46. Auflage

Weilburger Schlosskonzerte mit Überraschungen

Zur 46. Saison der Weilburger Schlosskonzerte, vom 8. Juni bis zum 11. August treten nicht nur Preisträger großer Wettbewerbe auf. Die Veranstalter haben großen Wert auf Nachwuchskünstler gelegt. So zeigt Benedict Kloeckner, was ein Cello alles kann. Auf weitere Überraschungen und Neuentdeckungen darf das Publikum gespannt sein.

Allen voran finden sich sehr viele Preisträger wie vom ARD-Musikwettbewerb. Aber auch der aktuell so umstrittene und zunächst für die Zukunft abgeschaffte „Echo“ hat bis zum Jahr 2017 noch skandalfreie hochrangige Musiker ausgezeichnet. Dabei darf auch ein Wiedersehen mit bekannten Musikern natürlich nicht fehlen. Wer den Intendanten der Weilburger Schlosskonzerte Stephan Schreckenberger kennt, der weiß, dass sein Herz für die Förderung junger Musiker schlägt.

So liegt es nahe, dass er sich zu einer Kontaktaufnahme mit der Anne-Sophie-Mutter-Stiftung entschloss, die hochbegabte junge Musiker fördert und sich über ein Fördern hinaus sehr für ein „Sich-Kümmern“ einsetzt. Gemeinsame Ziele, Werte und Inspirationen haben zu einer Kooperation geführt, die mit der Verpflichtung eines Streichquartetts der Anne-Sophie-Mutter-Stiftung am Sonntag, 15. Juli um 11 Uhr in der Unteren Orangerie erst ihren Anfang genommen hat. Mit vier Werken von Schubert, Beethoven, Puccini und Dvorak zeigen die Besten der Besten mit zwei Violine, Viola und Cello, dass sie die würdige Nachfolge von Linus Roth, Arabella Steinbacher, beide Violine, und Daniel Müller-Schott, Violoncello, angetreten haben. Alle sind mittlerweile auf allen Bühnen der Welt zu Hause, kehren aber zwischendurch immer wieder gerne auf die Bühne der Weilburger Schlosskonzerte zurück.

Mit Linus Roth, der als Echo- Klassik-Preisträger 2017 mit der Staatskapelle Weimar die diesjährigen Internationalen Musikfestspiele in der Festspielresidenz Weilburg am 8. Juni in der Schlosskirche eröffnet, hat die Presse mittlerweile ihren „Teufelsgeiger“ gekürt. Unter dem Dirigat von Kirill Karabits spielt er dann das Violinkonzert D-Dur von Beethoven.

Wie ein roter Faden zieht sich die Verpflichtung junger, aber bereits hochdekorierter Künstler durch das Programm der Weilburger Schlosskonzerte. Am Samstag, 9. Juni, ist Alexander Krichel, Klavier, mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Karl-Heinz Steffens zu Gast. Der junge Pianist, der mit dem Echo Klassik 2013 zum „Nachwuchskünstler des Jahres“ gekürt wurde, ist mit dem 2. Klavierkonzert c-Moll von Rachmaninoff zu hören, das unter freiem Himmel im Renaissancehof noch einmal zum ganz besonderen Erlebnis wird.

Auch Benedict Kloeckner hat sich mit seinem Violoncello auf den Weg nach ganz oben gemacht. Außer beim diesjährigen Premiumkonzert der Weilburger Schlosskonzerte ist er auch noch am Sonntag, 17. Juni, um 19 Uhr im Renaissancehof mit den Dresdner Kapellsolisten zu hören. Bei Schumanns Cello Konzert a-Moll zeigt er dann, wie feinsinnig, einfallsreich und vor allem schmeichelnd schön ein Cello fast singen kann.

Mit Hwayoon Lee, Viola, ist am 30. Juni eine weitere Stipendiatin der Anne-Sophie-Mutter-Stiftung bei den Weilburger Schlosskonzerten um 20 Uhr im Renaissancehof. Zusammen mit dem Klarinettisten Marco Giani, der den Weilburgern als ARD-Preisträger bestens bekannt ist, und der Staatskapelle Halle spielt sie das Doppelkonzert für Viola und Klarinette von Max Bruch.

Ganz konsequent ist der Intendant bei der Zusammenstellung des Konzertes am Samstag, 14. Juli, vorgegangen. Hier trifft Temperament auf Seele.

Die russische Oboistin Maria Sournatcheva spielt mit dem Musica Viva Orchester Moskau die Aufnahme des russischen Komponisten Valery Kikta, mit der sie im letzten Herbst mit dem Echo-Klassik-Preis 2017 ausgezeichnet wurde.

„Aus der neuen Welt“, die Sinfonie von Dvoràk, gibt dem vorletzten Konzert der Saison am Freitag, den 10. August, nicht nur den Titel, sondern auch die Musik. Asya Fateyeva, Saxophon, sorgt dafür, dass ihr Instrument, das sonst eher dem Jazzkeller zugeordnet wird und ein Dasein als Stiefkind im klassischen Konzert fristet, eine ganz neue Würdigung erhält und sich als Soloinstrument fest im Konzertsaal etabliert, wenn sie von André Caplét die „Légende für Altsaxophon und Orchester“ spielt. Begleitet wird sie vom Göttinger Symphonieorchester unter der Leitung von Christoph-Mathias Müller.

Informationen und Karten gibt es im Büro der Weilburger Schlosskonzerte Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr, vor den Konzerten am Samstag und Sonntagabend von 17 Uhr bis zum Konzertbeginn in der Schlossstraße 3 in Weilburg. Telefon: (0 64 71) 94 42 10 und 11. Informationen im Internet unter:

Samstags ist das Kartenbüro zusätzlich von 10 bis 13 Uhr und vor der Matinee am Sonntag auch von 10 bis 11 Uhr zu erreichen.

(red)

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