Wirtschafts-Werbung Weilburg

„Weilburg ist nicht tot“

  • VonManfred Horz
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Die Wirtschafts-Werbung Weilburg will die Residenzstadt als Einkaufsstadt noch attraktiver machen. Dies wurde beim Neujahrsempfang der Kaufleute-Vereinigung deutlich.

Beim Jahresempfang der Wirtschafts-Werbung Weilburg (WWW) im Eventhaus standen die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Stadt Weilburg im Fokus. WWW-Vorsitzender Wolfgang Eck dankte allen Mitstreitern, die sich im vergangenen Jahr für die Belange der Stadt und deren Geschäftswelt engagiert haben. „Unter dem Strich konnten die heimischen Unternehmen trotz teils harter Rahmenbedingungen ein zufriedenstellendes Jahr verzeichnen“, sagte Eck. Der WWW-Gutschein sei erfolgreich und mehrere Tausend Mal mit einem Wert von über 120 000 Euro gekauft worden, doch müsste er auch online gekauft und bei den Online-Shops auch online eingelöst werden können. Weilburg sei nicht tot. Es lebe und habe Tradition. Gemeinsam mit der Stadt arbeite die WWW daran, Weilburg für Einwohner, Einpendler, Arbeitnehmer und Besucher attraktiver zu machen.

Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) dankte für 24 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Rathaus und Wirtschaft. Mit 1073 gemeldeten Gewerbebetrieben, 4900 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, einem beachtlichen Gewerbesteueraufkommen, hervorragender Verkehrsinfrastruktur, Breitbandkabel, kostenfreiem WLAN, reger Bautätigkeit und einem attraktiven Bildungs- und Kulturleben sei Weilburg gut unterwegs. Wenn sich auch die Einkaufslandschaft grundlegend verändert habe, sei eines geblieben: Alle Weilburger müssen erst einmal selbst in Weilburg einkaufen. Nur so habe Weilburg als Einkaufsstadt dauerhaft Bestand.

100-Punkte-Plan

Alle vier Bürgermeisterkandidaten bekannten sich zu Weilburg als Standort mit Geschichte, Bildung, Natur, Kunst und Kultur. Stärken, die Jacqueline Würz (SPD) nutzen möchte. Für den Handel sei es eine Chance, wenn Touristen, Konzertbesucher Rad- und Wasserwanderer länger in einer lebendigen Stadt gehalten werden könnten. Es gelte, die digitalen Chancen zu nutzen. Auch die Gastronomie habe noch Entwicklungspotenzial, insbesondere bei größeren Reisegruppen, damit diese bei Besuchen ihr Geld nicht in Nachbarstädten ausgeben.

Manuel Eckardt (parteilos) möchte Menschen für Weilburg begeistern und dafür sorgen, dass Weilburger wieder stolz auf ihre Stadt sein können. Dies will er unter anderem durch gemeinsame Projekte, Festivitäten und Veranstaltungen erreichen, in denen Unternehmer, Bürger und Vereine enger zusammenbringen und ein Miteinander fördern. Er möchte die Kommunikation zwischen Unternehmen, Stadt und Bürgern verbessern und ruft die Weilburger auf, an seinem 100-Punkte-Plan für Weilburg aktiv mitzuarbeiten. Mit einem „Unternehmertag“ will er die Zusammenarbeit verbessern.

Mischa Hahn will mit „Zehn Weilburger Thesen“ Bürgerbeteiligung und Transparenz pflegen, am runden Tisch Konzepte erörtern und auf den Weg bringen, die Anliegen der Bürger als klaren Auftrag mit ins Rathaus nehmen. Leerstände in der Altstadt will er beseitigen, verwaiste Geschäfte wieder mit Leben erfüllen, wie auch neue Unternehmen ansiedeln. Er habe konkrete Vorstellungen zur Gründung eines Innovationszentrums, mit dem junge Unternehmensgründer Anschubhilfe erhalten könnten. Den Sorgen und Bedürfnissen der Bürger, Vereine, Verbände und Stadtteile müsse mit entsprechenden Programmen begegnet werden.

Dialog führen

Dr. Johannes Hanisch (CDU), mit 33 Jahren der Jüngste der Kandidaten, will seine Arbeit als Bürgermeister mit seiner langjährigen Erfahrung als Mandatsträger in Stadt und Kreistag wie auch seinem beruflichen Engagement in der Wirtschaft angehen. Seit 2006 in der Stadtverordnetenversammlung, sind die städtischen Gremien und das Rathaus für ihn kein Neuland. Als geborener Weilburger und heimatverbunden sind ihm die Probleme der barocken Residenz an der Lahn bestens bekannt. Auch den Dialog mit dem Bürger, mit Unternehmern und mit Behörden weiß er zu pflegen. Da brauche er im Amt des Bürgermeisters keine lange Einarbeitungszeit, um die anstehenden Dinge anzupacken.

(mhz)

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