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Freut sich auf ihr erstes Weihnachtsfest in ihrer neuen Wohnung: Therese Kleespies hat schwere Jahre hinter sich. 

Baugesellschaft Hanau hilft 

Nach schlimmen Jahren: Therese Kleespies´ Herzenswunsch geht in Erfüllung

Therese Kleespies aus Hanau hat schwere Jahre hinter sich. Die Baugesellschaft erfüllte ihr kurz vor Weihnachten einen Herzenswunsch. 

Hanau - „Jeder Tag im Leben bietet neue Chancen!“, sagt Therese Kleespies. Trotz aller Unbillen hat sie sich ihre positive Einstellung bewahrt. Jetzt hatte sie allen Grund zur Freude, denn die Baugesellschaft Hanau erfüllte ihr kurz vor Weihnachten mit einem neuen Backofen mit Herd einen Herzenswunsch.

Seit März dieses Jahres ist Therese Kleespies Mieterin der Baugesellschaft und kann sich jetzt auf ihre erste Weihnachtszeit in einer warmen, hellen Wohnung freuen – etwas, was sie viele Jahre schmerzlich vermisste.

Alles begann in der Weihnachtszeit 2013. Therese Kleespies hatte ein schweres Jahr hinter sich. Unverschuldet hatte sie nach einem Schicksalsschlag ihren Arbeitsplatz verloren. Zwar bekam sie rasch ein neues Jobangebot, doch dann schlug das Schicksal abermals zu. Bei Therese Kleespies wurde Knochenkrebs diagnostiziert.

Hanau: Baugesellschaft setzt sich für gebeutelte Therese Kleespies ein 

Plötzlich bestimmte die Krankheit ihr ganzes Leben. Sie musste ihren Job aufgeben und alle privaten Pläne hinten anstellen. Der Diagnose folgten fünf Jahre, in denen sie ihren Alltag rund um notwendige Untersuchungstermine und die Behandlungsplanung organisieren musste. Fünf Jahre Chemotherapie, 37 Bestrahlungen. Trotz dieser schweren Lebensphase fand Therese Kleespies noch die Kraft, einer befreundeten Familie mit zwei Kindern zu helfen. Da diese keine größere Wohnung finden konnte, überließ sie ihren Bekannten ihr eigenes Heim und zog selbst in eine kleinere Kellerwohnung.

Doch diese Wohnung erwies sich als zusätzlicher Albtraum. Schon nach ein paar Monaten stand Wasser in der Wohnung. „Es kam durch die Wände und durch den Boden“, erklärt Therese Kleespies. In dieser Zeit fehlte ihr die Kraft, um sich mit ihrem Vermieter auseinanderzusetzen oder um sich eine neue Wohnung zu suchen.

Bis Mitte 2018 ertrug sie die unhaltbaren Zustände. „Der Schimmel wurde immer mehr. Streitigkeiten mit dem Vermieter kamen hinzu, denn er wollte mich unbedingt aus der Wohnung haben, um sie anderweitig zu vermieten“, beschreibt Therese Kleespies die schlimme Entwicklung. Die Feuchtigkeit hatte inzwischen all ihre Möbel zerstört. Trotzdem wurde die Miete erhöht. Strom und Heizung funktionierten nicht mehr. Aus ihren Wasserleitungen kam nur noch ein gelblicher Schleim heraus.

Trauriger Höhepunkt war ein Brief der Bauaufsicht, die ihr im Juni 2018 mitteilte, dass die Räumlichkeiten gar nicht als Wohnung hätten genutzt werden dürfen. „Ich wohnte also ‚illegal‘ und wusste überhaupt nichts davon“, ist Therese Kleespies noch heute darüber fassungslos. Und dann stellte sich auch noch heraus, dass ihr Vermieter sie auf den Stromkosten anderer Mieter sitzen gelassen hatte, da alles über den Zähler ihrer Wohnung gelaufen sei. Und mit der Kaution hatte sich der Vermieter mittlerweile aus dem Staub gemacht.

Hanau: Krebs, Job verloren und Betrüger aufgesessen 

In dieser Situation wandte sich Therese Kleespies an die Baugesellschaft Hanau und schilderte ihre Situation. Einige Tage später füllte sie eine Wohnungsbewerbung aus. Im März dieses Jahres konnte die Baugesellschaft ihr eine passende Wohnung anbieten. Aus ihrer alten Wohnung konnte sie nur noch einen Tisch, eine Kommode, ihren Kühlschrank und ihre Waschmaschine retten. „Der Umzug ging wirklich schnell, denn viel war es ja nicht, was ich mitzunehmen hatte“, erzählt sie.

Seit Therese Kleespies Mieterin der Baugesellschaft ist, wird sie von deren Sozialberatung unterstützt und begleitet. So konnte ihr unter anderem bei den Beantragungen eines Pflegegrades und eines gesetzlichen Betreuers geholfen werden. Darüber hinaus gab es viele Gespräche, bei denen man raushören konnte, was sich Therese Kleespies von ihrer Zukunft wünscht und was sie so alles gerne machen würde. Dabei kam heraus, dass sie gerne backt, aber seit einem Jahr keinen Ofen mehr hat. „Meine Erwerbsunfähigkeitsrente reicht einfach nicht aus, um große Sprünge zu machen, weil ich ja noch einiges abzubezahlen habe“, erklärt sie. Umso größer war ihre Überraschung und Freude, als plötzlich einige Mitarbeiter der Baugesellschaft vor der Tür standen, um ihr einen Backofen aus dem Fundus der Baugesellschaft zu bringen und direkt anzuschließen.

„Genau aus diesem Grund haben wir bei der Baugesellschaft Hanau das Sozialmanagement eingerichtet. So können wir Menschen in ganz schwierigen Lebenssituationen schnell und manchmal auch ganz unbürokratisch helfen“, freut sich Geschäftsführer Jens Gottwald, dass es hier gelungen ist, die Welt im Kleinen ein bisschen besser zu machen.

Therese Kleespies freut sich jetzt auf das erste Weihnachten in ihrer neuen Wohnung – in geheizten Räumen, mit Strom und sauberem Wasser. Und mit ihrem Backofen, in dem sie schon die ersten Plätzchen gebacken hat. „Dies ist für die meisten wohl selbstverständlich, aber ich hatte das seit fünf Jahren nicht mehr,“ erzählt Therese Kleespies.  did

Nicht nur Therese Kleespies, auch andere Menschen werden Opfer von Betrügern*, die Kapital aus der aktuellen Wohnungsnot schlagen. 

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