Solo-Musiker, Ensembles oder Künstler - die "Wood Vibrations" boten ein genussvolles kulturelles Waldbaden.
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Solo-Musiker, Ensembles oder Künstler - die "Wood Vibrations" boten ein genussvolles kulturelles Waldbaden.

Weitere Veranstaltungen sollen folgen

Zollhaus/Allendorf: Musik, Kunst und Theater unter freiem Himmel

"Waldbaden" mit 40 Musikern und Künstlern

Zollhaus/Allendorf -"Waldbaden" ist ein neuer Trend, ein Phänomen, das aus dem fernen Asien stammt und dort "Shinrin Yoku" genannt wird. Das bedeutet auf Deutsch sinngemäß ein "Bad in der Atmosphäre des Waldes nehmen". Die Idee hinter dem "Waldbaden mit Musik" in der heimischen Region stammt von Matthias Frey. Frey ist der Organisator der "Wood Vibrations", dem "Waldbaden mit Musik". Der Auftaktveranstaltung am Sonntag sollen viele weitere kulturelle Events in den kommenden Wochen anlässlich der LEADER-geförderten Maßnahme von "Dialog Aar-Einrich" folgen.

Open-Air-Event mit vielen Besuchern

Statt das geplante Kulturfestival wegen Corona ausfallen zu lassen, hat Frey Veranstaltungen wie das "Waldbaden mit Musik" ins Leben gerufen - denn in der Natur kann der nötige Mindestabstand in Zeiten von Corona einfach eingehalten werden.

Und so war es auch kein Wunder, das am Sonntagnachmittag zahlreiche Aar-Einricher, mit dem nötigen Mindestabstand, auf der rund fünf Kilometer langen Naturbühne zwischen Allendorf und Zollhaus unterwegs waren und die musikalischen und künstlerischen Höhepunkte Open-Air bei Sonnenschein und im Schatten der Bäume genossen.

Rund 40 Musiker und Künstler sorgten an fußläufig erreichbaren Stationen für Unterhaltung. Die Band "Unbagged" hatte unter anderem rockige Töne im Gepäck, während "Blue Current" eher melodisch daher kam. Der japanische Musiker Takashi Johrden verzauberte die Zuhörer mit leisen Gitarrenklängen, während unweit davon klassische Töne aus dem Wald schlugen.

An vielen Stellen entlang des Weges gab es weitere kulturelle Überraschungen: Manuel Mohr alis "MAmo" aus Cramberg, präsentierte an Stand Nummer 2 seine abstrakten Kunstwerke aus Acryl. Interaktives Theater und "Manege frei für Pinocchio" wurde von Manfred Kessler und dem Chapiteau-Theater auf dem Waldboden offeriert, da hatten insbesondere die Kids ihren Spaß. Und die Initiative "Friedensvogel" lud die Kinder auf einen überdimensional großen Wasserball, der die Weltkugel symbolisierte, ein. So war man ruckzuck von Europa nach Australien unterwegs.

Gesichtet wurden neben den Kirmesburschen und -mädels aus Katzenelnbogen, die auf Riesenrädern akrobatische Übungen zeigten, auch die Einricher Wanderfreunde sowie die Erlebnisschule Wald und Wild.

Das Kooperationsprojekt von Landesforst Rheinland-Pfalz und dem Landesjagdverband Rheinland-Pfalz hatten unweit vom Drei-Länder-Eck ihre Zelte aufgeschlagen. Beeindruckende Holzfiguren wurden von Ralf Schlarp aus Bolanden mit der Kettensäge erstellt - den Besuchern gefiel das alles.

Abschließend trafen sich die musikalischen Künstler zu einer gemeinsamen "Jam-Session" im Kreml-Kulturhaus in Zollhaus und damit fand die Veranstaltung einen wunderbaren Ausklang. Organisator Matthias Frey zog ein positives Fazit und verwies bereits auf das kommende Event am Freitag, 21. August, wenn auf der Open-Air-Bühne des Kreml Kino-Varieté mit Live-Musik gezeigt wird.

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