Trotz Minus

Veranstaltung Pop am Fluss ist nicht gestorben

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Die Stadt Weilburg und der Veranstalter hätten sich bei Pop am Fluss vor einer Woche „ein paar Tausend Zuschauer mehr“ gewünscht. Dennoch ist die Veranstaltungsreihe nicht gestorben, wie Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch erklärte.

Trotz unbefriedigender Zuschauerzahlen – Pop am Fluss wird es auch 2019 geben. Dies erklärte Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch (CDU) auf Anfrage dieser Zeitung. Der Termin stehe sogar schon fest: am 6. und 7. September. Derzeit werde das Programm geplant, das im Dezember vorgestellt werden soll. Weiter stellte der Verwaltungschef klar: Die angefallenen finanziellen Verluste aus Pop am Fluss gehen nicht zulasten der Stadt Weilburg. Damit trat er im Internet kursierenden Gerüchten entgegen, die das Gegenteil behaupten.

Richtig sei, dass der Koblenzer Veranstalter Lulu Castell bei dem Event vor einer Woche „draufgelegt“ habe, so Hanisch. 3200 verkaufte Karten für Roland Kaiser und auch nicht wesentlich mehr am Abend zuvor hätten nicht ausgereicht, um in die Gewinnzone zu kommen. „Wir hätten uns ein paar Tausend Zuschauer mehr gewünscht“, räumte Hanisch ein. Die Stadt sei an den Verlusten aber nicht beteiligt, weil sie für das Event zwar den Platz zur Verfügung gestellt und „ideelle Unterstützung“ geleistet habe, ansonsten aber nicht an der Ausrichtung beteiligt gewesen sei.

Das sei in den 90er Jahren noch anders gewesen, als die damalige städtische Fremdenverkehrs-Marketing-Gesellschaft „Pop am Fluss“ ins Leben gerufen habe. Nach Debatten über Verlustabdeckungen sei die Veranstaltungsreihe zu Beginn der 2000er Jahre eingestellt und erst

2013 wiederbelebt

worden – dann aber mit einem externen Veranstalter, der auch das wirtschaftliche Risiko übernimmt. Mit dem jetzigen Veranstalter arbeitet die Stadt seit vergangenem Jahr zusammen.

Laut Hanisch hat Lulu Castell angekündigt, am Format von Pop am Fluss festzuhalten, auch wenn es schon die zweite Veranstaltung war, die nicht optimal gelaufen sei – 2017 sei lediglich „Null auf Null“ aufgegangen. Am Veranstaltungsort könne es jedenfalls nicht gelegen haben, ist Hanisch überzeugt. Denn die Open-Air-Atmosphäre von Pop am Fluss sei etwas „ganz Besonderes“, das nicht überall geboten werde. Er vermutet, dass beispielsweise das Publikum von Roland Kaiser nicht unbedingt Freiluftkonzerte besucht. „Roland Kaiser ist eher ein Hallenspieler“, glaubt der Bürgermeister.

Als Misserfolg möchte er Pop am Fluss 2018 gleichwohl nicht werten. „Die Stimmung war entspannt, die Künstler haben begeistert und wirklich großes Kino geliefert. Ich fand, dass Pop am Fluss ein Erfolg war“, sagt Hanisch. Zumal es nicht nur wenige Hundert, sondern ein paar Tausend Zuschauer waren, die den Weg nach Weilburg gefunden hätten.

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