1. Startseite
  2. Region
  3. Limburg-Weilburg
  4. Villmar

Villmar: Wild wuchernde Hecken und wild geparkte Autos

Erstellt:

Von: Robin Klöppel

Kommentare

Indiskutabel finden die Sozialdemokraten den Zustand des Fußweges "Ottos Gässchen".
Indiskutabel finden die Sozialdemokraten den Zustand des Fußweges "Ottos Gässchen". © Klöppel, Robin

Rundgang der Sozialdemokraten führt zu den neuralgischen Punkten im Ort

Seelbach -Der Ortsverein Villmar der SPD hat sich bei einem Ortsrundgang in Seelbach die Mängel im Dorf angesehen. Als Seelbacher zeigte Gemeindevorstandsmitglied Thomas Zanger den Genossen die Schandflecke auf.

Vor allem Zanger und der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Andreas Städtgen, verteilten unterwegs viele Spitzen gegen Bürgermeister Matthias Rubröder (CDU), die Gemeindeverwaltung und den Bauhof. Das fing schon auf dem Parkplatz der Seelbachtalhalle als Treffpunkt an, wo laut Zanger "an diesem Tag ausnahmsweise mal keine Laster geparkt" waren. Als Zanger die Firma angesprochen habe, habe er zur Auskunft bekommen, dass die Gemeinde das Parken dort erlaube. "Und dann rufe ich unsren Bürgermeister an, und der weiß mal wieder von nichts", so Zanger.

Beim Gang von dort an den Grundstücken vorbei berichtete er, dass Anwohner schon mehrfach der Gemeinde Bescheid gegeben hätten, dass vom Seelbach aus Brombeerhecken auf die Privatgrundstücke wucherten. Doch erledigt sei trotz Versprechens des Bauhofleiters bis heute nichts. Auch der Spielplatz sei im Sommer teilweise zugewuchert gewesen. "Mit regelmäßigen Pflegeeinsätzen hat es unsere Gemeinde wohl nicht so", ätzte Zanger.

Etwas Positives hatte Thomas Zanger zwischendurch schon zu vermelden. Im Gegensatz zu Langhecke und Falkenbach, wo es sich für die Deutsche Glasfaser nicht lohne, werde in Seelbach wenigstens ein Glasfasernetz gelegt. Teilweise würden sogar schon Kabel verlegt. Auf dem Weg zur Straße "Im Wiesengrund" sagte Zanger, dass hier ein Hinweisschild fehle, dass der Weg im Winter nicht gestreut werde. Auch bei Nässe und Laubfall sei der Weg sehr klitschig und für Bürger nicht ungefährlich zu gehen.

Angekommen "Im Wiesengrund" ärgerte Zanger sich darüber, dass hier vom Grundstück eines leerstehenden Hauses Büsche und Äste auf die Straße wucherten. Auch hier unternehme die Gemeinde nichts. Positiv verkündete er dann, dass es kommendes Jahr im Rahmen der Eigenkontrollverordnung in der Taunusstraße neue Kanäle gebe. Allerdings sei er gespannt, wie das umgesetzt werde, da es in die Straße keine alternative Zufahrt gebe und die Leitungen natürlich mitten unter der Straße lägen.

Zu steile Treppe

Sauer ist Zanger auch, dass in der Bergstraße wild geparkt werde. Und in der Straße werde auch zu schnell gefahren, was eine Gefahrenstelle für die an der Bushaltestelle wartenden Kinder sei. Jedoch handele es sich bei der Bergstraße um eine Kreisstraße, so dass die Gemeinde nichts habe tun können, als dem Kreis das Problem weiterzugeben.

Thomas Zanger meinte, er wolle den Bürgermeister aber auch mal loben. Eine dort vom Bauhof zur Vereinfachung des Mähvorgangs abgebaute Sitzbank habe er auf seinen Hinweis hin wieder aufstellen lassen. "So nach einem halben Jahr", sagte der Beigeordnete grinsend.

Verärgert ist Zanger auch, dass "Im Wickengarten" ein einer Erbengemeinschaft gehörendes leerstehendes Haus steht, von dessen Grundstück auch alles wild auf die Straße und auf Nachbargrundstücke wachse. Hier erwartet Zanger, dass die Gemeinde den Eigentümern eine Frist setzt, ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Ansonsten solle die Gemeinde den Bewuchs auf Kosten der Eigentümer entfernen lassen.

Für unakzeptabel halten die Genossen auch den Fußweg "Ottos Gässchen", den die Bewohner des Dorfbereiches Richtung Aumenau gerne nutzen, um auf dem schnellsten Weg zur Seelbachtalhalle und zum Kindergarten zu kommen. Andreas Städgen meinte, wenn der Weg so bleibe, sei es wahrscheinlich besser, ihn zu sperren, bevor jemand stürze. Denn er sei eigentlich ohne eine Treppe zu steil für einen Fußweg und bei Nässe oder Schnee noch schmierig dazu. Auch der "Spargelweg" machte einen sehr ungepflegten Eindruck, den die Gemeinde aber laut Zanger nicht verkaufen könne, weil hier Versorgungsleitungen lägen.

Thomas Zanger möchte auf jeden Fall wieder einen Friedhofsgärtner für Seelbach haben, wie es ihn früher im Dorf gegeben habe und in anderen Ortsteilen noch als Mini-Job gebe. Denn die Bänke seien in einem schlechten Zustand und zugewachsen. Die SPD fordert, dort auch eine Urnenwand aufzustellen, die viele Bürger gerne hätten. Ebenfalls soll es die Möglichkeit geben, Verstorbene unter Bäumen begraben zu lassen.

Zanger machte sich auf dem Rückweg lustig über eine von der Gemeinde aufgestellte Hundebeutelbox mit mehrsprachiger Bedienungsanleitung. Unverständlich findet er auch, dass die Gemeinde es zulässt, das schon seit längerem ein Bürger unangemeldete Autos einfach im "Hoppengarten" im Straßenraum abgestellt habe. Eine Gefahrenstelle sieht die SPD an der Kreuzung Berg-/Bahnhofstraße, weil hier laut Zanger ein Vorfahrt-achten-Schild sehr schlecht zu sehen sei und teilweise Autos ohne abzubremsen in die Kreuzung führen.

Auch interessant

Kommentare