Katholiken im Westerwald

Zwei neue Pfarreien

Das Bistum hat am Sonntag in Montabaur und in Rennerod zwei Pfarreien neuen Typs gegründet. Die Beteiligten erinnerten an den schwierigen Weg.

. Auf Christus schauen und trotz wachsender Unsicherheit in Gesellschaft und Kirche hoffnungsvoll in die Zukunft blicken: Dazu hat Generalvikar Wolfgang Rösch die Gläubigen der neuen Pfarrei St. Peter Montabaur aufgerufen. „Wenn Kirche auf Christus schaut, dann wird sie ihren Weg finden“, meinte Rösch. Mit Blick auf die schnelllebigen Veränderungen in Gesellschaft und Kirche dürften Christen nicht der Versuchung erliegen, zu resignieren oder an etwas festzuhalten, was man nicht festhalten könne.

Bezirksdekan Heinz-Walter Barthenheier sprach von einem „historischen Tag“ für die Gläubigen und dankte allen für ihre Mitarbeit während der Pfarreiwerdung. Mehr als 100 SängerInnen aus dem Projektchor unter der Leitung von Bezirkskantor Andreas Loheide gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit. In der Pfarrkirche wurde außerdem ein Weg aus Steinen und Kerzen ausgelegt. Dieser stand symbolisch für die vielen Schwierigkeiten und Herausforderungen, die im Zuge der etwa eineinhalb Jahre dauernden Pfarreiwerdung gemeistert werden mussten.

Hui Wäller

Mit „hui Wäller!“ begrüßte Pfarrer Achim Sahl in Rennerod den aus dem Westerwald stammenden Bischof Dr. Georg Bätzing. Mit einem feierlichen Pontifikalamt gründete der Bischof dort die Pfarrei St. Franziskus im Hohen Westerwald. Bätzing lobte die Energie, welche die Beteiligten in den Prozess der Pfarreiwerdung gesteckt hätten. „Es ist eine Zukunftsinvestition“, sagte er. „Und ich ermutige Sie, mit dem Werden, dem Gründen, dem Wachsen zu beginnen.“

Die Pfarrei neuen Typs möchte der Bischof als Chance verstanden wissen: „Nicht nur, dass die Chorgemeinschaft wieder groß ist, sondern auch, dass es Chancen gibt, Neues zu entwickeln, für Kinder, für Jugendliche, für suchende Menschen, für Ehepartner, für Männer und Frauen. Das, was auf der kleinen Ebene einfach nicht mehr möglich ist, ist im großen Ganzen, im Netzwerk einer Pfarrei neuen Typs möglich und durch neue Impulse zu verlebendigen. Wenn wir bereit sind, uns etwas zu bewegen.“

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Petra Bandlow sagte, der Weg zur Pfarrei habe den heimischen Wanderwegen geglichen: „bergauf, bergab, mit so manchem Stolperstein.“

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