Musikpavillon

Gymnasium ist stolz auf seine „Lahn-Philharmonie“

Musik hat am Gymnasium Philippinum einen hohen Stellenwert. Dies wurde auch während der Feierstunde zur Eröffnung des hochmodernen Musikpavillons deutlich.

Mit der Schließung der Stadthalle in Weilburg war dem Gymnasium ein wichtiger Aufführungsort weggebrochen. Zuletzt saßen die Musikklassen noch im Obergeschoss des Spielmannbaus, während das Erdgeschoss bereits für die Bedürfnisse der Christian-Spielmann-Schule, die in der zweiten Jahreshälfte einziehen soll, umgebaut wurde.

Landrat Manfred Michel (CDU) hat nun den neuen Musikpavillon am Gymnasium Philippinum offiziell eröffnet. In seiner Ansprache hob er die mit 367 Euro pro Kubikmeter bei einem Gesamtvolumen von 3275 Kubikmetern preisgünstige Bauweise hervor. In dem einstöckigen Neubau, der in der Verlängerung der Mensa errichtet wurde, stehen dem Fachbereich drei Musikräume zur Verfügung. Zwei davon können zu einem Veranstaltungsraum mit integrierter Bühne zusammengelegt werden. Bis zu 200 Besucher finden dort Platz. Außerdem befinden sich in dem 25 mal 25 Meter großen Gebäude ein Bühnennebenraum, ein Stuhl- sowie ein Instrumentenlager, ein Technikraum und ein Foyer.

Dass die Akustik des Neubaus gut ist, davon konnten sich die Gäste bei der Einweihung selbst überzeugen. Neben dem Philippinum-Orchester traten die „Philippinum Voices“, der Schulchor und eine Theatergruppe des Gymnasiums auf. Angesichtes dieser Klänge sprach der Landrat sogar von einer „Lahn-Philharmonie“.

Mit der Einweihung der Mensa und des naturwissenschaftlichen Traktes im Jahr 2012 seien alle davon ausgegangen, dass die Arbeiten am Gymnasium abgeschlossen sind, sagte Schulleiter Stefan Ketter. Der Kreistag Limburg-Weilburg aber beschloss im Jahr 2015, die Christian-Spielmann-Schule in den Spielmannbau zu legen. Das 40 Jahre alte Gebäude wurde bisher vom Gymnasium für Musik- und Kunstunterricht genutzt. Während der Kunstunterricht mittlerweile im Hauptgebäude integriert wurde, gebe es beim Fachbereich Musik besondere Anforderungen, sagte Ketter.

1,45 Millionen Euro kostete der Bau insgesamt, 245 000 Euro fielen für den Austausch des Bodens und die Verlegung einer Gasleitung an. Seit 1990 hat es am Philippinum laut Schulleitung mehr als 100 musikalische Produktionen gegeben, an denen etwa 10 000 Schüler beteiligt waren. Mit dem neuen Bühnenraum wollen die Lehrer das Potenzial der Schüler noch besser ausschöpfen. Die ersten Aufführungen auf der neuen Bühne werden Carl Maria von Webers Oper „Freischütz“ in zwei Wochen sowie zum Schuljahresende „Aladdin“ sein.

(red)

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