Arbeiter und Direktoren, Bier und Sekt, Bauhaus und Backstein

Beliebt sind die Touren, die im Programm der „Tage der Industriekultur“ ganz zu Anfang aufgelistet sind: Von Hanau mit dem Dampfzug zum Frankfurter Flughafen kann man da etwa fahren, mit der

Beliebt sind die Touren, die im Programm der „Tage der Industriekultur“ ganz zu Anfang aufgelistet sind: Von Hanau mit dem Dampfzug zum Frankfurter Flughafen kann man da etwa fahren, mit der Schmalspurbahn „Emma“ zwischen Bad Orb und Wächtersbach, per Bus durch den von Ernst von Garnier farblich gestalteten Industriepark Höchst oder mit dem Fahrrad von den Arbeitersiedlungen Hellerhof und Gallus über die Eisenbahnersiedlung in Nied und das „Heimchen“ in Unterliederbach zur „Colonie“ in Zeilsheim. Es gibt aber auch eine Radtour zu den Spuren der Unternehmerfamilien Cassella, Gans und von Weinberg, eine Radtour vom Frankfurter Osthafen zum ehemaligen Offenbacher Ölhafen oder Schifffahrten zu 40 Industrie-Bauwerken. Es geht zu Horex und BMW, zu Rolls-Royce und Adler, aber auch zu Leinwebern und Bauern, die das Taunusvorland prägten. Die Sektmanufaktur Schloss Vaux in Eltville, die Kelterei Höhl in Maintal, das Brauhaus Faust in Miltenberg oder Glaabsbräu in Seligenstadt wenden sich gegen „trockene Theorie“. Frankfurter Brücken, der Frankfurter Hauptbahnhof, ein interaktiver Spaziergang durch das Gutleutviertel, das Verkehrsmuseum in Schwanheim oder eine Erkundung der sich am Vorbild der englischen Gartenstadt orientierenden Eisenbahnersiedlung in Nied oder Lindenwaldsiedlung in Griesheim sind weitere spannende Punkte. Schnell ausgebucht ist auch immer eine der seltenen Gelegenheiten, den Peter-Behrens-Bau im Industriepark Höchst zu besichtigen, die von Bauhaus und Backstein geprägte „Kathedrale des Lichts“ mit ihrer Kuppelhalle, die von den Chefs der damaligen Farbwerke in den 20er Jahren in Auftrag gegeben worden war. hv

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