Der große Saal in neuem Gewand: helle Wände, moderne Fenster und viel Licht.
+
Der große Saal in neuem Gewand: helle Wände, moderne Fenster und viel Licht.

Kirche

Schlussspurt im Gemeindehaus

Arbeiten neigen sich dem Ende zu: Ein Rundgang über die Baustelle der Evangelischen Kirchengemeinde.

Bad Soden -Schon ein ganzes Jahr verzichtet die Evangelische Kirchengemeinde Bad Soden auf ihr Gemeindehaus, denn das ist Baustelle. So langsam neigen sich die umfangreichen, auf 1,6 Millionen Euro veranschlagten Umbau- und Sanierungsarbeiten aber dem Ende zu. Und siehe da: Was die für Bau-Angelegenheiten im Kirchenvorstand zuständige Uta Bormann-Kuhles bei einem Baustellenrundgang mit dem Kreisblatt schon präsentieren kann, das wirkt durchdacht und gelungen.

Hell ist es geworden im Foyer und im großen Saal, das gehört zu den ersten Eindrücken beim Betreten des Hauses an der Straße Am Quellenpark. Das geht jetzt auch mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl völlig problemlos, denn zur neuen Treppenanlage gehört auch ein barrierefreier Aufgang mit dem für diese Bezeichnung vorgeschriebenen sanften Anstieg. In Perlmaus-Grau gehalten sind die Rahmen der neuen Fenster und Außentüren, weiß strahlen die Wände. Diese Farbwahl ist gerade sehr angesagt und wirkt entsprechend modern. "Jeder baut in seiner Zeit", weiß auch Bormann-Kuhles. Das Bestreben war aber, in dem Haus aus dem Baujahr 1956 alt und neu in gute Harmonie zu bringen.

Im Treppenhaus ist das etwa zu bewundern. Das originale Buntglas-Fenster, wurde restauriert und erhalten, auch wenn es sich nicht energetisch optimieren ließ. Auch das ursprüngliche Geländer, nach heutigen Maßstäben der Bauaufsicht zu niedrig, kann dank eines aufgesetzten neuen Handlaufs aus Edelstahl weiter genutzt werden. Im großen Saal wurden die alten Kugellampen auf LED umgerüstet, das Drahtrelief, das den biblischen "Sturm auf dem See" ins Bild setzt, kommt vor der weißen Bühnenwand nach seiner Aufarbeitung deutlich besser zur Geltung.

Dass sich die Gemeindesekretärin schon auf den Umzug ins neue Büro freut, ist gut nachzuvollziehen. Der Vinylboden täuscht einen Holzboden vor, ist aber preiswerter und besonders strapazierfähig. Er liegt auch im angrenzenden Dienstzimmer der Pfarrer, die beide auch noch ein häusliches Arbeitszimmer haben. Das mache einen gemeinsamen Raum hier vertretbar, sagt Bormann-Kuhles. Für das Büro war ein Anbau nötig. Profitiert haben auch der kleine Saal (früher Kaminzimmer), der ein Stück gewachsen ist, und das Untergeschoss, das nun ebenfalls mehr Raum bietet.

Der Schritt, die für viele im Kontakt mit der Kirchengemeinde erste Anlaufstelle Gemeindebüro ins Gemeindehaus zu verlegen, gehört zu den Neuerungen. Wichtig sei dem Kirchenvorstand auch, dass es keine Räume mehr im Haus geben soll, die einzig einer Gruppe zur Verfügung stehen, sagt Bormann-Kuhles. Das gilt für die Kellerräume, die für die Jugendarbeit vorgesehen sind, genauso wie für die Räume im Obergeschoss, in denen unter anderem der Kirchenvorstand tagen wird.

Lieferprobleme gibt es aktuell bei den Türen. Auch Küche und Teeküche fehlen noch. Um bis zur Eröffnung, voraussichtlich Ende Oktober, auch neue, wertige Saalmöbel zu haben, ruft die Gemeinde zu Stuhlpatenschaften auf. 120 Euro kostet ein Sitzmöbel. Spenden mit dem Stichwort "Stuhlpatenschaft" werden auf das Konto der Evangelischen Kirchengemeinde mit der IBAN: DE16 5019 0000 0000 0495 06 erwünscht. babs

Uta Bormann-Kuhles, die für den Kirchenvorstand die Baustelle betreut, im Treppenhaus aus den 1950er Jahren. Das Geländer wurde durch einen Edelstahlhandlauf ergänzt, das Buntglasfenster saniert.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare