Matthias Knaust (von links), Hans-Peter Schick und Dr. Johannes Hanisch stellen das geplante Projekt am König-Konrad-Denkmal vor.
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Matthias Knaust (von links), Hans-Peter Schick und Dr. Johannes Hanisch stellen das geplante Projekt am König-Konrad-Denkmal vor.

Historie bewahren

Weilburg: "Eine Stadt mit einer großen Geschichte"

Konzept des Gedenkens und Erinnerns soll erstellt werden

Weilburg -Auf Vorschlag von Weilburgs Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch (CDU) hat der Magistrat beschlossen, dass der Geschichtsverein Weilburg beauftragt wird, ein Gesamtkonzept "Erinnerungskultur in der Stadt Weilburg" zu erarbeiten. Bei einem Pressetermin vor dem König-Konrad-Denkmal am Landtor stellte das Stadtoberhaupt zusammen mit Hans-Peter Schick vom Geschichtsverein und Stadtrat Matthias Knaust, der ebenfalls im Geschichtsverein aktiv ist, die Konzept-Idee vor.

"Weilburg ist eine Stadt mit einer großen Geschichte, die von vielen Menschen gestaltet wurde", sagte Dr. Johannes Hanisch, "ich danke all denen, die daran erinnern, aber auch denen, an die erinnert wird". Bei der riesigen Fülle an Stadtgeschichte brauche die Stadt mal wieder einen aktuellen Überblick, wie und an was erinnert werden solle. Daher sei ein Konzept des Gedenkens und Erinnerns wichtig, und der Magistrat habe beschlossen, den Geschichtsverein zu beauftragen, ehrenamtlich ein solches Konzept zu erarbeiten. "Mit dem Geschichtsverein verbindet uns als Stadt ein enges Miteinander", fügte er an, "und das ist etwas ganz Besonderes". Wenn das erarbeitete Konzept vorliege, würden dies dann von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung beraten und beschlossen werden.

Ehrenvolle Aufgabe

Hans-Peter Schick, ehemaliger Bürgermeister und Schriftführer des Geschichtsvereins, dankte für diese ehrenvolle Aufgabe und bekräftigte, dass es gut und wichtig sei, in der reichhaltigen Stadt-Geschichte den Überblick zu behalten und alles Wichtige aufzulisten. Ebenso schlug er vor, den Fragen nachzugehen "Wie wollen wir wen würdigen?" und "Wo wollen wir eigentlich hin ?" Dabei sollten alle Stadtteile und auch die Denkmäler miteinbezogen werden. So etwa solle auch an die Zeppelinstrandung gedacht werden. Allein rund um das König-Konrad-Denkmal gebe es viel Geschichte zu sehen: beispielsweise das Landtor, die Karlskirche oder der Turm der katholischen Kirche. Im Übrigen gebe es außer der Mutterfigur auf der steinernen Brücke keine Denkmäler für Frauen, auch darauf wies Hans-Peter Schick hin.

Vielfalt herausarbeiten

Aktuell werde jetzt an einer Gedenktafel an Prinzessin Henriette zu Nassau-Weilburg gearbeitet. Das Ergebnis der durch eine Arbeitsgruppe erstellte Recherche kündigte er für Ende des Jahres an und überreichte Hanisch eine Musik-CD mit dem Titel "40 + weiter". Damit ist auch das 40-jährige Bestehen des Vereins gemeint, das im Juli 2020 aufgrund der Pandemie nicht gewürdigt werden konnte und dies nun für Samstag, 4. September, im Rahmen eines Sommerfests zum Motto "40 + weiter" geplant ist. Matthias Knaust schließlich äußerte, dass es ihn sowohl als Stadtrat als auch als Mitglied des Vereins ehre, die Vielfalt der Stadthistorie herauszuarbeiten und darzustellen, und er sei dankbar, dass der Geschichtsverein dazu einen wichtigen Teil beitragen könne.

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