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Der Klinik-Neubau in Weilburg kommt

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Von: Bernd Lormann

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Das Weilburger Kreiskrankenhaus soll neugebaut werden. Dafür stimmte jetzt der Haupt- und Finanzausschuss. Eine Zustimmung im Kreistag Limburg-Weilburg a, Freitag gilt als sicher.
Das Weilburger Kreiskrankenhaus soll neugebaut werden. Dafür stimmte jetzt der Haupt- und Finanzausschuss. Eine Zustimmung im Kreistag Limburg-Weilburg a, Freitag gilt als sicher. © Privat

Haupt- und Finanzausschuss des Kreistags beschließt Pläne einstimmig

Weilburg -Für die öffentliche Sitzung des Kreistages Limburg-Weilburg am Freitag, 6. Mai, ab 9 Uhr in der Sporthalle in Merenberg zeichnet sich eine breite Mehrheit zum geplanten gemeinsamen Neubau des Kreiskrankenhauses Weilburg mit der Vitos Weil-Lahn gGmbH ab. Der Haupt- und Finanzausschuss des Kreistages hat in seiner Sitzung am Montagabend unter dem Vorsitz von Dr. Frank Schmidt (SPD) einstimmig bei einer Enthaltung (FDP) dem geplanten Bauvorhaben zugestimmt.

In der nur knapp halbstündigen Sitzung stellte Landrat Michael Köberle (CDU) noch einmal das schon im Kreisausschuss und in den Fraktionen erläuterte Projekt vor. Die Investitionssumme allein für den Gebäudeteil des Kreiskrankenhauses Weilburg wird auf rund 110 Millionen Euro geschätzt. In Weilburg angesiedelt werden sollen die noch in Weilmünster befindlichen Vitos-Einrichtungen mit den Bereichen Neurologie, Gerontopsychiatrie und Psychosomatische Medizin.

Bettenkapazität soll

beibehalten werden

Neben dem Grundsatzbeschluss zum Neubau des Kreiskrankenhauses soll der Kreistag den Kreisausschuss auch beauftragen, schnellstmöglich eine Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Kreiskrankenhaus Weilburg gGmbH und dem Landkreis Limburg-Weilburg vorzulegen. Dazu gehöre auch die Vorlage zur Baufinanzierung sowie das Raum- und Funktionsprogramm. Angestrebt wird eine Bezuschussung durch den Krankenhaus-Strukturfonds in Höhe von mindestens 35 Prozent. Für das Kreiskrankenhaus soll eine Beibehaltung der aktuellen Bettenkapazität festgeschrieben werden.

Eine Sanierung des bestehenden rund 50 Jahre alten Klinikgebäudes in Weilburg sei nicht wirtschaftlich, heißt es in der Vorlage, die der Kreisausschuss abgesegnet hat. Für Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen müssten in den nächsten 20 bis 25 Jahren rund 50 Millionen Euro investiert werden. Die Variante des Sanierung wurde in einem Kosten- und Nutzenvergleich neben die eines Neubaus gestellt. Dieser liegt dabei in allen Aspekten vorne.

Durch den beabsichtigten gemeinsamen verzahnten Neubau mit der Vitos Weil-Lahn würden alle Maßnahmen zur Modernisierung erreicht und gleichzeitig die Attraktivität des Gesundheitsstandortes Weilburg deutlich erhöht. Zudem wird aus Synergieeffekten eine jährliche Einsparung von 800 000 Euro erwartet. Außerdem erwartet der Kreis für den Neubau Zuschüsse, die bei einer Sanierung nicht zu erwarten wären.

Nach dem ohne Gegenstimmen im Haupt- und Finanzausschuss gefassten Beschluss ist am Freitag auch im Kreistag mit einer breiten Mehrheit für das 110-Millionen-Projekt zu rechnen. Schon vor Wochen hatten die Fraktionen von CDU und SPD dem von Landrat Michael Köberle (CDU) und dem Ersten Kreisbeigeordneten Jörg Sauer (SPD) vorgelegten Plan für den Krankenhaus-Neubau in Weilburg ihre Zustimmung erteilt. Zuvor hatten sich Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung des Kreiskrankenhauses einstimmig für einen Neubau in Weilburg in Zusammenhang mit der Vitos-Klinik aus Weilmünster ausgesprochen.

Bernd Lormann

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