Volleyball

Die U 20 der TG Bad Soden spielt um den deutschen Titel

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Auch die U20 Volleyballerinnen der TG Bad Soden schafften den Sprung zu den Deutschen Meisterschaften.

Die südwestdeutschen Meisterschaften der weiblichen U20-Jugend fanden in Ramstein (Rheinland-Pfalz) statt. In der Vorrunde bekam es der Bad Sodener Nachwuchs mit dem TV Lebach (Saarlandmeister) und dem SV Steinwenden (Rheinland-Pfalz Meister) zu tun.

Bad Soden begann gegen Lebach wie die Feuerwehr und setzte sich im ersten Durchgang klar mit 25:18 durch. Der zweite Satz wurde zum Spiegelbild des ersten. Diesmal nur mit besserem Ausgang für den Saarland-Meister. So musste das Spiel auf hohem Niveau im Tiebreak entschieden werden. Beim Seitenwechsel führte der TV Lebach mit 8:7. Eine bärenstarke Hannah Hattemer sorgte mit drei druckvollen Aufschlägen zum 12:9 für die Entscheidung. Bad Soden setzten sich mit 15:11 durch und durfte erstmals jubeln. Im zweiten Spiel gegen den SV Steinwenden hatte das Team wenig Mühe und zog mit einem klaren 2:0 (25:14, 25:17)-Erfolg ins Halbfinale ein.

Ein Halbfinalsieg gegen den TV Holz sollte für das Erreichen der deutschen Meisterschaften reichen. Wiederum waren es die druckvollen Aufschläge, die zunächst für das schnelle 6:1 sorgten. Doch dann kam der TV Holz langsam ins Match. Immer wieder nutzte er Schwächen im Bad Sodener Block und konnte nach und nach aufholen. Zuspielerin Noemie Klein schaffte es aus einer bravurösen Annahme, ihre Angreiferinnen sehr gut in Szene zu setzen. Libero Leonie Meusel spielte eine sehr gute Meisterschaft, hatte eine tolle Annahme und entschärfte einige Kracher im Angriff. Franziska Koob sammelte viele spektakuläre Punkte über die Außenposition. Ebenso Mannschaftsführerin Paula Gürsching, die an diesem Tag ein bisschen Anlaufzeit brauchte, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Zudem hatte Bad Soden mit Zweitligaspielerin Hannah Hattemer eine dritte zuverlässige Punktesammlerin über die Mitte. Holz hatte im ersten Satz nie eine echte Chance auf den Satzgewinn und musste Bad Soden den Vortritt lassen – 25:17. Auch hier wurde der zweite Satz wieder ein Ritt auf der Rasierklinge. Die Konzentration auf Sodener Seite ließ ein wenig nach, so dass Trainerin Tanja Kunstmann gezwungen war zu reagieren. Katharina Mayer auf Außen und Lea Beerboom im Zuspiel stabilisierten das Bad Sodener Team. Beim 21:21 konnte die Mannschaft nochmal einen Gang höher schalten, kam nun im Außenangriff wieder durch und sammelte die restlichen vier Punkte zum glücklichen 25:23 Satzgewinn. Der Einzug ins Finale und die damit verbundene Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft war perfekt.

Im Finale gegen den VC Wiesbaden war die TG Bad Soden der krasse Außenseiter. Mit zwei Änderungen begann das Sodener Team das Endspiel der südwestdeutschen Meisterschaft. Lea Beerboom kam im Zuspiel für Noemie Klein und Mara Wehrheim auf Diagonal für Sophia Burda. Bad Soden begann mit vollem Elan und konnte sich zu Beginn mit tollen Aufschlägen und druckvollen Angriffen eine komfortable Führung herausarbeiten. Wiesbaden wirkte unsicher in der Annahme und konnte seine starken Angreiferinnen kaum in Szene setzen. Bad Soden konnte den Vorsprung auf 19:12 ausbauen. Wenig später war der 25:18-Satzerfolg unter Dach und Fach. Doch dann kamen die Wiesbadenerinnen besser ins Spiel und agierten deutlich druckvoller als zuvor. Dem Bad Sodener Nachwuchs unterliefen nun mehr Fehler. Der zweite Durchgang ging mit 25:17 an den VC Wiesbaden.

Im dritten Satz war der VC Wiesbaden nun zu seiner gewohnten Stärke zurückgekehrt und holte sich souverän den Tie-Break mit 15:5 und somit verdient den Titel des Südwestdeutschen Meisters.

Die TG Bad Soden konnte diese Niederlage gut verschmerzen und freut sich nun auf die Deutschen U20 Meisterschaften am 12. und 13. Mai in Bretten (bei Karlsruhe).

TG Bad Soden: Noemie Klein, Lea Beerboom, Mara Wehrheim, Sophia Burda, Hannah Hattemer, Marietta Sobeck, Sima Batanova, Franziska Koob, Paula Gürsching, Katharina Mayer, Hristina Petkova und Leonie Meusel.

(cn)

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