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Von der Mainseite aus wird an der Beleuchtung gearbeitet. Der Hubsteiger ist notwendig, weil der Streifen oben zwischen der Kirche und der Stadtmauer nur schmal und nicht mit schwerem Gerät zugänglich ist: Dort befindet sich das Justinusgärtchen.

Alle Lichter auf St. Justinus

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Mit einem großen Hubsteiger sind gestern Lampen am Dach der Justinuskirche angebracht worden, die das nächtliche Main-Panorama ergänzen sollen. Heute beginnt die sommerliche Führungssaison in Frankfurts ältester Kirche.

Von einer großen Hebebühne am Mainufer aus ist gestern an der Beleuchtung am Dach der Justinuskirche gearbeitet worden. Die Maßnahmen werden von der Stadt Frankfurt ausgeführt und dienen der Vervollständigung des Beleuchtungskonzepts des Höchster Mainufers, zu dem auch die neue, Ende November in Betrieb gegangene Beleuchtung des Höchster Schlosses gehört. Die Lampen auf der Südseite der Justinuskirche hatten noch gefehlt. Entlang der Stadtmauer waren Bodenstrahler eingebaut worden, welche die Stadtmauer ausleuchten und optimal zur Geltung bringen.

Jetzt soll die Justinuskirche – Frankfurts ältester Kirchenbau – das nächtliche Höchster Main-Panorama ergänzen. Die 830 bis 850 erbaute Kirche ist eine der touristischen Hauptattraktionen Höchsts: Besucht haben die Kirche im vergangenen Jahr etwa 14 000 Menschen. In dieser Zahl sind die Führungen und Konzerte des Höchster Orgelsommers enthalten. Für die Kirche engagieren sich derzeit etwa 30 ehrenamtliche Helfer der Stiftergemeinschaft Justinuskirche. Die Führungen, besonders samstags, werden sehr gut angenommen. Derzeit schulen der Vorsitzende der Stiftergemeinschaft, Ernst-Josef Robiné, und Dr. Wolfgang Metternich neue Besucherbetreuer.

Im Jahr 2015 hat die Stiftergemeinschaft rund 52 000 Euro in unterschiedliche Vorhaben investiert. Etwa 40 000 Euro gingen in Investitionen, die Verein und Bistum Limburg jeweils zur Hälfte finanziert haben. Auch für dieses Jahr hat sich die Stiftergemeinschaft wieder einige Projekte vorgenommen, so etwa die Säuberung und Konservierung der Antoniusfigur von 1485, die der im Antoniterkloster in Höchst lebende Bruder Wigand in Worms anfertigen ließ. Auch die Säuberung und Konservierung des Leinwandgemäldes „Emmaus-Mahl“, das derzeit auf der nördlichen Chorseite hoch über dem Chorgestühl hängt, zukünftig aber an der von der Sonne besser erwärmten Südwand über dem Chorgestühl aufgehängt werden soll, ist geplant.

Außerdem ist die Neu-Herausgabe des kleinen Kirchenführers vorgesehen, der erstmalig 1980 in Schwarz-Weiß und dann 1988 kurz vor der Fertigstellung der umfangreichen Restaurierungsarbeiten neu erschien. Der kleine Kirchenführer, dessen Restauflage (von ehemals 11 000) zuletzt nach 28 Jahren für 2,50 Euro pro Heft verkauft wurde, steht in keiner Konkurrenz zu den Büchern zur Justinuskirche, etwa dem im vorigen Jahr erschienenen Werk von Ernst-Josef Robiné (wir berichteten).

Auch in diesem Jahr bietet die Stiftergemeinschaft wieder regelmäßige von März bis Oktober öffentliche Führungen durch die Justinuskirche an. Sie beginnen an jedem ersten Samstag im Monat um 11 Uhr; Treffpunkt ist am Portal der Kirche. Die Teilnahme an der einstündigen Führung kostet 3 Euro. Heute ist der erste Termin des Jahres. Gruppen können jederzeit eigene Führungstermine auf Deutsch oder Englisch vereinbaren. Anfragen werden per E-Mail an pfarrbuero@st-josef-hoechst.de gerichtet. Die Führungsgebühr beträgt pro Person 3 Euro, mindestens aber 50 Euro. Das Geld ist für den Erhalt der Justinuskirche bestimmt.

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