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Vorn rechts entsteht das Café und dahinter das achteckige Stellahaus. Bei den fünf Chalets beginnt bereits der Innenausbau.

Ferienanlage von Carlos Merz

Ferienanlage in Weyer wächst rasant - fünf Holzhäuser werden in Rekordzeit fertiggestellt

Selbst bei strömenden Regen waren Zimmerleute im Einsatz, um die Ferienanlage von Carlos Merz voran zu bringen. Erst im Februar wurde im Parlament der Bebauungsplan verabschiedet.

Villmar/Weyer - Der Zeitplan ist extrem straff: Bis Mitte Mai sollen die Ferienhäuser auf dem Grundstück von Carlos Merz bezugsfertig sein und das Café in Betrieb gehen.

Bei der Villmarer Parlamentssitzung Mitte Februar wurde der Bebauungsplan verabschiedet und bereits in der darauffolgenden Woche rückte auf dem Grundstück in Weyer schweres Gerät für die Erdarbeiten an. Inzwischen ist der Keller des Cafés fertig und wartet auf die Erdgeschoss-Decke. Bei den fünf Holzhütten beginnt der Innenausbau. „Wir hatten in den letzten vier Wochen bis zu 23 Mann gleichzeitig auf der Baustelle“, sagt Carlos Merz. Mit Hochachtung denkt er an die Zimmerleute von einem Betrieb aus Süddeutschland, die bei strömendem Regen die Holzhütten aufgebaut hatten.

Ehe Bauherr Merz sich für diese Art der Chalets entschieden hatte, seien etliche Monate ins Land gegangen, erzählt er. „Das jetzt ist wirklich die Mercedes-Lösung mit 20 Zentimeter starken Balken aus hochwertiger alpiner Fichte“, strahlt er. Auch bei der Innenausstattung achtet der 53-Jährige auf Qualität. Vom Bodenbelag über die technische Ausstattung bis hin zu Lampen und Bettwäsche hat er alles selbst ausgesucht. Die je 48 Quadratmeter großen Ferienhäuser sind für vier Personen ausgelegt, haben zwei Doppelzimmer, ein Duschbad und einen Gemeinschaftsraum mit Herdplatte und Sitzecke und sind mit WLAN ausgestattet.

Neben den Holzhütten entsteht auf dem Grundstück ein achteckiges Ferienhaus mit insgesamt vier Appartements in gleicher Ausstattung wie die Hütten. „Ich wollte etwas machen, das sich abhebt“, sagt Carlos Merz, der das Design seines „Stellahauses“ selbst entwickelt hat.

Das für 50 Personen eingerichtete Café soll neben dem Frühstücksangebot für Übernachtungsgäste zu einem Ort werden, wo sich die Bewohner von Weyer treffen und wohlfühlen. Die Backwaren kommen aus eigener Herstellung und wenn sich Bedarf abzeichnet, gibt es auch einen kleinen Mittagstisch. „Im Wissegiggel arbeiten vier ausgebildete Köche, da lassen sich Synergien mit dem Café nutzen“, erklärt Merz.

Eigene Wäscherei

Für den Pensionsbetrieb mit 40 Betten entsteht im Untergeschoss des Cafés eine eigene Wäscherei. Im danebenliegenden Fahrradkeller hält Merz E-Bikes und Mountainbikes zur Ausleihe für die Gäste bereit. Eine 1200 Quadratmeter große Minigolfanlage soll zudem Familien anlocken und in Verbindung mit dem Café auch für älteren Menschen zu einem attraktiven Ausflugsziel werden.

Wenn die Pensionshäuser und das Café stehen, könnte es nächstes Jahr auf der gegenüberliegenden Seite der Wiesenstraße weitergehen. Carlos Merz denkt an eine Senioren-Wohnanlage mit Physiotherapie und Schwimmbad. „Schwimmen ist meine Leidenschaft, da krieg’ ich den Kopf frei“, sagt der vielbeschäftigte Geschäftsmann.

Was sich allerdings letzten Endes von seinem Traum umsetzen lässt, hänge aber auch von den öffentlichen Subventionen ab, schränkt er ein. Die Idee für sein großes Bauprojekt sei Carlos Merz gekommen, als im Herbst 2017 das Grundstück Brühl-/Ecke Wiesenstraße zum Verkauf stand. Zusammen mit dem Erwerb hätte er prompt mit der Bauplanung begonnen.

„Seither musste ich zwar noch die eine oder andere Entscheidung anpassen, aber zum Glück redet mir ja keiner rein“, sagt er lachend. Es sei ein wunderbares Gefühl, jetzt zu sehen, wie das Ganze wächst und Gestalt annimmt.

VON KERSTIN KAMINSKY

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