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Im Gespräch: Redakteurin Sarah Bernhard und Götz Wörner.

Ein Macher aus der Musikszene

Götz Wörner war schon immer ein Macher: Noch während seiner Schulzeit produzierte der gebürtige Pforzheimer seine erste Schallplatte, ein Jahr vor dem Abitur gründete er das Plattenlabel Messidor,

Götz Wörner war schon immer ein Macher: Noch während seiner Schulzeit produzierte der gebürtige Pforzheimer seine erste Schallplatte, ein Jahr vor dem Abitur gründete er das Plattenlabel Messidor, später den Termidor Musikverlag. Er spezialisierte sich auf zeitgenössische lateinamerikanische Musik, die damals in Deutschland noch kaum zu haben war. Schon als Jugendlicher interessierte er sich für soziale Belange, sammelte Kleidung für einen Slum in Chile, demonstrierte gegen Atomkraft. Einige Jahre, nachdem seine Firma in Konkurs gegangen war, kehrte er zu diesen Wurzeln zurück und gründete 2008 den Verein „Kultur für ALLE“. Seitdem wurden 25 000 Kulturpässe ausgegeben, die Leistungsempfängern für wenig Geld kulturelle Erlebnisse ermöglichen. 2009 wurden Wörner und seine Idee Bundessieger des Wettbewerbs „start social“, die Auszeichnung überreichte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ein Jahr später folgt eine Auszeichnung im Rahmen der Kampagne „Land der Ideen“ vom damaligen Bundespräsident Horst Köhler. 2012 bekam er die Walter-Möller-Plakette für bürgerschaftliche Mitarbeit der Stadt, 2015 den Bürgerpreis.

( sab)

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