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Widerstand in der NS-Zeit

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Eine Szene aus dem Theaterstück "ÜBERdasLEBEN", das am 27. und 28. Januar in der Stadthalle Weilburg gezeigt wird.
Eine Szene aus dem Theaterstück "ÜBERdasLEBEN", das am 27. und 28. Januar in der Stadthalle Weilburg gezeigt wird. © W Jonat

Die zwei Aufführungen richten sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Anlässlich des Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zeigt der Verein "Weilburg erinnert" am Donnerstag, 27. Januar, und am Freitag, 28. Januar, das Theaterstück "ÜBERdasLEBEN oder meine Geburtstage mit dem Führer" in der Stadthalle in Weilburg.

Basierend auf den Lebensgeschichten von Zeitzeugen setzt sich das Stück mit dem jugendlichen Widerstand und den Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander, indem es Elemente von Musik, Tanz und Schauspiel verbindet, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Das Theaterstück richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von elf Jahren an, aber auch an Erwachsene. Es erzählt von Schicksalen, Freundschaft und Feindschaft und verdeutlicht, dass es nötig ist, für Demokratie und Menschlichkeit einzutreten - auch heute noch.

Kampf um ein gerechtes Leben

Zum Inhalt: Zu Hitlers Machtübernahme 1933 ist Anni neun Jahre alt. Sie, ihre Freunde und ihre Eltern geraten mehr und mehr in den Strudel der historischen Ereignisse. Einige von ihnen werden Anhänger der NS-Diktatur und marschieren mit. Andere versuchen, sich der alles beherrschenden Ideologie zu verweigern oder dem Terror zu entfliehen. Anni schließt sich einer Gruppe von Jugendlichen an, die auf den Drill der Hitlerjugend keine Lust hat. Anfangs noch in Auflehnung gegen die Gleichmacherei tritt die Gruppe mehr und mehr in den aktiven Widerstand. Als Anni jedoch gefangen genommen wird, entwickelt sich ihr Kampf um ein gerechtes Leben zu einem Kampf ums Überleben. Die Theaterproduktion macht deutlich, dass es gegen Gleichschaltung, Unfreiheit und Ungerechtigkeit Widerstand in unterschiedlichsten Formen gab.

Das Stück "ÜBERdasLEBEN - oder meine Geburtstage mit dem Führer" basiert auf Erzählungen von Zeitzeugen, die das KZ Ravensbrück überlebt haben. Die Autorin Beate Albrecht war zudem eine Woche lang in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Dort habe sie sich gefragt, wie man von diesem Leid, dem Unrecht und der Grausamkeit erzählen könne. Die Theaterwerkstatt habe sich bewusst für eine Darstellung mit Tanz und Musik entschieden, bewusst auch in der Schlussphase des rund 65 Minuten langen Stücks, wo angesichts von Terror und Unmenschlichkeit die Worte fehlten und die Instrumente schwiegen.

Das Stück gewann den 1. Preis beim Jugendtheaterfestival TheaTrend 2014 in Hilden und wird aufgeführt von "theaterspiel", einem mobilen Theater mit Sitz in Witten in Nordrhein-Westfalen. Mit aktuell mehr als zehn Produktionen tourt "theaterspiel" durch Deutschland, Österreich, Italien und die Schweiz.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation finden die Vorstellungen unter 2 G-Plus Bedingungen statt; Geboosterte sind von der Testpflicht ausgenommen. Besucher der Veranstaltung könnten sich sicher sein, dass aufgrund eines ausgefeilten Hygienekonzeptes alle Hygienemaßnahmen eingehalten würden und für größtmögliche Sicherheit gesorgt werde. "Die Sicherheit der Gäste liegt uns am Herzen", sagt Markus Huth, Vorsitzender des Vereins "Weilburg erinnert".

Die Abendvorstellung für die breite Öffentlichkeit findet am Holocaust-Gedenktag, am Donnerstag, 27. Januar, um 20 Uhr in der Stadthalle in Weilburg statt. Der Eintritt beträgt 15 Euro für Erwachsene und zehn Euro für Studenten, Erwerbslose und Rentner mit entsprechendem Nachweis sowie fünf Euro für Schüler mit entsprechendem Nachweis.

Am Freitag, 28. Januar, findet um 11.15 Uhr die Schulvorstellung statt. Der Eintritt beträgt drei Euro pro Schüler. Die Schüler-Test-Hefte sind mitzubringen.

Reservierungen sind möglich per E-Mail an info@weilburg-erinnert.de . Die Besucher werden gebeten, sich über kurzfristige Änderungen aufgrund der Pandemie unter www.weilburg-erinnert.de zu informieren. red

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