Sie machten sich ein Bild von den Sanierungsarbeiten am Höhlenhaus (von links): Holger Cromm, Oliver Brumm und Dr. Johannes Hanisch.
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Sie machten sich ein Bild von den Sanierungsarbeiten am Höhlenhaus (von links): Holger Cromm, Oliver Brumm und Dr. Johannes Hanisch.

Besichtigung im Höhlenhaus

Weilburg: Kubacher Höhlenhaus in neuem Gewand

Sanierungsarbeiten schreiten voran - Eröffnung der Gastronomie zum Saisonstart im März geplant

Weilburg -An der neuen Außenfassade in modernem Hellgrau mit anthrazitfarbenen Fenstern, Dach und Sockel, ist es bereits deutlich sichtbar: Am Kubacher Höhlenhaus schreiten die Sanierungsarbeiten in großen Schritten voran. Bei einem gemeinsamen Besichtigungstermin mit Betriebsleiter des Höhlenvereins Holger Cromm und seinem Stellvertreter Oliver Brumm, machte sich Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch (CDU) auch ein Bild vom Fortschritt der Innenarbeiten. Pünktlich zum Saisonstart sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und die Gastronomie gemeinsam mit der neuen Höhlensaison starten.

"Es ist schön zu sehen, dass die Arbeiten weiter sichtbar voranschreiten", sagte Hanisch. Auch wenn es im Inneren noch ein wenig nach Baustelle aussieht, die gröbsten Arbeiten seien vollbracht, meinte Oliver Brumm. Einer Wiedereröffnung im März/April, pünktlich zum Saisonstart, stünde nichts im Wege, vorausgesetzt die Corona-Lage entspanne sich bis dahin wieder, fügte er an. Eine Pächterin für die Gastronomie gebe es bereits, auch, wenn die Unterzeichnung des Vertrages noch ausstehe, so Brumm.

Die Sanitärinstallationen sowie die Installationsarbeiten der Heizung sind weitestgehend abgeschlossen. "In den nächsten Wochen werden die restlichen Elektroinstallationsarbeiten sowie die Anbringung der Beleuchtung fertiggestellt, wobei es hier noch keinen konkreten Terminplan gibt", sagte Holger Cromm. Weiter werden neue Innentüren und Brandschutztüren eingebaut. Auch ein neuer Bodenbelag, ein strapazierfähiger Vinylboden, wird bereits im Gastraum und den Fluren verlegt. Die gesamten Fliesenarbeiten im Küchenbereich und den Sanitärräumen waren bereits im Dezember letzten Jahres erledigt. Noch fehlt ein Alarmsystem, das mit der Kasse und der Gastronomie verbunden wird.

"Die größte Herausforderung bei der Planung war das Dunstabzugssystem", berichtete Brumm. "Wir mussten lange suchen, bis wir ein Planungsbüro gefunden haben, das alles berechnet und die passende Anlage für uns ermittelt", ergänzte er. Es sei vor allem eine kostspielige Angelegenheit gewesen, die mit 30 000 Euro zu Buche geschlagen habe. Dies sei jedoch notwendig gewesen, da zum einen die Größe der Küche fast verdoppelt worden sei und zum anderen eine "vollwertige Gastronomie" geboten werden soll. "Früher hat es hier nur einen Kiosk gegeben, der über den Verein organisiert wurde, dieser hat sich mit der Zeit jedoch zu einer richtigen Gastronomie entwickelt und war für den Verein allein nicht mehr tragbar", sagte Cromm.

Präsentation des Geoparks

"Die besondere Lage hier bietet sich für ein umfangreiches Gastronomie-Angebot absolut an und ist damit nicht nur für die Besucher der Kristallhöhle eine tolle Möglichkeit einzukehren und zu speisen", sagte Hanisch. Im Außenbereich soll der Biergarten noch neu gepflastert werden, das soll noch im Frühjahr zeitgleich mit dem Austausch des Gas-Tankes passieren, berichtet Brumm.

Seit dem Frühjahr 2019 befinden sich die 350 Quadratmeter des Höhlenhauses in der Sanierungsphase. Das Haus wurde 1983 gebaut, neben der Modernisierung sei vor allem auch die energetische Sanierung des Höhlenhauses notwendig, sagte Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch.

Mit der Sanierung entstehen neben dem Gastronomiebereich jeweils Damen- und Herrentoiletten sowie ein behindertengerechtes WC mit einer Wickelecke. Lediglich der Multifunktionsraum, der sich direkt im Eingangsbereich befindet, wurde nicht komplett saniert. Der Bodenbelag ist geblieben, es wurde eine Mauer zum Flurbereich eingezogen. Der Raum diene als Aufenthaltsraum für Besucher aber auch für Vorstandssitzungen des Vereins, erklärte Brumm. "Vorgesehen ist auch eine Präsentation des Geoparks, zu dem die Kristallhöhle gehört, in diesem Raum oder auch im Flur", so Hanisch.

Der Höhlenverein blickt weiter in die Zukunft: In den nächsten Jahren soll auch der Kassenbereich vergrößert werden, damit die Mineralien besser präsentiert werden können. Auch soll das Museum auf einen modernen Stand gebracht werden, was sehr kostenintensiv sei, sagte Cromm.

Die Gesamtkosten der Sanierungsarbeiten belaufen sich auf rund 600 000 Euro, daran werde sich vermutlich auch nichts mehr ändern, sagte Oliver Brumm. Darunter fielen allein 265 000 Euro für die energetische Sanierung, wobei rund 232 800 Euro gemäß Bewilligungsbescheid als zuwendungsfähige Ausgaben anerkannt worden seien, berichtete Hanisch. Der Eigenanteil der Stadt betrage hierbei 71 000 Euro, alle anderen Kosten trage der Höhlenverein, ergänzte er. "Ich danke dem Kubacher Höhlenverein, der für diese Sanierung eine sehr hohe Summe bereitgestellt hat", sagte Hanisch abschließend. oho

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