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Einfach mal abtauchen. . . Der Sprung ins kühle Nass war in diesem Rekordsommer besonders begehrt.

Freibäder

Gute Saison für Schwimmer und Nichtschwimmer – nur nicht in Wolfenhausen

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Jetzt ist Schluss mit dem Freibaden. Die letzten Badetücher werden eingerollt, Sonnenmilch und Schwimmflossen in der Tasche verstaut. Ehe aber die Bäder im Kreis demnächst winterfest gemacht werden, muss eine Freibad-Bilanz gezogen werden.

Wie viele Seepferdchen-Abzeichen in diesem Sommer erschwommen wurden, ist nicht bekannt. Fest steht allerdings: „Für die Badegäste und auch den Betreiber war es ein grandioser Freibadsommer“, sagt Horst Kaiser (CDU), Bürgermeister aus Elz. Mehr als 78 300 Gäste haben bis Anfang September das Schwimmbad der Gemeinde besucht. Das sind knapp doppelt so viel wie im Vorjahr und immerhin rund 30 000 mehr als 2016.

Zwar sei das Bad mit seinen 50-Meter-Bahnen, dem Sprungbereich und einem Kleinkinderbassin „natürlich immer noch weit davon entfernt, einen wirtschaftlichen Betrieb darstellen zu können“, sagt Kaiser. Aber „die Saison ist für uns gut gelaufen“.

Das bestätigt auch eine Sprecherin vom Gravelius-Bäderservice, der das Freibad im Dornburger Ortsteil Frickhofen betreibt. 38 700 Schwimmer und Nichtschwimmer tummelten sich im zurückliegenden Sommer im Bad. 2017 waren es 27 000. Zwischenfälle gab es nicht, sagt die Sprecherin. Man habe mit Schildern am Beckenrand darauf hingewiesen, dass in unmittelbarer Poolnähe keine Handys benutzt werden dürfen. Das hat gewirkt. Zu Auseinandersetzungen ist es nicht gekommen.

Ähnlich zufrieden ist Hadamars Bürgermeister Michael Ruoff (CDU). Ein „Bombenjahr“ sei 2018 gewesen mit knapp 41 000 Freibad-Besuchern gegenüber 19 000 im Vorjahr. Betrüblich sei allein der Zwischenfall vor einigen Wochen gewesen, als nächtliche Einbrecher das Sonnensegel auf dem Gelände stahlen.

Einen Fall von Vandalismus meldet auch Andreas Gotthardt, Leiter der Finanzverwaltung in Weilmünster und damit zuständig für die Freibäder in Weilmünster und Wolfenhausen. Zudem musste die Gemeinde in diesem Sommer drei sogenannte Starkregenereignisse hinnehmen. Insbesondere das Unwetter am 5. Juli war so stark, dass die Technik beschädigt und das Bad für den Rest der Saison geschlossen werden musste. 5 800 Besucher waren bis dahin baden gegangen. In Weilmünster verlief der Freibadsommer etwas glimpflicher. Hier prasselte erst beim dritten Starkregen so viel Wasser herab und verwüstete das Bad, dass es 14 Tage geschlossen bleiben musste. Insgesamt zählte die Verwaltung in Weilmünster 16 800 Badegäste, deutlich mehr als 2017.

„Alles ok“, berichtet Hans-Peter Daunenhauer, Leiter vom Hauptamt der Gemeinde Hünfelden. Während in Kirberg rund 29 000 Gäste (2017: 23 000) ins Wasser sprangen, waren es in dem Daunenhauer zufolge „familiäreren“ Bad in Dauborn immerhin 9 600, 1 200 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Einen gewaltigen Anstieg der Gästezahl meldet Sabine Görz von der Gemeindeverwaltung Selters. Von 25 400 Besuchern im Jahr 2017 schnellte die Zahl in diesem Jahr auf 49 300 hoch. Erstmals wurde in diesem Jahr eine Schwimmbadabdeckung angebracht, mit der das Wasser konstant 25 Grad warm gehalten werden konnte, berichtet Michael Urbanke vom Hauptamt. Man habe eine sehr gute Freibadsaison erlebt, weshalb die Gemeinde kurzfristig entschied, das Schwimmbad drei Tage länger als geplant geöffnet zu lassen. Längere Öffnungszeiten beschloss auch die Verwaltung in Bad Camberg, in deren Freibad bis gestern geschwommen und geplanscht werden konnte. 36 900 Gäste zählte die Kurstadt.

Den Rekord bei Besucherzahlen verbucht indes die Kreisstadt. Wie bereits berichtet, vergnügten sich knapp 86 000 Menschen in diesem Sommer im Parkbad. Spitzentag war Dienstag, 31. Juli, mit 2 247 Gästen.

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