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Noch steht der Vorstand, Jürgen Klein, Achim Immel, Silke Hörter, Klaus Hörter, Steve Matthes (von links), auf dem alten Hartplatz.

Beitragserhöhung

SV Wilsenroth: Die Zukunft heißt Kunstrasen

Auf einem Hartplatz möchte niemand mehr spielen. Um auch in Zukunft Fußballer anzulocken und auch die anderen Dornburger Vereine zu entlasten, möchte der SV Wilsenroth in einen Kunstrasenplatz investieren.

„Wir haben ein tolles Vereinsheim und ein tolles Gelände“, findet die stellvertretende Vorsitzende des SV Wilsenroth, Silke Hörter. Trotzdem gebe es für den Verein ein gravierendes Problem: „Wir bekommen keine Spieler mehr auf den Platz.“ Grund dafür sei der in die Jahre gekommene Hartplatz. Daher reift schon seit August vergangenen Jahres unter den Mitgliedern die Idee, einen Kunstrasenplatz zu bauen.

Mittlerweile sind die Überlegungen vorangeschritten: Im November hatte sich der Vorstand in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Zustimmung geholt, weitere Weichen für das Vorhaben zu stellen. Nun liegen konkrete Zahlen vor, die der Vorstand des SV bei der jüngsten Jahreshauptversammlung vorstellte: Die Umwandlung des Hartplatzes in einen Kunstrasenplatz würde rund 340 000 Euro kosten. 73 000 Euro Zuschuss gebe es insgesamt von Kreis, Land und Landessportbund. 20 000 Euro will der Verein an Eigenmitteln aufbringen: in Form von Eigenleistung (1500 Euro) und eines Darlehens (18 500 Euro).

Von der Gemeinde Dornburg wünscht sich der Vorstand einen Zuschuss von 200 000 Euro. Im Gegenzug habe man zugesagt, jährlich 5000 Euro beiseite zu legen. Damit sollen später Sanierungen und Ausbesserungen finanziert werden. Es gebe eine positive Stimmung unter den Mitgliedern der Gemeindevertretung, sagte Hörter. Von der Gemeinde liege die Zusage vor, die 200 000 Euro aufgeteilt auf vier Teilbeträge von je 50 000 Euro in den nächsten Haushalt einzustellen. Wenn alles klappt, könnte im Juli 2019 Baubeginn sein. Die oberste Schicht rote Erde müsste dann zunächst abgetragen und dann Kunstrasen verlegt werden.

Um die Rücklagen stemmen zu können, müssten die Vereinsbeiträge erhöht werden. Kassierer Jürgen Klein stellte die Zahlen vor: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre würden dann statt 24 Euro 30 Euro zahlen. Der Erwachsenenbeitrag würde von 36 Euro auf 48 Euro und der Beitrag für Familien von 48 Euro auf 72 Euro steigen. Dies würden für den Verein Mehreinnahmen von rund 3500 Euro bedeuten. „Die Erhöhung findet nur statt, wenn der Kunstrasenplatz gebaut wird“, betonte Klein. Die Versammlung stimmte dieser Erhöhung zu.

Mit dem Bau des Kunstrasenplatzes erhofft sich der Verein, zukunftsfähig zu werden. Zwar stelle der SV derzeit noch zwei Mannschaften im Seniorenbereich, nicht jedoch bei der Jugend und den Alten Herren. Die Kinder und Jugendlichen befinden sich inzwischen in einer Spielgemeinschaft mit Salz. Die Alten Herren haben mit dem FC Dorndorf die Spielgemeinschaft Watzenhahn begründet. Jugendleiter Dietmar Rose bedauerte es in seinem Bericht, dass Fußball heute häufig nur noch als Lückenfüller gesehen würde und die Bereitschaft zum Mannschaftssport schwinde. Zudem wolle kaum jemand noch Verantwortung übernehmen, und im Verein fehlten Betreuer für die Jugendmannschaften. Er appellierte an die Anwesenden, sich mehr in die Jugendarbeit mit einzubringen.

Bei den Wahlen wurde der Vorsitzende Achim Immel in seinem Amt bestätigt. Dietmar Rose legte das Amt des Jugendleiters nieder und wurde als Schriftführer gewählt. Daniel Gresser wurde als sein Nachfolger gewählt.

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