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Extrem kommunikativ: Paul Günther hilft seinen Spielerinnen, wo er kann. Doch nun möchte er zum Saisonende aufhören.

FSG Vortaunus

Paul Günther geht zum Saisonende

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Die Handballerinnen der FSG Vortaunus sowie der WJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt müssen sich nach einem neuen Trainer umschauen. Nach siebenjähriger Tätigkeit hört Trainer Paul Günther dort auf.

In der vergangenen Woche teilte Günther dem Vorstand, der weiblichen B-Jugend und den Damen der FSG Vortaunus, die sich aus der Spielgemeinschaft von Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt und dem TV Hofheim zusammensetzt, seinen Entschluss mit.

„Ich weiß nicht, ob ich nach dieser langen Zeit weiter die Energie aufbringen werde, zwei Mannschaften zu trainieren“, beschrieb Günther seine Gedankenspiele. „Die B-Jugendlichen trainiere ich bereits seit fünf Jahren. Die brauchen einfach mal frisches Blut und neue Ideen.“ So sah Günther die Zeit als gekommen an, seinen Rücktritt zu verkünden. „Er ist gerade bei den B-Jugendlichen mit viel Betroffenheit aufgenommen worden. Da waren einige Spielerinnen sehr niedergeschlagen“, beschrieb der Trainer seine Eindrücke. Dabei hat er mit den B-Jugendlichen noch einiges vor: Zuerst will er die Hessenmeisterschaft unter Dach und Fach bringen, dann möchte er die Bundesliga-Qualifikation bestreiten und schließlich noch mit seinem Team zu den deutschen Meisterschaften kommen.

Ende des vergangenen Jahres reifte der Entschluss beim Trainer, den er nach dem Spiel gegen Griedel endgültig fasste. „Der Vorstand war auch erst mal etwas überrascht, aber die Leute dort kennen mich auch schon seit Jahren und haben es verstanden“, erklärte Günther. Er hat in Bad Soden einiges aufgebaut. Als er kam, hatte der Verein eine weibliche C- und E-Jugend.

Jetzt hat die Spielgemeinschaft von der A- bis C-Jugend ein Oberliga-Team sowie eine Zweite B-Jugendmannschaft in der Landesliga. „Wir haben zahlreiche Erfolge mit Hessenmeisterschaften gefeiert“, berichtet Günther, der darüber hinaus feststellt: „Ich war richtig in dem Verein involviert, kann das aber in diesem Maße nicht mehr leisten. Nun muss und werde ich mich herausnehmen. Da müssen jetzt Andere in die Bresche springen.“

Günther geht es auch nicht um sich, es geht ihn um die Weiterentwicklung seiner Spielerinnen: „Sie sind extrem trainingsfleißig. Das nimmt viel Kraft in Anspruch. Ich möchte in dieser Hinsicht auch einen neuen Impuls setzen, dass sie einmal sehen, dass es auch andere Ideen gibt, die sie weiterbringen können.“

Für sich persönlich hat Paul Günther noch keine Pläne geschmiedet: „Da habe ich mich noch nicht drum gekümmert. Ich habe für mich erst einmal diese Entscheidung getroffen. Ich werde mir in dieser Hinsicht keinen Stress machen.“ Da er ein sehr emotionaler Typ ist, spürt er, ob ein gewisses Feuer da ist: „Wenn ich dann merke, ich habe Lust darauf, dann schaue ich mal. Ich möchte gerne wieder etwas machen, wo es ein Konzept von der Jugend bis zu den Damen geben würde. Aber so weit bin ich derzeit noch nicht.“

Er möchte jetzt erst mal mit beiden Teams seine Mission erfüllen. „Ich muss jetzt erst einmal darauf hinarbeiten, meine Emotionen herauszunehmen. Das mache ich mit mir aus. Aber ich weiß, dass der Schnitt richtig für mich ist“, hält er fest.

(vho)

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