Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch (rechts) und Trobasept-Geschäftsführer Markus Schlimm vor dem neuen Testzentrum.
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Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch (rechts) und Trobasept-Geschäftsführer Markus Schlimm vor dem neuen Testzentrum.

Kampf gegen Corona

Weilburg: Schnelltest-Zentrum ab Montag geöffnet

  • Rolf Goeckel
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Bürger können sich kostenlos auf Corona untersuchen lassen

Weilburg -Das Corona-Schnelltest-Zentrum auf dem ehemaligen Weilburger Kirmesplatz nimmt am Montag seinen Betrieb auf. Bis zu 1000 Personen täglich können sich per Abstrich testen lassen, um zu erfahren, ob sie mit dem Coronavirus infiziert sind, berichtete der Geschäftsführer von Trobasept, Markus Schlimm, bei einem Pressetermin am Freitag. Trobasept hat in den letzten Tagen das in einem Container untergebrachte Testzentrum aus dem Boden gestampft.

Zielgruppe, so der Weilburger Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch (CDU), sind in erster Linie die Bewohner des Oberlahngebiets. Aber auch für alle anderen Interessierten stehe das Testzentrum offen, versicherten Hanisch und Schlimm. Für die Probanden ist der Antigen-Schnelltest kostenlos; abgerechnet wird über die Kassenärztliche Vereinigung, so der Trobasept-Geschäftsführer.

Pro Test bekommt sein Unternehmen zwölf Euro vergütet, was angesichts des Kostenaufwands für acht bis neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pro Schicht - allesamt medizinisch geschultes Personal - sowie für die tägliche Desinfektion des Zentrums - eine Mindestzahl von 300 getesteten Menschen täglich erforderlich macht, damit das Testzentrum kostendeckend arbeiten kann.

Acht Positivergebnisse von 5000 Tests

Das Unternehmen Trobasept aus Beselich wurde im vergangenen Frühjahr gegründet, um die Corona-Aktivitäten von zwei ebenfalls in Beselich ansässigen Technik- und Event-Dienstleistern zu bündeln, wie Schlimm berichtete. Das Bauen von Unterkünften oder Feldlagern ist das eigentliche Kerngeschäft der beiden Firmen, die sich im vergangenen Jahr zu einer Ausgründung entschlossen, um beispielsweise Hygienemittel zu vertreiben oder - in jüngerer Zeit - Schnelltestzentren zu errichten. Bundesweit, berichtet Schlimm, habe sein Unternehmen Testzentren unter anderem in den Flughäfen von Frankfurt, München, Köln und Berlin errichtet. "Wir benötigen zwei Tage Vorlaufzeit und einen Tag für den Aufbau", so Schlimm.

In dem Weilburger Testzentrum gibt es drei Kabinen, um einen Abstrich zu nehmen. Vorzulegen sind ein Reisepass oder Personalausweis sowie eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse. Die Wartezeit bis zum Vorliegen des Ergebnisses beträgt 15 bis 20 Minuten, Wartezeiten vor dem Testzentrum nicht eingerechnet.

"Wer ein positives Ergebnis erhält, sollte sich sofort in Quarantäne begeben", appellierte Bürgermeister Hanisch an das Verantwortungsbewusstsein der Probanden. Die Wahrscheinlichkeit eines positiven Schnelltests sei allerdings sehr gering, erklärte Schlimm. Denn nach 5000 Tests, die in dieser Woche in den übrigen von Trobasept im Landkreis Limburg-Weilburg aufgestellten Testzentren gemacht wurden, seien lediglich acht positiv gewesen.

Bürgermeister Hanisch unterstrich die Bedeutung des verkehrsgünstig gelegenen Testzentrums für die Oberlahnregion. Mit diesem Angebot kämen Stadt und Kreis in Zusammenarbeit mit Trobasept einem wachsenden Bedürfnis in der Bevölkerung nach. Zwar bringe ein negatives Testergebnis derzeit noch keinen greifbaren Vorteil, beispielsweise für den Besuch von Kultur- oder Freizeiteinrichtungen. Doch zeigten sich Hanisch und Schlimm überzeugt davon, dass bis zum Sommer der Schnelltest zur Pandemie-Eindämmung ebenso gehören werde wie die FFP2-Maske und das Impfen jetzt.

Die Devise, so Hanisch, werde lauten: Testen, testen, testen!" Der Bürgermeister dankte dem Limburger Investor Marcel Kremer, der den früheren Kirmesplatz zur Verfügung gestellt hat, sowie dem städtischen Bauamt und den Stadtwerken, die für die Infrastruktur gesorgt hätten.

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