Der Vorstand: (vorne, von links) Helene Löw, Iris Friedrich, Paul Arthen, Claudia Wilhelm, (mittlere Reihe) Ingrid Neis, Bernd Gruber, Martin Falk, Josef Trost, (hintere Reihe) Bernold Feuerstein, Raimund Friedrich, Michael Vogt.
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Der Vorstand: (vorne, von links) Helene Löw, Iris Friedrich, Paul Arthen, Claudia Wilhelm, (mittlere Reihe) Ingrid Neis, Bernd Gruber, Martin Falk, Josef Trost, (hintere Reihe) Bernold Feuerstein, Raimund Friedrich, Michael Vogt.

Jahreshauptversammlung der KAB

Villmar: "Wir müssen uns alle für Demokratie einsetzen"

KAB-Vorsitzender warnt vor rechten Kräften

Villmar -Paul Arthen, Vorsitzender der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Villmar, zeigte sich bei der Eröffnung der Jahreshauptversammlung erfreut und beeindruckt. Trotz Corona-Maskenpflicht und bestem Sonntagswetter waren fast 50 Mitglieder in den Pfarrsaal gekommen. Er eröffnete die Versammlung und berichtete nicht nur über die zahlreichen Veranstaltungen, wie Wanderungen, Pfarrfest und Grillfeiern, sondern informierte auch über die vereinspolitischen Aktivitäten. In deren Mittelpunkt standen ein Ladenöffnungsverbot am Sonntag, der von der KAB geforderte Mindestlohn und eine sozial gerechte Arbeitswelt.

Rentenberater Raimund Friedrich sagte, dass der geforderte Mindestlohn von 13,69 Euro bei einer Vollzeitbeschäftigung nach 45 Jahren eine Monatsrente von nur 1075 Euro garantiere. Dies zeige, wie wichtig die von der KAB geforderte Rentenreform sei, damit die Menschen weiterhin Sicherheit im Arbeitsleben und im Alter erfahren. Auch spricht sich die KAB gegen eine weitere Erhöhung des Rentenalters aus.

Paul Arthen führte weiter aus, dass "wir auch unsere Stimme erheben müssen gegen den rechten Rand", damit sich 1933 und was daraus folgte sich nicht wiederholt. "Wir haben aktuell ein Problem in unserer Demokratie, die wir mehr denn je schützen müssen", so Arthen weiter. "Wir haben hier in Deutschland Kräfte, die die errungenen Freiheiten und Rechte zurückdrehen wollen und Stimmung gegen die demokratischen Verhältnisse und Menschen machen. Wir müssen uns alle für die Demokratie, die Freiheit und die Veränderung von Mängeln in unserem Land einsetzen. Wir sind alle gefragt. Darum braucht es die KAB und ihre Mitglieder", so Arthen.

Mitgliederzahl ist stabil

Die Mitgliederentwicklung ist bei 142 Mitgliedern stabil und es wurden seit 2010 insgesamt 87 neue Mitglieder gewonnen. Der Bericht der Kassiererin ergab ein zartes Plus von 71,23 Euro. Aus dem Vorstand ausgeschieden sind nach 32 Jahren Norbert Erbach als Vertrauensmann und nach 17 Jahren Rudolf Schmidt als Zweiter Kassierer. Paul Arthen dankte beiden für ihre langjährige Unterstützung der Vereinsarbeit. Die Aufgaben des Vertrauensmanns und des Zweiten Kassierers übernahm Martin Falk. Ingrid Neis wurde als Beisitzerin gewählt.

Alle anderen bisherigen Vorstandsmitglieder wurden für zwei Jahre wiedergewählt. Iris Friedrich bleibt zweite Vorsitzende, genauso wie die zweite Schriftführerin Ulrike Urban. Als Beisitzer wurden Raimund Friedrich, Bernold Feuerstein und Josef Trost bestätigt. Als Delegierte für den Bezirkstag wurden Helene Löw, Claudia Wilhelm, Katja Laux, Martin Falk, Bernd Gruber gewählt sowie als Ersatzdelegierte Hans Handschuh, Ingrid Neis und Raimund Friedrich. Für die ausscheidende Kassenprüferin Helmut Hübinger wurde Bernd Hörle gewählt. Geehrt für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Heike Beichert, Aiga und Bernd Heun. Der Vorstand wird sie aufsuchen und die Urkunden überreichen.

Raimund Friedrich erzeugte mit seinem Ausblick auf die noch ausstehenden KAB-Fahrten 2021 Vorfreude, Neugier und Interesse. Die Mehrtagesfahrt nach Mecklenburg-Vorpommern, die für 2021 geplant war, wurde wegen Corona auf 2022 verschoben.

Am 8. August gibt es eine Sommerwanderung mit Kräuterführung in Bad Camberg. Wenn Corona es zulässt, wird im November die 75 Jahrfeier begangen und Anfang Januar gibt es wieder eine Familienfreizeit im Heinrich-Lübke-Haus in Günne/Ostwestfalen.

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