekt. Denn die Gruppe gewann bereits zwei der vergangenen drei Auflagen des Benefizturniers. Auf Platz zwei landet die Mannschaft "AFG United" aus der Gemeinde Aarbergen. Das Podium komplettierten "Die Wilden" aus der Verbandsgemeinde Aar-Einrich.

"Der Turniersieg war mein Ziel", sagte Jonas Koren vom Team "Die Wilden". Obwohl der 30-Jährige sich letztlich mit dem dritten Platz begnügen musste, genoss er den Tag auf der Anlage der Leichtathletikfreunde sichtlich. "Das Turnier ist toll organisiert. Hier in Villmar wird wirklich etwas geboten", sagte der Volleyballer, der seit zwölf Jahren regelmäßig an Wettkämpfen teilnimmt. Er betreibe den Sport, weil er dadurch "unter Leute kommt" und etwas für seine Gesundheit tue.

Walli Achahzai stand für die Mannschaft "AFG United" auf dem Beach-Feld. "Mir geht es hier hauptsächlich um den Spaß", so der Michelbacher, der seit sechs Jahren Volleyball spielt und zum zweiten Mal in Villmar dabei war. Er sei 2021 von befreundeten Teams auf das Turnier aufmerksam gemacht worden. "Meine Gruppe kommt seitdem wirklich gerne hierher, da die Atmosphäre fantastisch ist", berichtete der Zuspieler von "AFG United".

Für die 15-jährige Leonie Bein aus Linter war der Wettkampf in Villmar das erste Volleyball-Turnier überhaupt. Sie ging für die Zweite Mannschaft der SG Münster/Oberbrechen an den Start, die in der Endabrechnung auf Platz fünf landete. "Ich möchte den Tag genießen und möglichst auch das eine oder andere Spiel gewinnen", sagte Bein, die seit einem Jahr Volleyball spielt. Bis vor einiger Zeit habe sie sich kaum für Ballsportarten interessiert. "Ich habe aber dann gemerkt, dass mir Volleyball viel Spaß macht", sagte die 15-Jährige. Nervös sei sie vor ihrem ersten Einsatz für die SG Münster/Oberbrechen nicht gewesen. "Bei so einer tollen Stimmung mit Musik im Hintergrund kann ich meine Turnier-Premiere einfach nur genießen", schwärmte Leonie Bein, die von ihrer Familie am Spielfeldrand unterstützt wurde.

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