Bürgermeister, Bauherr und künftige Mieter haben gestern den ersten Spatenstich zum Neubau des „Medzentrums Weilburg“ vollzogen.
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Bürgermeister, Bauherr und künftige Mieter haben gestern den ersten Spatenstich zum Neubau des „Medzentrums Weilburg“ vollzogen.

Bauprojekt

Gesundheitszentrum für die Region: Imposantes Ärztezentrum entsteht in Weilburg

  • Rolf Goeckel
    vonRolf Goeckel
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An der Frankfurter Straße in Weilburg entsteht ein neues Ärztehaus. Investition von 7,3 Millionen Euro sind geplant.

Weilburg - Als einen „klaren Vertrauensbeweis“ für den Gesundheitsstandort Weilburg hat Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch (CDU) am Mittwoch den Bau eines neuen Ärzte- und Gesundheitszentrums an der Frankfurter Straße bezeichnet. „Das ist ein wichtiges Projekt nicht nur für die Stadt Weilburg, sondern auch für die ganze Region“, sagte der Verwaltungschef beim symbolischen ersten Spatenstich, der den Auftakt für das Millionenprojekt markierte. Ende 2021 solle das „Medzentrum“, so der offizielle Name des Ärztehauses, bezugsfertig sein, kündigte Projektentwicklerin Ina Hampel an.

Ärztehaus in Weilburg: „Energetisch hochmodernes Gebäude“

Schon rein optisch wird das künftige Gesundheitszentrum ins Auge stechen: Auf einem knapp 4400 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein nach Hampels Angaben "energetisch hochmodernes Gebäude" in Massivbauweise mit einer vermietbaren Fläche von 1600 Quadratmetern, die sich über zwei Geschosse verteilt. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt laut Hampel 7,3 Millionen Euro. Darin nicht enthalten seien die Kosten für die Ausstattungen und Ausbauten der einzelnen Mieteinheiten.

Den Anstoß für den Bau eines Ärztehauses gab der Weilburger Gynäkologe Dr. Thomas Riepen, der aus der stationären Versorgung im Weilburger Kreiskrankenhaus herausgehen und in die ambulante Versorgung wechseln wollte. Einen "mutigen Mieter" nannte Ina Hampel den Mediziner, dessen Initiative das Projekt des "Medzentrums" erst tragfähig gemacht habe.

Ein wesentlicher Vorzug des künftigen Gesundheitszentrums ist laut Hampel die verkehrsgünstige Lage direkt an der B 456 und eine große Parkfläche direkt vor dem Haus. Aber auch die Nähe zum Krankenhaus Weilburg, wo Dr. Riepen ambulant operiert, sei ein weiterer Pluspunkt.

Ärztehaus in Weilburg: Frauen-, Augen- und Zahnheilkunde

Das medizinische Angebot im „Medzentrum“ Weilburg ist breitgefächert. Neben der Frauenheilkunde werden die Augenheilkunde und die Zahnheilkunde vertreten sein. Praxisbetreiber sind außer Dr. Riepen der ebenfalls bereits in Weilburg praktizierende Augenarzt MUDr. Jozef Je und der Zahnarzt Andreas Brückel mit seiner neuen Kollegin, der Zahnärztin Elena Erb. Ergänzt wird das Leistungsspektrum um Reha- und Pflegehilfsmittel aus dem Sanitätshaus Bockhardt, das seine Weilburger Filiale dorthin verlegen wird. Und schließlich wird Rabyie Akarsu eine neue Praxis für Podologie (Fußbehandlung) im „Medzentrum“ eröffnen.

Das "Medzentrum" Weilburg wird nach Angaben von Ina Hampel mit energieeffizienter Klima- und Stromgewinnungstechnik ausgestattet: Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach dient der Eigenstromerzeugung. In den Innenräumen funktioniert die Be- und Entlüftung mittels Wärmerückgewinnung. Fußbodenheizung und -kühlung über Wärmepumpen komplettieren das Gebäude.

Bäcker im neuen Gesundheitszentrum in Weilburg soll Wartezeit versüßen

Das „Medzentrum“ soll laut Hampel Patienten und Besuchern eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Inmitten des Baukörpers soll ein kleines Atrium, also eine Halle mit gläsernem Oberlicht, für eine helle und freundliche Atmosphäre sorgen. Auch soll im Erdgeschoss eine neue Filiale der Bäckerei Moos mit Café dafür sorgen, dass Wartezeiten versüßt werden können. Der Einzug von Bäckerei und Café schließt für Bürgermeister Hanisch eine Lücke in der Versorgung auf der Taunusseite der Residenzstadt.

Der Rathaus-Chef dankte den politischen Gremien der Stadt, die den Bau des Gesundheitszentrums in zentraler Weilburger Lage mitgetragen hätten. Er lobte außerdem, dass es sich um ein nachhaltiges Projekt mit eigener, regenerativer Energieerzeugung handele. „Das ist ein wichtiger Beitrag für den Umwelt-Fußabdruck der Stadt.“ Von Rolf Goeckel

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