Carin Grudda vor ihrer Arbeit "Primavera Blues".
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Carin Grudda vor ihrer Arbeit "Primavera Blues".

Kunst

Carin Grudda kommt mit neun Protagonisten

Ausstellung im Badehaus: Künstlerin zeigt ihre neuen Werke vom 7. August an. Der Eintritt ist frei.

Bad Soden -Die in Italien lebende Künstlerin Carin Grudda - vielen Kunstinteressierten in der Region nicht nur durch ihre große Skulptur "Blau Miau" bekannt - nutzte die besonderen Monate der Pandemie und erfand die neun Protagonisten. Was dabei herausgekommen ist, kann unter dem Titel "Wir sind eine Insel" vom 7. August bis 26. September in der Stadtgalerie betrachtet werden.

Neun neue Protagonisten, die Erinnerungen wecken, neugierig machen auf Erlebtes, auf die Innenwelt der Künstlerin, die die Betrachter berühren möchten. Neun Protagonisten, die sich in unterschiedlichen Darstellungen und in verschiedenen Techniken präsentieren, in Form von Plastiken und Skulpturen, von Malerei oder Grafiken oder als Assemblage. Sie werden in diesem Jahr erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

In der Ankündigung der Ausstellung heißt es: "Carin Grudda braucht für ihr künstlerisches Dasein die gewichtige Bronze, die in der flüchtigen, digitalen Welt einen Gegenpol darstellt wie auch die Verspieltheit bunter Farben oder meditatives Schwarz-Weiß von Radierungen. Die Künstlerin arbeitet ihre Protagonisten wie Pegasus oder Ballerina stets in allen Werkformen durch."

Carin Grudda wurde 1953 in Gudensberg bei Kassel geboren. Sie studierte Kunstgeschichte und Philosophie in Gießen. Vermittelt durch einen Kunstpreis in Italien machte sie 1998 die Bekanntschaft mit einer Kunstgießerei in Rom. In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Bronzeplastiken, die vom Naturabguss kleiner Schnecken bis zur monumentalen "Blau Miau" reichen. Sie lernte alle Techniken des Bronzegusses kennen. Im Jahr 2011 wurde sie zur 54. Biennale in Venedig eingeladen - just zum gleichen Zeitpunkt hatte sie eine Ausstellung in der Stadtgalerie, bei der die berühmte "Große Frau" vor dem Badehaus platziert wurde. Die intensive Beschäftigung mit Bronzeplastik in Italien veranlasste Grudda, ganz nach Ligurien überzusiedeln, wo sie heute lebt.

Die Ausstellung in der Stadtgalerie wird am Samstag, 7. August, um 15 Uhr eröffnet. Zu sehen ist sie jeweils mittwochs, samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die bekannten Abstands- und Hygieneregeln müssen beachtet werden. Auf der Homepage www.carin-grudda.de stehen weitere Angaben zu Leben und Werk der Künstlerin. red

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