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Villmar: Vereine arbeiten Seite an Seite

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Von: Tobias Ketter

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Eine zielsichere Truppe: Sascha Gros (von links, stehend), Tobias Barthelmes, Gabriele Jallow, Steve Wlochowitz, Mark Köhler, Oliver Weidl von links, vorne), Marcel Heilhecker und Sebastian Neeb gehören zum DC Ghostbusters.
Eine zielsichere Truppe: Sascha Gros (von links, stehend), Tobias Barthelmes, Gabriele Jallow, Steve Wlochowitz, Mark Köhler, Oliver Weidl von links, vorne), Marcel Heilhecker und Sebastian Neeb gehören zum DC Ghostbusters. © privat

Dart-Club hilft bei der Sanierung des Schützenhauses - Sportart boomt im Villmarer Ortsteil

Weyer -Einmal die berühmte "180" werfen und mit drei Pfeilen 170 Punkte auf null stellen. Davon träumen viele Hobby-Dartspieler aus der Region. Die besonders in England sehr populäre Sportart wird auch in Deutschland immer beliebter. Inspiriert von Stars wie Michael van Gerwen und Peter Wright, die im Londoner Alexandra Palace regelmäßig um den Weltmeistertitel kämpfen, haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr Dart-Verein gegründet.

Auch in Weyer gibt es einen solchen Club. Die DC Ghostbusters treffen sich dort Woche für Woche, um gemeinsam die "Triple 20" auf der Dartscheibe ins Visier zu nehmen. Dass in dem Villmarer Ortsteil der Zusammenhalt der verschiedenen Vereine einen hohen Stellenwert hat, beweist auch der Dart-Club. Die Mitglieder haben nämlich gemeinsam mit dem Schützenverein das Schützenhaus renoviert, um dort trainieren zu können. "Wir haben zuvor in der Kneipe Zapfhahn gespielt. Im März ist dann leider der Wirt verstorben, so dass wir eine neue Spielstätte suchen mussten", sagt Teammitglied Tobias Barthelmes.

"Das Schützenhaus hat sich dafür angeboten, da die Schützen nicht an Ort und Stelle aktiv sind, sondern ihren Sport auf einer Anlage in der Gemeinde Weinbach ausüben", ergänzt Dartspieler Alexander Rettmann, der zugleich auch Vorsitzender des Schützenvereins ist.

Durch Spenden finanziert

Die Sanierungsarbeiten dauerten knapp zwei Monate. Dabei arbeiteten die beiden Vereine Hand in Hand. Während der unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden wurden die Toiletten, der Boden, die Decke und die Wände erneuert. Die Maßnahme sei laut den Verantwortlichen durch Spenden und durch den Schützenverein finanziert worden. "Das vor der Sanierung recht marode Gebäude gehört weiterhin dem Schützenverein. Wir dürfen es aber nun zum Training und für Ligaspiele nutzen", stellt Barthelmes klar. Auch Familienfeiern und weitere Veranstaltung können nun wieder in dem Haus am Ortsrand von Weyer durchgeführt werden.

Die DC Ghostbusters gibt es übrigens seit dem Jahr 2020. Barthelmes hat den Club ins Leben gerufen. "Ich habe schon immer gerne mit Kumpels Dart gespielt", sagt er. Während eines Hobbyturniers in Bad Camberg ist der Weyrer dann auf den Liga-Spielbetrieb aufmerksam geworden. Daraufhin entschloss er sich, den Club mit acht weiteren Freunden und Bekannten zu gründen. "Mittlerweile sind wir 14 Spieler. Zwei davon sind Frauen", so Barthelmes. Alle Mitglieder kämen aus Weyer. "Hier boomt der Dart-Sport wirklich", betont der Vorsitzende des Clubs.

Die DC Ghostbusters spielen seit der Wintersaison 2021 zusammen mit weiteren Teams aus dem Landkreis Limburg-Weilburg in der C-Klasse. Der Club denkt derzeit darüber nach, sogar eine zweite Mannschaft für den Spielbetrieb zu melden. Es gebe bereits Interesse von einigen potenziellen Mitgliedern, so dass dieses Vorhaben schon bald umgesetzt werden könnte. Die vergangene Saison beendeten die Ghostbusters auf Platz sechs. Um künftig noch besser abzuschneiden, wird momentan fleißig trainiert. Im Schützenhaus stehen dafür drei Dart-Automaten zur Verfügung. "An den Trainingseinheiten nehmen im Schnitt rund zehn Leute teil", sagt Barthelmes. Darüber hinaus organisiert der Club auch regelmäßig Hobby-Turniere.

Geselligkeit steht im Vordergrund

Und was ist eigentlich der Reiz des Dartspiels? "Natürlich steht bei uns die Geselligkeit im Vordergrund", sagen die Teammitglieder aus Weyer übereinstimmend. Aber auch die "schnellen Wandlungen der Ereignisse" während einer Partie sowie die "abwechslungsreichen Gegner" seien sehr spannende Herausforderungen. "Es wird nicht viel benötigt, um Dart zu spielen. Nahezu jeder kann den Sport ausüben. Man braucht nur einen Automaten, drei Pfeile und eine passende Location", sagt Barthelmes. All dies sei in Weyer vorhanden. "Wir können uns deshalb gut vorstellen, dass künftig auch Dartspieler aus den Nachbardörfern hier im Schützenhaus die Pfeile in Richtung Scheibe werfen. Kapazitäten sind jedenfalls noch frei", berichtet der Gründer des Clubs.

Wer Interesse an einer Mitgliedschaft bei den Ghostbusters hat, kann sich mit Barthelmes in Verbindung setzen. Weitere Infos gibt es auf Facebook in der Gruppe "DC Ghostbusters Weyer". Ein bestimmtes Spielniveau wird übrigens nicht verlangt, um dem Club beizutreten. Der Average, also der Punktedurchschnitt, der mit drei Pfeilen erzielt wird, liege in dem Team laut den Mitgliedern derzeit bei rund 50.

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