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Villmar: "Wir hatten sehr viele wunderbare Erlebnisse"

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Von: Tobias Ketter

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Nicole Ebel (Mitte) wird während des Pfingstgottesdienstes in Weyer geehrt.
Nicole Ebel (Mitte) wird während des Pfingstgottesdienstes in Weyer geehrt. © Ketter

Nicole Ebel feiert Jubiläum: Sie ist seit 25 Jahren Leiterin des Kirchenchors

Weyer -Nicole Ebel gehört zu den bekanntesten Personen in der Musikszene des Landkreises Limburg-Weilburg. Die 47-Jährige leitet insgesamt zehn Chöre in der Region. In dieser Woche durfte sie ein ganz besonders Jubiläum feiern. Denn vor genau 25 Jahren hat Ebel ihren ersten Chor übernommen. Dabei handelte es sich um den Kirchenchor von Weyer, den die Musikerin auch heute noch betreut. Ebel blickt auf ein sehr ereignisreiches Vierteljahrhundert mit den Sängerinnen aus der Gemeinde Villmar zurück.

"Mein ehemaliger Klavierlehrer und Mentor Peter Becker aus Wolfenhausen hat mich vor 25 Jahren empfohlen, als die Chorleiterstelle in Weyer frei wurde", erinnert sich Ebel, die damals hochschwanger war. Der Chor habe unmittelbar vor ihrer Einstellung kurz vor der Auflösung gestanden. "Die Gruppe bewegte sich dann aber wieder in die richtige Richtung. Eine neue Dynamik und viel Energie waren zu spüren", sagt die Musikerin. Diese positive Entwicklung habe sich in den darauffolgenden Jahren fortgesetzt. Es handele sich den Angaben von Ebel zufolge um eine tolle Gemeinschaft und die Arbeit bereite ihr stets viel Spaß.

Hauptsächlich treten die aktuell 15 Sängerinnen des reinen Frauenchores, die zwischen 14 und 76 Jahre alt sind, während Gottesdiensten und Beisetzungen auf. "Das Singen auf Beerdigungen schreckt potenzielle neue Mitglieder oftmals zunächst ab", so Ebel. Allerdings seien diese Auftritte wirklich wichtig und keineswegs eine reine Pflichtaufgabe. "Wir geben den Trauernden dabei Kraft. Das ist eine gute Sache", sagt die Leiterin. In Weyer singe der Chor mittlerweile bei nahezu jeder Beerdigung. Neben den Auftritten ist die Gruppe übrigens auch regelmäßig gemeinsam unterwegs. Ausflüge und interne Fastnachtsfeiern sorgen für gute Stimmung.

Für Nicole Ebel gab es in den vergangenen 25 Jahren keinen Auftritt, der besonders hervorzuheben ist. "Wir hatten sehr viele wunderbare Erlebnisse während unserer Darbietungen", erzählt sie. Jede Vorführung sei anderes und auf ihre Art und Weise etwas besonderes. Die Chorleiterin achtet darauf, dass während den Darbietungen Abwechslung geboten wird. "Wir üben nämlich immer wieder neue Stücke ein, die wir dann präsentieren."

Viele moderne Lieder einstudiert

Besonders gefreut hat sich Ebel über die Gründung des Chores namens "Chorifeen" im Jahr 2007, den sie selbst leitete. Es handelte sich dabei um eine Untergruppe des Kirchenchores von Weyer, die primär moderne Lieder einübte. "Aufgrund von Corona hat sich die Gruppe aber aufgelöst", berichtet die 47-Jährige. "Die ehemaligen Mitglieder singen nun im Kirchenchor, der mittlerweile auch viele moderne Songs einstudiert und vorführt."

Ebel wurde für ihre langjährige Arbeit während des Gottesdienstes am Pfingstsonntag geehrt. "Ich hatte das gar nicht auf dem Schirm und war wirklich überrascht", sagt sie. Die Musikerin habe sich sehr über die großartige Wertschätzung gefreut. Die Messe sei ein besonderes Erlebnis gewesen. Die Ehrung wurde von Angelika Wagner vom Vorstand des evangelischen Kirchenchores und von Rüdiger Litzinger, Vorsitzender des Kirchenvorstands, durchgeführt. Außerdem bekam die Leiterin von ihrem Chor dann auch noch eine Urkunde für 25-jährige aktive Mitarbeit im Verband der Evangelischen Chöre in Hessen und Nassau.

Ebel betonte während ihrer Dankesrede, dass sie sich darüber gefreut habe, dass es auch in den Pandemie-Jahren immer wieder Wege und Möglichkeiten gegeben habe, um mit dem Chor oder auch in kleinen Gruppen Gesang zu betreiben.

Die Feierlichkeiten wurden dann am vergangenen Dienstagabend fortgesetzt. "Während der Probe haben wir zusammen gegessen und angestoßen", sagt Ebel. Außerdem hatte der Kirchenchor noch eine Überraschung für die engagierte Musikerin vorbereitet. Die Frauen haben das Lied "Ich wollte nie erwachsen sein" von Peter Maffay, bekannt aus der Fernsehserie Tabaluga, passend auf ihre Leiterin umgedichtet. "Was warst du damals noch so jung. Zwei Kinder warteten zu Haus. Mit viel Elan und noch mehr Schwung, suchst du uns neue Lieder aus", heißt es in einer Strophe des Songs.

Ebel möchte auch in den kommenden Jahren den Kirchenchor leiten. "Ich arbeite stets sehr genau und bin ziemlich pingelig. Das nimmt die Gruppe gut an. Wir sind wirklich eine eingespielte Einheit", sagt sie. Qualitativ sei der Chor gut aufgestellt. Dennoch suche man intensiv nach neuen Sängerinnen. "Weitere Mitglieder würden uns gut tun. Also kommt vorbei, denn es macht wirklich jede Menge Spaß", appelliert Ebel.

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