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1. Mai 2018: Der Moment, der vieles veränderte. Robin Böcher wird von seinen Teamgefährten Chihiro Nogi (links) und Manuel Durek (rechts) humpelnd vom Platz geleitet.

Fußball-Hessenliga

Robin Böcher und der langwierige Weg zurück

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Was macht eigentlich Robin Böcher? Der etatmäßige Innenverteidiger des Fußball-Hessenligisten SV Rot-Weiß Hadamar kuriert eine schlimme Sprunggelenksverletzung aus.

Wenn die Fußball-Hessenliga-Mannschaft von Torsten Kierdorf heute Nachmittag um 15 Uhr beim SC Viktoria Griesheim um die dringend benötigten Punkte kämpft, wird einer erneut nicht mit dabeisein: Robin Böcher. Der 26-Jährige hatte sich am Maifeiertag im Kreispokal-Halbfinale beim TuS Dietkirchen eine Fußverletzung zugezogen, die zunächst zwar schlimm, aber nicht hoffnungslos, bei genauerer Untersuchung allerdings verheerend war.

„Anfangs sah es aus wie ein normaler Bänderriss im linken Sprunggelenk. Allerdings stellte sich dann heraus, dass neben dem Innen- und Außenband auch das Syndesmoseband gerissen war“, erzählt Robin Böcher. „Daher wurde ich vier Tage nach dem Spiel operiert. Die OP sollte eigentlich etwa eine Stunde dauern, am Ende waren es aber vier, weil der Arzt zudem auch noch einen großen Knorpelschaden am Sprunggelenk entdeckte.“ Diagnose: niederschmetternd. Vor allem in der derzeitigen Situation, in der seine Mannschaft tatsächlich jede Hilfe gut gebrauchen könnte. Auf Robin Böcher müssen die Herdering, Zey & Co. allerdings noch eine Weile verzichten.

Robin Böcher sagt, was jetzt passiert: „Die Bänder sind mittlerweile alle wieder heil, jedoch muss ich dem Knorpel viel Zeit geben, damit dort hoffentlich wieder etwas nachwächst. Daher kann ich der Mannschaft momentan leider nicht weiterhelfen und muss stattdessen ein ausgiebiges Reha-Programm absolvieren.“ Geplant sei momentan, dass er die ersten Versuche auf dem Fußballplatz frühestens im Februar nächsten Jahres unternehmen könne. „Dies ist aber vom weiteren Heilungsverlauf abhängig“, fügt der Ellarer hinzu.

Der Fuß schmerzt derzeit nicht mehr, er heilt; was Robin Böcher aber wehtut, ist, von draußen zusehen zu müssen, wie sich seine Mannschaft in die Saison quält. „Da ich natürlich trotz meiner Verletzung die Spiele meiner Mannschaft verfolge und mitfiebere, fällt es mir schwer, zu sehen, wie der Saisonstart verlaufen ist“, macht er aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Es war klar, dass es zu Beginn nicht einfach werden wird, weil wir einige verletzte Spieler zu ersetzen hatten und gegen sehr guten Mannschaften spielen mussten. Wenn man die Tabelle betrachtet, haben wir in den ersten vier Partien gegen die Mannschaften gespielt, die nun im Tableau ganz oben stehen. Die letzten Spiele gegen Gegner auf Augenhöhe waren deutlich besser.“ Darauf müsse man aufbauen, rät Robin Böcher, „dann kommen wir auch schnell wieder aus dem Tabellenkeller heraus“.

Besonders die Anzahl der Gegentore beschäftige ihn als Abwehrspieler sehr, „weshalb man umso mehr der Mannschaft helfen möchte. Wir haben jetzt schon so viele Gegentore bekommen, wie letztes Jahr in der kompletten Hinrunde“.

Es hilft aber alles nichts: Robin Böcher muss sich noch ein wenig gedulden, bis er wieder kompromisslos wie in früheren Zeiten in die Zweikämpfe wird gehen können. Wenn alles gut läuft, könnte er nach der Winterpause erste „Gehversuche“ machen und schon bald wieder seinem SV Rot-Weiß hilfreich zur Seite stehen.

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