Der Bereich um die alte und neue Bundesstraße 54 an der Abfahrt Heuchelheim wurde für Autos gesperrt, um Gassigeher fernzuhalten.
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Der Bereich um die alte und neue Bundesstraße 54 an der Abfahrt Heuchelheim wurde für Autos gesperrt, um Gassigeher fernzuhalten.

Rehkitz in Hangenmeilingen getötet

Kein "Hundetourismus" mehr

  • VonKlaus-Dieter Häring
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Wegen Unfall Areal gesperrt

"Ich musste das arme Tier von seinem Leiden erlösen." Noch am späten Nachmittag war das Entsetzen im Gesicht von Peter Heep abzulesen, der rund um Hangenmeilingen als Jäger für die Pflege und Hege des Wildes zuständig ist.

Zu seinen Aufgaben gehört aber auch - und das immer öfter - dass er zu Vorfällen mit Wild gerufen wird, die auf freilaufende Hunden zurückzuführen sind.

Das betrifft vor allem den Bereich um die alte und neue Bundesstraße 54, in der Nähe der Abfahrt Heuchelheim. "Dieser Bereich der alten B 54 wird von unzähligen Hundebesitzern genutzt, um ihre Vierbeiner Gassi gehen zu lasse. Und die kommen sogar von weit her", erzählt Peter Heep. Das ist aber ein Bereich, der von Wild, Rehen und Wildschweinen durch seinen dichten Bewuchs als Rückzugsort genutzt wird. Weit und breit gibt es dazu keine andere Möglichkeit mehr. Heep: "Irgendwo müssen die Tiere ja hin, um Schutz zu suchen." Und das führt immer wieder zu Zwischenfällen. Im vergangenen Jahr gab es zwei davon, als Hunde in die Hecke gelaufen sind und das Wild aufscheuchten. So auch in dieser Woche, als ein Hund ein Rehkitz aufstöberte und es in ein Auto lief. Dabei erlitt es an den Hinterbeinen so schwere Verletzungen, dass es von Peter Heep von seinem Leiden erlöst werden musste.

Noch am gleichen Tag sah er das Mutterreh mit dem einzigen noch lebenden Rehkitz, das auf der Suche nach ihrem Kitz war. Einer Beschwerde bei der Gemeinde wurde sofort nachgekommen. "Wir haben sofort diesen Bereich für den Autoverkehr gesperrt", war von Büroleiter Theo Krämer zu hören. Damit ist für die nächsten drei Wochen der "Hundetourismus" für diesen Bereich verhindert. kdh

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