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Weilburg: Mörderisches Spiel vor malerischer Kulisse

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Wird Daniel (Patrick Dollmann) jetzt mit einer Spritze getötet? Er sieht sich von Polizeikommissar Julian Schneider, von links), Abbé Maximin (Sascha Jähnert) und seiner Frau Elisabeth (Jenny Löffler) bedroht.
Wird Daniel (Patrick Dollmann) jetzt mit einer Spritze getötet? Er sieht sich von Polizeikommissar Julian Schneider, von links), Abbé Maximin (Sascha Jähnert) und seiner Frau Elisabeth (Jenny Löffler) bedroht. © Margit Bach

Theaterstück über Liebe, Verrat und Verschwörung zieht das Publikum in seinen Bann

Weilburg -Wie zweieinhalb Stunden wie im Flug vergehen können, das zeigte die Theatergemeinde Weilburg am Donnerstagabend mit ihrer letzten Aufführung der Spielzeit 2021/2022. Mit dem spannungsgeladenen Thriller "Die Falle" des französischen Autors Robert Thomas zog das Ensemble der Theatergastspiele Fürth unter der Regie von Thomas Rohmer das Publikum in der Weilburger Stadthalle "Alte Reitschule" in seinen Bann.

Im Saal saßen auch etliche Anhänger der ARD-Fernsehserie "Sturm der Liebe", denn die drei Hauptrollen wurden von der aus dieser Serie bekannten Darstellern verkörpert: Patrick Dollmann spielt in dem Stück, das erst zwei Tage vorher in Schopfheim Premiere hatte, den Protagonisten Daniel Corban, Jenny Löffler seine Frau Elisabeth und Julian Schneider den Polizeikommissar. Mit Sascha Jähnert als Abbé Maximin, Rebecca Lara Müller als Krankenschwester Fräulein Breton und Maximilian Wrede als Kunstmaler "Seehecht" standen drei weitere, sehr gute Schauspieler auf der Weilburger Bühne.

Holger Redling, der Vorsitzende der veranstaltenden Theatergemeinde, bedankte sich beim Publikum für die Treue während der Pandemie und dankte auch den Schauspielern, die ebenfalls keine leichten Zeiten durchleben würden.

Chalet in den Bergen

Bühnenbildner Elmar Thalmann hatte eine wunderbare Kulisse erschaffen: das Wohnzimmer eines Chalets in den Bergen mit Blick aus wandgroßen Fenstern in eine mit Schnee bedeckte Hochgebirgslandschaft. Und in diesem hellen, im Stil der 60er Jahre ausgestatteten Raum spielen sechs Personen ein mörderisches Spiel.

Daniel Corban ist verzweifelt: Er vermisst seine Frau Elisabeth, die nach nur drei Monaten Ehe plötzlich nach einem Streit ihre Koffer gepackt hat und verschwunden ist. Seit zehn Tagen fehlt von ihr jede Spur, und dies trotz Vermisstenanzeige.

Da taucht der Pfarrer des Ortes, Abbé Maximin, bei Daniel auf. Er kündigt die Rückkehr der verschollenen Gattin an, die bald darauf eintrifft. Elisabeth, schön, blond und sexy, umgarnt ihren Gatten und will, dass alles wieder gut wird. Doch Daniel ist entsetzt. Die selbstbewusste Dame ist nicht seine Frau. Behauptet er jedenfalls.

Wem soll man glauben? Das Publikum wird nun in einen emotionalen Strudel hineingezogen und bis kurz vor Ende des Stücks komplett an der Nase herumgeführt. Jeder leidet mit Daniel mit, der sich in einer Verschwörung glaubt und dem Nervenzusammenbruch nahe ist. Er versucht, den Kopf aus der immer enger werdenden Schlinge heraus zu ziehen. Das Publikum fiebert mit, wer denn nun alles bei der Verschwörung mitwirkt und wie sie endet.

Daniel behauptet, die falsche Gattin wolle ihn beseitigen, um sich an einer bevorstehenden Erbschaft zu bereichern. Nach und nach sieht es so aus, als seien sowohl Abbé Maximin, die Krankenschwester Fräulein Breton und auch der Kunstmaler „Seehecht“ an der Verschwörung beteiligt. Spielt vielleicht sogar der Kommissar in dem schlimmen Spiel mit?

Das Publikum hält den Atem an, als alle zusammen versuchen, Daniel mit einer Giftspritze ins Jenseits zu befördern. Ab dann nimmt das Stück eine überraschende Wendung…

Das Publikum in Weilburg fieberte bis zum Schluss mit und bedankte sich mit einem langanhaltenden Applaus für diesen aufregenden Abend.

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