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Man ist nie zu alt für Träume

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Von: Esther Fuchs

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Peggy March singt auf der Bühne von der Liebe und dem Leben. Die Kinder tanzen vor der Konzertmuschel im Takt Hand in Hand. Eltern, Großeltern und Fans filmen das Konzert.
Peggy March singt auf der Bühne von der Liebe und dem Leben. Die Kinder tanzen vor der Konzertmuschel im Takt Hand in Hand. Eltern, Großeltern und Fans filmen das Konzert. © Esther Fuchs

US-amerikanische Pop- und Schlagersängerin Peggy March verzaubert die Besucher.

Bad Soden -Mit Siebzehn hat man noch Träume. Da wachsen noch alle Bäume. In den Himmel der Liebe. 1965 gewann Peggy March mit dem Lied, für das sie ihre Fans noch heute lieben, auf Anhieb bei den deutschen Schlagerfestspielen. Am Sonntag verzauberte die US-amerikanische Pop- und Schlagersängerin, die auch als Liedtexterin erfolgreich ist, Besucher im Kurpark.

Dort fand an der Konzertmuschel das Sonntagskonzert statt. March trat auf und folgte der Einladung von Michael Reitinger vom Bereich Kultur und Veranstaltungen. Reitinger organisiert Großveranstaltungen wie die am vergangenen Sonntag. Er freute sich über die Zusage der beliebten Künstlerin und die vielen Besucher.

Nicht nur 17-Jährige versammelten sich zum Teil mit Liegestühlen an der Konzertmuschel. Alle Altersgruppen wollten das Konzert, das mit der Vorband "Luggi und Ralph" begann, mitverfolgen. Bürgermeister Frank Plasch freute sich ob des hochkarätigen Stargasts.

Peggy March hat es geschafft, über viele Jahrzehnte im Showgeschäft Menschen mit Hits zu begeistern. Auch in Bad Soden gibt es viele Fans. Doch nicht nur dort. Aus allen Ecken Deutschlands und der Welt reisten Menschen an.

"Ob mit 17 oder mit 70 . . ." - Der neue Titel könnte die Karriere nicht trefflicher zusammenfassen. Auch im Alter von 70 Jahren sei die Musik ihre große Leidenschaft, erklärte die Künstlerin. Mit 15 gelang ihr damals der Durchbruch mit dem Nummer-Eins-Hit "I will follow Him", damals noch als "Little Peggy March".

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Nicht 70 Jahre, aber doch einige Jahrzehnte stehen Susanne Fahle, Richard Engelhard und andere an der Bühne, wenn Peggy zum Mikrofon greift. In den ersten Sitzreihen hatten sich eingefleischte Groupies mit bestem Blick zur Bühne positioniert. Sie reise zu allen Konzerten der Sängerin, bekannte Susanne Fahle. Sie sei mit Peggy March groß geworden und verehre die Künstlerin und ihre Musik. Zum Beweis hielt sie ihre Handtasche hoch. Darauf war ein Fotoprint mit ihr und March zu sehen.

Die wohl längste Anreise hatte Richard Engelhard. Er flog samstags aus Kapstadt, Südafrika ein. In sonnengelbem Hemd und gelb gefüttertem Jackett bewies er Stil und sonnigen Charme. Auf der Bühne erspähte die Sängerin die Freunde schnell. Die Resonanz zum Konzert war groß. Aus Frankfurt, Walluf, Celle, Mannheim, München und andernorts kamen die Besucher.

Michael Reitinger lobte die Zuverlässigkeit der fließend deutsch sprechenden Amerikanerin. "Ich war in meinem vorigen Leben mal Autogrammjäger und bin bis heute immer gerne unterwegs. 2019, also noch vor Corona habe ich Frau March während der Schlagerlegenden erlebt und Kontakte geknüpft", erläuterte Reitinger.

Peggy March hätte eigentlich 2020 in Bad Soden auftreten sollen. Dass sie nun zwei Jahre später trotz eines vollen Terminkalenders vorbeikam, freute Michael Reitinger sehr. Im Backstage-Bereich stand Peggy March zum Exklusivinterview mit dieser Zeitung bereit. Fans und Leser werden am morgigen Mittwoch mehr darüber erfahren. Das Interview wird sicher nicht nur Fans interessieren.

Am Sonntag sorgte die Karnevalgesellschaft Bad Soden für Kuchen und Kaffee. Das Feedback zum Auftritt war an der Kuchentheke durchweg positiv. Tosend war denn auch der Applaus aller 17- bis 70-Jährigen. Am späten Nachmittag verabschiedeten sich die Gäste und träumten bereits vom nächsten Wiedersehen mit Peggy March.

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