Bürgermeister Hans-Peter Schick

Orden zum Abschied

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24 Jahre war Hans-Peter Schick Bürgermeister von Weilburg. Gestern wurde er feierlich aus dem Amt verabschiedet. Nicht ohne eine besondere Würdigung: An seinem letzten Amtstag erhielt der Verwaltungschef den Hessischen Verdienstorden am Bande.

Überraschung während der Abschiedsfeier des Weilburger Bürgermeisters Hans-Peter Schick: Der Hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) würdigte Schicks „unermüdliches Wirken zum Wohle seiner Heimatregion“ mit der Verleihung des Hessischen Verdienstordens am Bande.

Hans-Peter Schick, so Beuth in seiner Laudatio, habe als parteiloser Bürgermeister die Kommunalpolitik in der Stadt Weilburg sowie im Landkreis über Jahre entscheidend mitgeprägt. Fast ein Vierteljahrhundert habe er dieses Amt bekleidet und sich diese Auszeichnung mit seinem unermüdlichen Wirken zum Wohle seiner Heimatregion und deren Bürger verdient. Seit mehr als vier Jahrzehnten sei Hans-Peter Schick auch ehrenamtlich aktiv und habe sich in vielen Ämtern verdient gemacht. Das sei beispielhaft und verdiene allergrößten Respekt, so Beuth.

Schick war einer der dienstältesten Bürgermeister in Hessen und einer der ersten Kandidaten, die per Direktwahl in dieses Amt gekommen sind. Er wurde dreimal wiedergewählt. Großen Wert hat er auf den Ausbau der städtischen, sozialen und sportlichen Infrastruktur gelegt. Das Kita-Angebot wurde während seiner Amtszeit deutlich erweitert; wichtige Gebäude wurden saniert. Schick baute vier Städtepartnerschaften mit Kezmarok/Slowakei, Colmar-Berg/Luxemburg, Kizilcahamam/Türkei und Quattro Castella/ltalien auf.

In der vom Orchester des Gymnasiums Philippinum und dem Weilburger Entertainer Pit Grün musikalisch umrahmten Feier gaben zahlreiche Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Persönlichkeiten aus Luxemburg und den Partnerstädten Zevenaar/Niederlande und Colmar-Berg dem scheidenden Stadtoberhaupt die Ehre. Stadtverordnetenvorsteher Bruno Götz (SPD) wie auch der Geschäftsführende Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebundes Karl-Christian Schelzke und Dieter Boger als Schicks langjähriger Freund und Wegbegleiter würdigten in ihren Ansprachen die Verdienste des scheidenden Bürgermeisters um die Stadt und Region Weilburg. Sie blendeten bis in die Zeit zurück, in der Schick Referent für Öffentlichkeit beim Caritasverband für die Diözese Limburg und Pressesprecher der Caritasverbände in Hessen war. In diesen Funktionen habe er an einem Stand auf dem Weilburger Weihnachtsmarkt Briefmarken für die Caritas verkauft und Werbung für die Fußballjugend gemacht.

Seine Aufgabe, das barocke Kleinod Weilburg mit seinen elf Stadtteilen kontinuierlich weiterzuentwickeln, habe er auf die Pfeiler „Altes Bewahren und Neues Schaffen“ gesetzt, lobten die Redner. Die umfangreiche Bilanz seiner 24-jährigen Zeit als Bürgermeister und viele andere Nachweise seiner Tätigkeit seien ein Beweis dafür, dass Hans Peter Schick für diese Stadt und ihre Menschen Hervorragendes geleistet habe.

Mit seinen häufig unorthodoxen Planungsansätzen, seiner Zähigkeit und Überzeugungskraft habe er sich Respekt und Anerkennung verschafft bis hin zu den höchsten Entscheidungsträgern im Kreis, in Gießen, in Wiesbaden und überall dort, wo Entscheidungen getroffen werden.

Schick selbst zeigte sich von so viel Lob bewegt: Diese Veranstaltung sei ein Abschied vom Amt, aber kein Abschied von Hans Peter Schick. Er werde ein engagierter Weilburger Bürger bleiben, versprach der 63-Jährige in seiner Dankesrede. Sein Engagement für Tiergarten, Krankenhaus, Heimatgeschichte und weitere Institutionen werde er ausbauen und neue Aufgaben übernehmen. Er bleibe der

„Stadt der 1000 Träume“

, die 60 Kinder der Weilburger Kita mit ihren Erzieherinnen und Betreuerinnen besangen, verbunden. Auch die Vertreter des Kinder- und Jugendparlaments dankten Hans-Peter Schick für dessen Initiative und Unterstützung ihrer Institution.

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