Stolz präsentierten die im Komödienbau anwesenden Absolventen der Technikakademie Weilburg ihre Abschlusszeugnisse.
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Stolz präsentierten die im Komödienbau anwesenden Absolventen der Technikakademie Weilburg ihre Abschlusszeugnisse.

Absolventen verabschiedet

Weilburg: Erfolgreicher Studienabschluss trotz Corona

Technikakademie verabschiedet 51 Studierende

Weilburg -Zwei Abschlussklassen der Technikakademie Weilburg mit insgesamt 51 Absolventen sind jetzt verabschiedet worden. Der kommissarische Schulleiter Holger Schmidt überreichte einem Teil von ihnen in einer verkürzten Abschiedszeremonie in der großen Aula die Abschlusszeugnisse.

14 Studierende aus dem Studiengang "Produktions- und Qualitätsmanagement" (PQ) erhielten ihre Zeugnisse zum Staatlich geprüften Techniker. 37 weitere erhielten nach einem Ergänzungsstudium die Urkunden für den Abschluss als Staatlich geprüfter technischer Betriebswirt (TB). Einige Studierende hatten parallel dazu weitere Zusatzqualifikationen oder Abschlüsse wie die Fachhochschulreife erworben. Stolz auf die Leistungen ihrer Schützlinge waren die Klassenlehrer Richard Gottschling (PQ) und Kristina Heep (TB).

Holger Schmidt ließ es sich trotz Corona-bedingter Einschränkungen nicht nehmen, in einer motivierenden Rede allen erschienenen Absolventen für deren großes Engagement zu danken und ihnen auf ihrem weiteren Lebensweg alles Gute zu wünschen.

Brückenfunktion für Arbeitgeber

Durch die Beschäftigung mit kaufmännischen Fragestellungen können die Techniker Weilburger Prägung für ihre zukünftigen Arbeitgeber eine sehr wichtige Brückenfunktion von der Technik zur Betriebswirtschaft und wieder zurück übernehmen und die Unternehmen mit Wissen und Kreativität unterstützen, sagte Schmidt. Nur Unternehmen, denen es gelinge, das schöpferische Potenzial ihrer Mitarbeiter zu erschließen und deren Ideen in die strategischen Geschäftsziele einzubinden, würden einen künftigen Vorsprung am Markt gewinnen. "Dorthin gehen, wo andere noch nicht sind", sagte Schmidt.

Der stellvertretende Vorsitzende der "WeiTe", des Fördervereins der Weilburger Technikakademie, Peter Meuser-Fürstenau würdigte die Leistungen der Klassenbesten beider Abschlussklassen: Bei den Technikern in "Produktions- und Qualitätsmanagement" (PQ) erreichten Maximilian Lohfink und Sascha Schmidt jeweils die Bestnote 1,3. Bei den Technischen Betriebswirten (TB) schlossen Daniel Hackl und Michael Müller sogar mit der Traumnote 1,0 ab. Die kleine Feier fand ihren Abschluss in einem Gruppenfoto der Anwesenden mit Abstand und Maske.

Die Klasse "Technische Betriebswirtschaft" bearbeitete insgesamt zwölf Projekte, die von externen Projektauftraggebern, meist aus dem mittelständischen Bereich der Region, angefragt worden waren. Darin ging es inhaltlich unter anderem um die betriebswirtschaftliche Bewertung von Investitionen und deren Finanzierung. Betrachtet wurden dabei die unterschiedlichsten Anlagen: Es ging um die Anschaffung von Spezial-Lkw und Mobil-Baggern und von industriellen Bearbeitungszentren im metallverarbeitenden Gewerbe.

Digitalisierung trägt erste Früchte

Weiteres Ziel war die Realisierung einer millionenschweren Anlage zur petrochemischen Reinigung von Bio-Kraftstoffen, aber auch die Anschaffungen im Energiesektor (Zentralheizungsanlage, Photovoltaikanlage, Heizsysteme einer Fabrikhalle). Hier zeigte sich als Vorteil, dass sich die Studierenden der Technischen Betriebswirtschaftslehre aus unterschiedlichen fachlichen Techniker-Schwerpunkten rekrutierten, nämlich Mechatronik, Systemtechnik, Steuerungs- und Regelungstechnik, Energieprozesstechnik, Verfahrens- und Umwelttechnik, Computer- und Netzwerktechnik.

Das Lernen musste dabei in den letzten Semestern unter den erschwerten Pandemie-Bedingungen stattfinden. Der Zusatzstudiengang der Betriebswirte musste zum Beispiel sogar lange Zeit in der vor wenigen Jahren aufwendig restaurierten Aula stattfinden - bei geöffneten Fenstern und mit Masken im Unterricht und unter Einhaltung der sonstigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Die Lehrer unterrichteten mit Mikrofon, unterstützt durch die ausgeklügelte Akustikanlage der Aula. Die riesige elektronisch gesteuerte Aula-Leinwand war Projektionsfläche und klassische Schultafel.

In Pandemie-Zeiten zeigte sich, dass die seit einigen Jahren an der Technikakademie verfolgte Strategie in punkto Weiterentwicklung und Digitalisierung nun erste Früchte tragen kann. Die Technikakademie (TA) ist bereits dort, wo andere noch hin wollen oder hin müssen. Sie verfügt über einen Administrator, der als Profi die schulinterne Vernetzung beharrlich vorantreibt und als "Trouble Shooter" auftretende Probleme behebt.

Spezial-Software für Lehrer

Alle Räume der Technikakademie sind per WLAN ausgeleuchtet, Beamer-Projektion ist selbstverständlich, die Lehrkräfte sind mit modernsten mobilen Rechnern mit Spezial-Software für die Lehre ausgestattet. Seit März 2020 testet die Lehrerschaft die Videoplattformen für den Distanzunterricht und lotet deren Grenzen im Unterrichtsalltag aus. oho

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