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Kelkheim - Fischbach SV Fischbach Sportplatz Manfred Binz

Ex-Fußball-Profi trainiert mit Kindern

Die Arbeit mit dem Ball ist das A und O

Manfred Binz kickte lange Zeit für die Frankfurter Eintracht. Am Wochenende leitete er ein Nachwuchs-Camp beim SV Fischbach. Er verriet dem Kreisblatt, wie er die Eintracht der Gegenwart einschätzt. E-Jugend-Stürmerin Fenia (10) erzählte, was sie „cool“ findet.

Einmal den Adler auf der Brust tragen – das ist der Traum vieler aufstrebender Nachwuchs-Kicker im Umkreis von Frankfurt. Für 60 Jungen und Mädchen aus den Jugendabteilungen des SV Fischbach wurde der Traum am Wochenende wahr, denn die Mainova brachte ein Trainerteam der Fußballschule von Bundesligist Eintracht Frankfurt auf den Sportplatz am Grünen Weg. „Dieses Trainingscamp hat sich der SV Fischbach durch eine Spendenaktion der C-Jugend gesichert“, erklärt Mainova-Mitarbeiter Jörg Schulze Steinen. „Ich freue mich, dass wir dieses Engagement unterstützen können.“

Gemeinsam mit vielen Eltern hatten die Fußballer Geld gesammelt, um die Duschanlagen am Sportplatz energieeffizient zu modernisieren (wir berichteten). Zur Belohnung teilten professionelle Trainer und ehemalige Profispieler, darunter Manfred Binz und Slobodan Komljenovic, ihr Wissen mit den Fischbacher Junioren. „Es ist natürlich ein anderes Arbeiten als mit Fußballprofis“, sagt Eintracht Urgestein Manfred Binz (siehe „Auf ein Wort“, unten), „man muss die Kinder mit altersgerechten Übungen begeistern.“ Damit kennt sich Binz aus, denn seit zwei Jahren betreut in der Fußballschule junge Sportler und ist zudem „Papa-Trainer“ beim SV Blau-Gelb Frankfurt. Nur um Hütchen herum rennen sei langweilig, erklärt Binz, und so wurde beim Training in Fischbach in der Regel der Ball mit in die Übungsformen eingebunden. Koordination, Technik und Torabschluss lauteten die Schwerpunkte des zweitägigen Camps. „Das hat alles großen Spaß gemacht“, berichtete E-Jugend Stürmerin Fenia, „und mit Profis zu trainieren ist natürlich auch cool, obwohl ich das schon kenne.“ Die Zehnjährige gehörte nämlich zu den Glücklichen, die bereits zum dritten Mal an einem Camp der Fußballschule teilnehmen konnten.

Besonders auffällig war der motivierende und trotzdem lockere Umgang der Trainer mit den Kindern. Immer wieder spornte etwa Clemens Appel seine Lehrlinge zu noch besseren Bewegungsabläufen an, doch wenn mal etwas nicht auf Anhieb klappen wollte, hatte der Cheftrainer einen lustigen Spruch auf den Lippen. Als beispielsweise ein Nachwuchs-Stürmer beim Slalomlauf mit dem Ball eine Stange touchierte und aus dem Tritt kam, baute ihn Appel sofort auf. „Wer hat denn hier mitten auf dem Fußballfeld diese Stangen aufgestellt? Wenn ich den erwische“, rief er scherzend.

Momentan hat man leicht Lachen bei Eintracht Frankfurt. Nicht zuletzt wegen des erfolgreichen Saisonstarts in die Bundesliga, aber auch aufgrund eines kleinen Jubiläums der Fußballschule. Seit 15 Jahren wird dort nun Spaß am Sport vermittelt sowie Talente gefördert. In Fischbach hofft man bereits auf den nächsten Besuch.

(rk)

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