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Hier trifft die Königsteiner Straße auf die B 8: Links geht es in Richtung Kelkheim, rechts nach Königstein. Außerhalb der Stoßzeiten ist das Aufkommen erträglich: Linksabbieger finden eine Lücke. In der Stoßzeit ist das extrem schwierig. 

Bundesstraße

Ärger um Gefahrenstelle auf B8: „Kreuzung ist eine Zumutung“

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Wo sich die Königsteiner Straße und die Bundesstraße B8 bei Bad Soden treffen, herrscht oft Rambazamba. Die Kreuzung ist äußerst problematisch. 

Bad Soden – Dort, wo die Königsteiner Straße den Bad Sodener Stadtwald verlässt und auf die B 8 stößt, kann der Teufel los sein - nicht immer, aber doch oft. Zu Stoßzeiten herrscht dort Rambazamba: Die Bundesstraße ist dann dicht vor lauter Autos, die Stoßstange an Stoßstange hängen.

Aus Bad Soden und Neuenhain kommende Autofahrer, die nach links in Richtung Kelkheim abbiegen wollen, versauern oft in der Warteschlange, weil die Pkw sich nur mit Mühe durch die Blechlawinen schlängeln können. Wer auf der B 8 unterwegs ist, hat Vorfahrt. Gegenseitige Rücksichtnahme macht es einfacher: Mitunter lassen Autofahrer die Abbieger einfädeln. Aber die Lage an der stark frequentierten T-Kreuzung, an der es rechts in Richtung KVB-Klinik und Königstein geht, ist alles andere als optimal. Das ist der Polizei im Main-Taunus-Kreis und ihrem Regionalen Verkehrsdienst bekannt.

B8-Kreuzung bei Bad Soden: Ampel-Lösung kommt in Betracht

 "Die Kreuzung ist eine Zumutung", weiß Polizeisprecher Johannes Neumann und bezieht sich mit seinem Urteil auf die Hauptverkehrszeiten, wenn das Aufkommen extrem hoch und die Wartezeiten nervtötend lang sind. Neumann hebt hervor, dass die Kreuzung "bisher kein Unfallschwerpunkt" sei. Der Polizeioberkommissar fügt rasch einen zweiten Gedanken an: "Wir müssen aber nicht immer warten, bis etwas Schlimmes passiert."

Die Polizei ist sich im Klaren darüber, dass der Knotenpunkt Gefahrenpotenzial besitzt. Wenn jemand vor lauter Ungeduld voreilig ausschert, kann's auch ganz schnell mal krachen.

Die BSB-Fraktion in der Bad Sodener Stadtverordnetenversammlung schlägt nun zum dritten Mal nach 2014 und 2018 vor, eine Bedarfsampel aufzustellen. "Der Verkehr verdichtet sich laufend", erläutert Fraktionschefin Julia Kappel-Gnirs. "Ein gefahrloses Abbiegen nach Kelkheim ist häufig nur nach minutenlangem Warten, wenn überhaupt, möglich."

Was tun Ortskenner? Sie weichen aus. Sie fahren nicht durch den Stadtwald bis zur überlasteten Kreuzung. Sie biegen vorher nach Altenhain ab und verursachen dort "ein unnötig höheres Verkehrsaufkommen" (Kappel-Gnirs). Die Wählergemeinschaft BSB erwähnt als Schleichverkehr-Routen die Altenhainer Straße (Neuenhain) und die Straße "Geierfeld" (Altenhain).

Gefahrenstelle auf B8 bei Bad Soden: Alle Fachleute zusammentrommeln

Die Polizei kann sich vorstellen, dass eine Ampel an der Königsteiner Straße/B 8 einem "leichteren Verkehrsfluss dienlich" sei. "Wir begrüßen den Vorschlag", betont Johannes Neumann gegenüber unserer Zeitung.

Der Pressesprecher und die MTK-Polizei wollen Nägel mit Köpfen machen und alle Beteiligten an einen Tisch holen - den Regionalen Verkehrsdienst, die Straßenverkehrsbehörde des Main-Taunus-Kreises, Vertreter der Stadt Bad Soden und eben Fachleute von Hessen Mobil, der für Bundesstraßen zuständigen Landesbehörde. Die Fachleute sollen sich die Lage "in den kommenden Monaten vor Ort genau angucken", um eine Lösung zu finden. Ob und wann eine Ampel installiert werden kann, steht in den Sternen. Die Polizei wagt keine Prognose. Der Magistrat der Stadt Bad Soden teilte schon im Dezember 2018 mit, dass vor einer Entscheidung "eine vertiefende Verkehrsuntersuchung" nötig sei. Dafür seien 7000 bis 10 000 Euro zu veranschlagen. Eine Ampel könnte um die 100 000 Euro kosten (samt Aufbau und Strom-Anbindung).

"Wir sind uns wegen der schwierigen Verkehrslage mit der Polizei einig, dass ein gemeinsames Gespräch mit Hessen Mobil sinnvoll ist, um nach einer Lösung zu suchen", teilt die MTK-Straßenverkehrsbehörde auf Anfrage mit. 

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