Geschwindigkeitsmessungen

Waldbrunn kündigt seinem Blitzer

Dreimal wird im kommenden Jahr auf Waldbrunns Straßen geblitzt. Dann ist Schluss, denn die Gemeinde hat den Vertrag mit dem Anbieter der Blitzeranlage gekündigt.

Die Gemeinde Waldbrunn hatte einen Vertrag mit einer Firma, bei der sie sich eine mobile Blitzeranlage auslieh, um Geschwindigkeitsmessungen in der Gemeinde zu machen. Diesen Vertrag hat die Gemeinde jetzt gekündigt.

In dem Vertrag war festgehalten, dass die Waldbrunn pro Jahr zehn Messungen mit der mobilen Anlage vornehmen muss. Die Messungen dürfen nicht von externen Mitarbeitern durchgeführt werden, sondern müssen von Mitarbeitern des Ordnungsamtes getätigt werden. Durch die Einstellung eines neuen Mitarbeiters, welcher eigens eine Schulung machen musste, wurden die letzten drei Messungen für dieses Jahr auf 2019 verschoben. Da die Verwaltung der Meinung ist, dass sie die zehn vertraglich vereinbarten Termine plus die drei Nachholtermine im nächsten Jahr nicht schafft und die Firma keiner Reduzierung der vereinbarten Messtermine zustimmte, wurde der Vertrag gekündigt. Damit hat Waldbrunn im kommenden Jahr keine Möglichkeit, Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen.

Marc Eisenkopf, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste, kritisierte, dass der Wunsch nach festen Blitzern damals abgelehnt worden war, weil die Verwaltung über die Möglichkeit der mobilen Anlage verfügte. SPD-Vorsitzender Peter Krahl wies darauf hin, dass in Waldbrunn geblitzt werden müsse, da es einige Brennpunkte im Ort gebe. Torsten Heep (CDU) stellte die Frage in den Raum, ob die Gemeinde eventuell doch über feste Blitzanlagen nachdenken sollte. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Erler möchte dagegen Zahlen vorgelegt bekommen und auf diese Weise Schwerpunkte herausfiltern. Erst dann könnten Diskussionen über feste Blitzanlagen geführt werden.

Tatsächlich werden Überlegungen über Blitzeranlagen in Waldbrunn bereits seit Jahren angestellt. So hatten sich die Gemeindevertreter etwa vor knapp drei Jahren darauf verständigt, keine stationären Systeme zur Geschwindigkeitskontrolle aufzustellen, weil man sich die Option bewahren wollte, in allen Ortsteilen blitzen zu können. Der Ortsteil Hintermeilingen wurde bereits selbst aktiv und kaufte ein Geschwindigkeits-Informationssystem. Es zeigt den Autofahrern das Tempo an, mit dem sie unterwegs sind. „Das wirkt“, sagt Ortsvorsteher Helmut Knapp.

Die Waldbrunner Verwaltung teilte mit, dass sie sich mit dem Thema befasse und nach einer Lösung suche.

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