Dieses Grundstück neben dem Bauhof gehört nach einer Machbarkeitsstudie zu drei Alternativen für einen neuen Feuerwehrstandort der beiden Feuerwehren Fussingen und Hausen.
+
Dieses Grundstück neben dem Bauhof gehört nach einer Machbarkeitsstudie zu drei Alternativen für einen neuen Feuerwehrstandort der beiden Feuerwehren Fussingen und Hausen.

Die Zukunft der Feuerwehren

Waldbrunn: Feuerwehren verzichten auf 75 000 Euro - vorerst

  • vonKlaus-Dieter Häring
    schließen

Zusammenlegung muss erst diskutiert und dann geplant werden

Waldbrunn -Die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Waldbrunn verzichten vorerst auf 75 000 Euro, die für Pläne zur Zusammenlegung der Feuerwehren Hausen und Fussingen und einem damit verbundenen Neubau in den Haushalt 2021 eingestellt worden waren. Das sickerte jetzt aus einer digital abgehaltenen Ausschusssitzung der Wehrführer durch - und sorgte zunächst für Erstaunen.

Waldbrunns Gemeindebrandinspektor Markus Daum erklärte die Zusammenhänge gegenüber dieser Zeitung: Der Betrag von 75 000 Euro wurden bei der letzten Gemeindevertretersitzung in Lahr in den Haushalt 2021 aufgenommen. Schon dieser Tagesordnungspunkt hatte für Diskussion zwischen den Fraktionen gesorgt. So wollte die Bürgerliste Waldbrunn (BLW) die Streichung von 25 000 Euro für Planung einer Zusammenlegung der Feuerwehren Hausen und Fussingen erreichen. Nach den Worten von deren Fraktionssprecher Marc Eisenkopf wolle man das Jahr 2021 für Gespräche und Sondierungen nutzen, um einen gemeinsamen Weg zu finden. Erst danach sollten konkrete Pläne entwickelt werden.

Die CDU wollte dagegen den Betrag von 25 000 Euro auf 75 000 Euro erhöhen, um die Planungen voranzutreiben. Mit diesem Antrag setzten sich die Christdemokraten denn auch durch, und der Betrag von 75 000 Euro wurde in den Haushaltsplan 2021 der Gemeinde aufgenommen. Dass es nun dennoch anders gekommen ist, muss letztlich der Corona-Pandemie zugeschrieben werden. Deshalb nämlich sei man bei der Zusammenlegung der Feuerwehren Hausen und Fussingen nicht weitergekommen, obwohl das Thema schon vor zwei Jahren angesagt war und in internen Planungen zwischen Wehrführung und Mannschaft skizziert wurde.

Um Details auszuarbeiten, habe aber während der Pandemie keine Möglichkeit bestanden, so Daum weiter. Die Diskussionen seien ins Stocken geraten. Und telefonisch wollte man nicht planen, zumal allein über den Standort großer Gesprächsbedarf bestehe. So seien nach einer Machbarkeitsstudie zwar drei Standorte angeregt, aber erst spät an die Wehren weitergeleitet worden. Sie seien "noch nicht mit der Mannschaft besprochen" worden, erläuterte der Gemeindebrandinspektor. Deshalb wolle man jetzt "kein Geld zum Fenster rauswerfen" und planen, ohne vorher ausführlich über das Vorhaben diskutiert zu haben. Und deshalb habe man vorerst auf den Betrag verzichtet. Einer der möglichen Standorte für einen Feuerwehrhaus-Neubau liegt den Planungen zufolge direkt neben dem Bauhof von Waldbrunn und je einer links und rechts neben der Landstraße zwischen Ortsausgang und dem Sportplatz von Hausen in Richtung Fussingen.

Der Hintergrund einer Zusammenführung beider Wehren ist zum einen die personelle Situation beider Wehren. Zum anderen aber auch bauliche Situation, denn die Fahrzeuge werden immer größer, und in Hausen etwa gebe es keine Erweiterungsmöglichkeit. "Wir müssen daher zukunftsfähig denken", sagt Markus Daum.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare