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Rasante Reitturniere in ritterlicher Kostümierung gehören natürlich auch in diesem Jahr wieder dazu. Archivfoto

26. Freienfelser Ritterspiele

Ritterspiele in Freienfels sind ein Muss für alle Mittelalter-Fans

Das Programm der 26. Freienfelser Ritterspiele steht: Wilde Kämpfe „per pedes“ und hoch zu Ross sowie ein vielseitiges Angebot an Utensilien für Ritter und Burgfräulein und an kulinarischen Köstlichkeiten erwartet die Besucher Anfang Mai auf dem Burggelände.

Für die Ritterspiele am 1., 4. und 5. Mai sind bereits alle Lagerplätze und Marktstände vergeben. Dies vermeldete Bernd Fremdt, der Vorsitzende des Fördervereins zur Erhaltung der Burgruine Freienfels jetzt bei einem Pressetermin auf der Burg. Bei der Vergabe sei auf eine gute Mischung aus Altbewährtem und Neuem geachtet worden. So früh seien die Anmeldungen noch nie abgeschlossen gewesen, fügte er an. Um das erforderliche Sicherheitskonzept aufzustellen, sei dies nötig geworden.

„Aushängeschild“

Sie freuen sich auf die 26. Freienfelser Ritterspiele (von links): Erich Lang, Jörg Lösing, Andreas Hofmeister und Bernd Fremdt.

Am Termin nahmen auch Bürgermeister Jörg Lösing, der Schirmherr des bedeutenden Mittelalter-spektakels, Landtagsabgeordneter Andreas Hofmeister (CDU), und Erich Lang vom Vorstand des Fördervereins teil. „Die Ritterspiele sind ein Aushängeschild für die Region“, sagte Hofmeister, „da bin ich sehr gerne mit an Bord. Was hier in diesen Jahren gewachsen ist, das kann sich sehen lassen.“ Fremdt fügte an, dass der Landtagabgeordnete sich in der Vergangenheit stets für den Verein eingesetzt habe – so auch in der schwierigen Zeit nach der Absage der Ritterspiele 2016.

„Wir wollen alle, dass es weiter geht“, sagte Fremdt. Dazu gehöre auch, sich schon jetzt für die Zukunft Gedanken zu machen. Denn demnächst würden jüngere Aktive an der Spitze gebraucht, damit die Ritterspiele eines Tages nicht doch vor dem Ende stünden. „Weitere Mitmacher sind sehr erwünscht und herzlich willkommen“, lud Fremdt alle Freunde der Ritterspiele ein, sich im Rahmen der Organisation zu engagieren.

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Bürgermeister Lösing gab seiner Vorfreude auf den Abend des 4. Mai Ausdruck: „Das ist immer ein Höhepunkt, wenn wir um 17 Uhr mit den Ehrengästen aus nah und fern zum Rundgang starten, anschließend bewirtet werden und nach dem Nachtturnier Feuershow und Feuerwerk genießen.“

Auf dem Marktplatz und in den Lagern werden mehr als 140 Händler und Handwerker Waren feilbieten und ihre Künste vorführen. Allein an 30 Ständen wird für Speisen und Getränke gesorgt sein. In den beiden großen Lagern werden mehr als 100 Gruppen mit insgesamt bis zu 1500 Akteuren das Mittelalter zum Leben erwecken. Auf drei großen und zwei kleinen Tavernen-Bühnen werden mehr als ein Dutzend Musikgruppen und Artisten das Publikum verwöhnen.

Und auch die Kinderaugen werden wieder leuchten: So laden unter anderem Kinderritterturnier, Bälgerschlacht, Strohburg, Wasserspiele, Karussell, Bogen- und Armbrustschießen zum Mitwirken ein. In den Lagern und auf dem Markplatz können Kinder Kerzen ziehen und Fackeln rollen, filzen, Schmuck basteln, Zinn gießen, Körbe flechten oder sich in mittelalterlichen Spielen messen. Außerdem wird es an zahlreichen Ständen möglich sein, Rüstungsteile anzuprobieren und echte Waffen in die Hand zu nehmen. Käuflich zu erwerben ist nahezu alles, was das (Kinder)-Herz begehrt: Schmuck, Spiel- und Schreibwaren, Holzwaffen, Kinderrüstungen und Gewandungen.

Da in diesem Jahr der erste Mai auf einen Mittwoch fällt, ergeben sich zwei Brückentage ohne Programm. Auch die Marktstände bleiben an diesen Tagen weitgehend geschlossen. Grundschulen und Kindergärten der Umgebung nutzen einen der beiden Tage wieder für einen Besuch.

Akrobatik und Musik locken Besucher zum Freifelsen

An den drei Veranstaltungstagen erwartet die Besucher eine Mischung aus mittelalterlichem Spektakel, Feuershows und Akrobatikeinlagen, Turnieren sowie historischer und folkloristischer Musik. Höhepunkte sind Feuerwerk und Feuershow am Samstagabend.

Auf der Hauptbühne werden am Mittwoch- und Samstagabend Konzerte stattfinden. Etwas ruhiger wird es tagsüber auf den beiden kleinen Bühnen auf dem Marktplatz und im unteren Lager zugehen. Dort treten rund ein Dutzend Musikgruppen ohne elektrische Verstärkung auf, mit nichts als ihrer Stimme, ihren Instrumenten und jeder Menge Humor. Dazu kommen noch zwei Tavernen-Bühnen, die frei bespielt werden.

Mit ihrer akrobatischen Fahnenshow haben die Mitglieder der Gruppe „Maestä della Battaglia“ aus der italienischen Provinz Reggio Emilia im vergangenen Jahr das Freienfelser Publikum begeistert. Auch in diesem Jahr wird die Gruppe wieder mit ihrer Fahnenshow zu Gast sein und sich außerdem noch musikalisch und kulinarisch ins Programm einbringen.

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