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Engagement

So macht der Verein "Leselernhelfer" Kinder für die Zukunft fit

Der Verein ?Mentor ? Die Leselernhelfer? will seine Tätigkeit im Oktober ausweiten. Zur ehrenamtlichen Arbeit an zwei Griesheimer Grundschulen werden ehrenamtliche Mentoren gesucht.

Sie helfen in Höchst und Nied, in Sindlingen und Sossenheim – und nun auch bald in Griesheim. Zur Ausweitung seiner Arbeit an zwei Griesheimer Grundschulen sucht der Verein „Mentor – Die Leselernhelfer“ derzeit Ehrenamtliche, die in ihrer Freizeit Kindern helfen möchten, Texte besser zu verstehen. Der Frankfurter Westen liegt im Fokus des Vereins-Engagements: Freiwillige helfen derzeit an der Albrecht-Dürer-Schule, der Henri-Dunant-Schule, der Eduard-Spranger-Schule, der Niddaschule, der Friedrich-List-Schule, der Fridtjof-Nansen-Schule, der Ludwig-Weber Schule und der Hostatoschule.

Im Jahr 2006 wurde „Mentor – Die Leselernhelfer Hessen“ gegründet. Gründungsmitglied war die heutige Stadträtin Prof. Dr. Birkenfeld. Im Frankfurter Westen ging es 2012 los: Damals trafen sich 12 Interessierte in der Stadtbücherei auf dem Sossenheimer Kirchberg. Aus den Anfängen wurde in fast sechs Jahren die größte Einzelgruppe in Hessen mit mehr als 60 Ehrenamtlichen. Nun sollen weitere Schulen dazukommen. Doch dafür braucht es noch mehr Helfer.

Gesucht werden Menschen, die sich ehrenamtlich für mindestens ein oder zwei Schuljahre verpflichten, mindestens ein mal wöchentlich für eine Stunde mit einem Kind zu üben – es geht darum, sich mit der Entwicklung von Lesefähigkeit, Leseverständnis, Wortschatz, Lernfreude und Selbstwertgefühl der Kinder zu beschäftigen.

Begleitet werden die ehrenamtlichen von den Lehrern, den Sekretariaten und den Schulleitungen. Der Verein unterstützt sie mit Büchern, Lernspielen, Erfahrungsaustausch, Weiterbildung, Seminaren und anderen Veranstaltungen. Alle Aktiven des Vereins arbeiten ehrenamtlich, also ohne Vergütung, sind jedoch unfallversichert. Der Verein ist eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Schirmherren in Hessen sind der Ministerpräsident Volker Bouffier und Schriftstellerin Nele Neuhaus, die mit ihren Taunus-Krimis bundesweit große Erfolge feiert. Der Philosoph Richard David Precht oder die Standortbetreiberin des Industrieparks Höchst, die Infraserv GmbH & Co. Höchst, gehören zu den aktiven Unterstützern.

Bundesweit werden weit mehr als 11 000 Schüler betreut; in Hessen sind derzeit mehr als 1000 Mentoren für derzeit etwa 1400 Kinder aktiv. Mit ihrer Betreuung erreichen sie, dass sich die Zensuren der Kinder verbessern – und das nicht nur in Deutsch. Wer Texte besser versteht, wird in allen Fächern aufholen. Das Selbstbewusstsein der Kinder wächst, und die Freude am Lernen nimmt zu. Das führt zu erheblich besseren Bildungs- und Zukunftschancen. Zu den Mentorinnen und Mentoren entwickelt sich meist schnell ein herzliches Vertrauensverhältnis, von dem beide Seiten profitieren.

Aktuell sucht der Verein für zwei Griesheimer Grundschulen Mentoren, die im Oktober die Arbeit aufnehmen sollen. Wer Interesse hat, meldet sich bei Gisela Maurer, der Koordinatorin für die Grundschulen Nied und Griesheim, unter Telefon (0 69) 38 99 76 22 oder auch per E-Mail an g-maurer-koskowski@t-online.de.    

red

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