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Die Braunbären gehören zu den Hauptattraktionen des Wildparks Tiergarten Weilburg.

130 000 Besucher

Der Weilburger Wildpark wird immer beliebter

Eine erfreuliche Bilanz hat der Vorstand des Vereines der Freunde und Förderer des Wildparks „Tiergarten Weilburg“ gezogen: Die Zahl der Besucher nahm um 13 Prozent auf rund 130 000 zu.

Weilburg - Der Wildpark „Tiergarten“ Weilburg wird immer beliebter, wie der Vorsitzende des Fördervereins Karlheinz Weimar in der Jahreshauptversammlung im „Hessenhaus“ berichtete. Die Besucherzahlen im Jahr 2018 konnten um 13 Prozent auf etwa 130 000 gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Allein 11 000 Besucher seien zu Veranstaltungen und Führungen gekommen, berichtete Weimar.

Der Vorsitzende dankte Tierparkleiter Jürgen Stroh, dessen Team sowie dem Förderverein für die geleistete Arbeit. Gleichzeitig wünschte er sich, die Angebote noch weiter zu verstärken. Alle Beschlüsse der Jahreshauptversammlung 2017 seien im vergangenen Jahr umgesetzt worden, so auch die Aufstellung des Schwalbenhauses neben der Gaststätte „Hessenhaus“, das der Förderverein vollständig finanziert habe.

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Forstamtsleiter Werner Wernecke bezeichnete den Tierpark als ein Highlight in der Region, das ein hohes Maß an Verantwortung, aber auch erhebliche Kosten mit sich bringe. Hessen Forst habe in den vergangenen Jahren etwa 1,8 Millionen Euro in den Tierpark investiert, weitere 300 000 Euro in den Seeweiher zwischen Waldernbach und Mengerskirchen, und das bei Einnahmen von etwa 400 000 Euro im Wildpark. 2018 sei die Lage wegen Stürmen und Trockenheit sehr schwierig gewesen, berichtete Wernecke. Er prognostizierte, dass es hier bald keine Fichten mehr gebe. Hessen Forst sei auf Zuschüsse des Finanzministeriums angewiesen. Die Führung des Tierparkes lobte er trotz knappem Personalstand. Unerfreulich seien zwei Einbrüche in das Kassenhaus und die Gaststätte, bei denen erheblicher Sachschaden entstanden sei. Täter hätten nicht ermittelt werden können. Positiv wertete Wernecke, dass es auch 2019 wieder ein abwechslungsreiches und interessantes Programm im Tierpark gebe.

Tierparkleiter Jürgen Stroh machte deutlich, dass die Tierarten in den Gehegen Pate stehen für freilebende Artgenossen. Erfreulicherweise habe man den Clostridien-Befall bei den Wisenten im Griff, jetzt mache allerdings die Blauzungenkrankheit Probleme. Beim Schwarzwild bestünde durch die Afrikanische Schweinepest lediglich geringe Ansteckungsgefahr.

Welche ohne Nachwuchs

Ein weibliches Przewalski-Fohlen solle in einen anderen Tiergarten abgegeben werden. Leider habe es bei den Elchen keinen Nachwuchs gegeben. Der derzeitige Bestand von einem Bullen und zwei Kühen solle durch den Kauf einer weiteren Kuh ergänzt werden. Seit zehn Jahren leben die Braunbären Tim und Steve nun bereits im Weilburger Tiergarten, erzählte Stroh. Erfreulicherweise gebe es bei ihnen kaum gesundheitliche Probleme. Stroh wies darauf hin, dass der neue Betriebshof für 830 000 Euro mit Aufenthaltsräumen für das Personal im Jahr 2018 fertiggestellt wurde. Vor dem Elchgehege sei eine neue Blockhütte in Eigenleistung gebaut worden, in der sich eine Holzsammlung befinde.

Auch interessant: Im Sommer 2018 wurde bei einem Unwetter im Wildpark eine Besucherin verletzt.

Mittlerweile werde der Tierpark immer stärker auch für Kindergeburtstage genutzt. Etwa zwei bis drei jedes Wochenende seien es. Kreative Ferienspiele – 2018 waren beispielsweise Früchte des Waldes ein Thema – soll es auch 2019 wieder geben. Dieses Jahr lautet das Thema „In Jeans in die Steinzeit“. Auch sei am 23. März wieder eine Baumpflanzaktion mit den „Wildpark Kitz“ geplant. Ein großer Publikumsmagnet seien die „Dunkel-Munkel-Nächte“ mit 200 bis 300 Teilnehmern. Spätestens bis zum Sommer soll im Kinderforsthaus eine feste Kindergartengruppe mit 25 Kindern dauerhaft einziehen und somit das Platzangebot der Stadt Weilburg erweitert werden.

Bedauerlicherweise seien zum Thema „Inklusion – mit allen Sinnen“ nur wenig Führungen angefragt worden. Der Steg am Eingangsteich wurde über den Winter abgebaut, soll aber bis Ostern wieder den Zugang auf das Wasser ermöglichen.

von ANDREAS E. MÜLLER

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