Beim Ropingkurs wurde geübt, ein Rind mit einem Lasso zu fangen.
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Beim Ropingkurs wurde geübt, ein Rind mit einem Lasso zu fangen.

Gesundheitsamt gibt Entwarnung

Waldbrunn: Reiten wie im Wilden Westen auch in Corona-Zeiten erlaubt

  • vonKlaus-Dieter Häring
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Vor den "Vaquero Classics" gab es Bedenken wegen der Größe der Veranstaltung in Ellar.

Waldbrunn -Die siebte Auflage der "Vaquero Classics", ein europaweit beliebtes Treffen von Pferdefreunden auf dem weitläufigen Gelände des "Weilborner Hofs", sorgte im Vorfeld in Teilen der Ellarer Bevölkerung für Unmut. Zu hören war: "Wie kann solch eine Großveranstaltung in Coronazeiten genehmigt werden".

Ein Anruf beim Gesundheitsamt hätte bei diesen Personen für Aufklärung gesorgt. So war vom Pressesprecher des Landkreises Limburg-Weilburg Jan Kieserg zu erfahren, dass Reitveranstaltungen, insbesondere zur Abnahme von Reitprüfungen, die relevant sind, um den Wert der Pferde zu ermitteln und/oder zu steigern, bereits seit einigen Wochen wieder stattfinden. Hierzu gibt es sehr strenge Hygienekonzepte, die dem Gesundheitsamt jeweils vorgelegt wurden.

Die Corona-Kontakt-Betriebs- und Beschränkungsverordnung nimmt Teilnehmer der Veranstaltung ausdrücklich von der Personenzahl aus. Daher überstiegen die Veranstaltungen nach Informationen der Pressestelle zu keiner Zeit die Zahl von 250, die eine Genehmigung durch das Gesundheitsamt erforderlich machen würde.

Und bei einem Gespräch wird deutlich, dass die Auflagen des Gesundheitsamtes mehr als erfüllt wurden. "Wir haben mehr Gelände als gefordert wurde", war von Nina Jensen zu hören, die gemeinsam mit Alex Zell diese Veranstaltung für Pferdefreunde anbietet. Da sich die Teilnehmer für die Veranstaltung anmelden mussten, wurden auch die Vorgaben für die Teilnehmerzahl erfüllt.

Lasso fangen

Bei einem Blick über das weitläufige Gelände wird deutlich, dass sich der allergrößte Teil der Teilnehmer und Besucher an die strengen Auflagen gehalten hat. So wurde der Mundschutz selbst auf dem Gelände und im Freien, auf den Wegen, an den Gattern, an den Turnierplätzen und auf dem Marktgelände aufgesetzt.

"Wir bieten unter anderem verschiedene Reitkurse mit verschiedenen Trainern an", berichtete Nina Jensen über das Programm für die drei Tage. Dazu gehörten Reitkurse im Stil des altkalifornischen Westernreitens "mit klassischen Dressurelementen". Außerdem gab es Ropingkurse in Theorie und Praxis.

Dabei wurde in der Praxis geübt, wie das Lasso richtig gehandhabt wird, um vom Pferderücken aus ein Rind zu fangen. Alles das war für ambitionierte Freizeitreiter gedacht, es war aber kein Turnier.

Neben den Reitkursen gab es dann noch vieles rund um das Thema Pferd erfahren. Dafür waren Experten vor Ort, die zu den Themen wie "der klassische Sattel" oder "Hufe" referierten.

Auch die Unterhaltung kam nicht zu kurz. So wurde ein Markt auf dem Gelände aufgebaut, der alles das anbot, was das Herz eines jeden Reiters höherschlagen lässt.

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